Mitgliederversammlung der Wirtschaftsförderung Region Freiburg
Die Wirtschaftsregion Freiburg boomt. Heute umfasst sie eine Region mit rund 640.000 Einwohnern und einem Bruttoinlandsprodukt von 18 Milliarden Euro. Seit 1994 arbeiten die Wirtschaftsförderungen der FWTM GmbH, des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald und des LandratsamtesEmmendingen eng zusammen, um die Kompetenzen der Region stärker zu fördern und um Synergien zwischen Stadt und Land besser auszuschöpfen. Seit 25 Jahren verzeichnet die Wirtschaftsregion Bevölkerungszuwächse von rund 25 Prozent. Der Vorsitzende der Wirtschaftsregion und Freiburger Oberbürgermeister Dieter Salomon betonte: „Die Wachstumsregion Freiburg gehört damit zu den dynamischsten Regionen Deutschlands“.
Insgesamt sind in der Wirtschaftsregion Freiburg aktuell 318.000 Erwerbstätige gemeldet, damit setzt die Region en positiven Trend der Vorjahre fort. Seit 1987 sind ist die Zahl der Erwerbstätigen um 88.000 gewachsen. Dies entspricht einem Zuwachs von 38 Prozent. Der Hauptgeschäftsführer Bernd Dallmann betonte: „In Zukunft wird die Gewinnung von Fachkräften bedeutendster Faktor für die weitere positive Entwicklung der Wirtschaftsregion. Hierzu ist neben der Erhaltung und Vermarktung der hohen Lebensqualität in der Region insbesondere auch die Bereitstellung von ausreichend Wohnraum und Gewerbeflächen notwendig.“
Die positiven Entwicklungen sind vor allem bei den mittelständischen Firmen in der Region ablesbar. So gab es auch im vergangenen Jahr Firmenerweiterungen und Neuansiedlungen, wie z.B. die Erweiterung und Verlagerung der Firma Tritschler aus Eisenbach, die Neuansiedlungen der KANN GmbH Baustoffwerke in Herbolzheim, die Ansiedlung des Automobilzulieferers A. Raymond im Gewerbepark Breisgau. Auch den Verbleib der Firma Alcon mit 130 Arbeitsplätzen am Standort Freiburg wertet Dieter Salomon als ein Zeichen erfolgreicher Standortpolitik.
Der Aufschwung 2011 spiegelt sich ebenfalls beim Beschäftigungswachstum von 3 Prozent wieder. Dies zeigen auch die Auszeichnungen im „Jobmotor“: IMS Gear in der Kategorie „Große Unternehmen“ hat mehr als 240 neue Arbeitsplätze geschaffen, Soitec bei den „Mittleren Unternehmen“ 63 und Keifert Gebäudereinigung hat in der Kategorie „Kleine Unternehmen“ 16 neue Mitarbeiter eingestellt.
Die regionalen Verflechtungen, Synergieeffekte und Pendlerströme tragen dazu bei, dass die gesamte Region von den positiven Entwicklungen profitiert, denn jeder zweite Arbeitnehmer mit Wohnsitz im Landkreis Emmendingen oder Breisgau-Hochschwarzwald arbeitet außerhalb, und jeder dritte Arbeitnehmer mit Wohnort in den Landkreisen arbeitet in Freiburg. „Die Konstruktion der Wirtschaftsregion bildet diese Verflechtungen ab“, betont Wirtschaftsregionsvorstand Bernd Dallmann, „der freiwillige Zusammenschluss der regional eigenständigen Wirtschaftsförderungen der Stadt Freiburg und der beiden Landkreise ist ein Erfolgsmodell, das viel zur Wachstumsdynamik in unserer Region beiträgt.“
2011 war die Wirtschaftsförderung Region Freiburg auf verschiedenen Messen präsent Der regionale Wirtschaftsstandort wird zum Beispiel auf der Hannover Messe Industrie oder der Expo Real in München vermarktet. Auf beiden Messen war das Interesse an geeigneten Flächen oder qualifizierten Arbeitsplätzen hoch.
Der Gewerbepark Breisgau verzeichnete 2011 ein Rekordjahr mit 12,6 ha verkauften Flächen. Der Gewerbepark ist wichtiger Faktor in der Ansiedlung von flächenintensiven Unternehmen oder Erweiterungen, die häufig aufgrund des knappen Flächenangebots in Freiburg, nur dort oder in den Kommunen der Landkreise möglich sind. Mittlerweile sind über 50 Prozent der 146 ha netto-Gewerbeflächen verkauft und ca. 1.350 Menschen im Gewerbepark beschäftigt. |