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Donnerstag, 11. Juni 2026
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Stadtbild-Debatte: Die Stadt hat ein kaltes Herz
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Stadtbild-Debatte: Die Stadt hat ein kaltes Herz
Von Kanzler Friedrich Merz wurde im Dezember 2025 eine politisch sehr einseitige „Stadtbild-Debatte“ ausgelöst die immer noch anhĂ€lt. Dabei sind die realen Probleme doch offensichtlich: Nach den Zerstörungen des bisher letzten Krieges war es insbesondere der nie aufgearbeitete Albtraum der politisch gewollten, autogerechten Innenstadt, der unsere StĂ€dte & Dörfer zerstörte. Die autogerechten Stadt hat, neben einer manchmal brutalistischen Architektur, zum Verlust historischer Bausubstanz, zum Gesichtsverlust der StĂ€dte und zu einem massiven Anstieg des Berufsverkehrs gefĂŒhrt. Wer die SĂŒnden der Vergangenheit nicht aufarbeitet, ist unfĂ€hig, Zukunft zu gestalten.

Heute, im globalisierten Gier-Zeitalter, verschwindet der Einzelhandel. Eine CDU, die sich massiv gegen kluge Pfandsysteme und Verpackungsteuern wehrt, trĂ€gt Mitverantwortung fĂŒr die VermĂŒllung unserer StĂ€dte. Dazu kommen verfehlter StĂ€dtebau, langweilige Architektur und die massiven Auswirkungen des Klimawandels auf unsere StĂ€dte. Auch die Probleme einer Gesellschaft, in der die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht und in der die Mittelschicht verschwindet, zeigen sich im Stadtbild.

Wo ein ungezĂŒgelter „freier Markt“ den Wohnungsmarkt regelt, entsteht eben auch Verelendung. Die Verwandlung der Welt in eine große Fabrik und die verheerenden Folgen der „Großen Beschleunigung“ machen auch vor StĂ€dten & Dörfern nicht halt.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein
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Eintrag vom: 14.11.2025  




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