Prolixletter
Freitag, 22. September 2023
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Königsfeld stiftet Albert-Schweitzer-Preis
Eugen Drewermann erster Preisträger

Franz Alt h√§lt Laudatio ‚Äď Preisverleihung am 29. Mai in K√∂nigsfeld

Mit einem au√üergew√∂hnlichen Projekt macht derzeit der Schwarzwald-Kurort K√∂nigsfeld auf sich aufmerksam. Mehr als 30 Jahre lang, von 1923 bis 1957, war K√∂nigsfeld der europ√§ische Wohnsitz der Familie Schweitzer. Hierher, in die Idylle des S√ľdschwarzwalds, zog sich Albert Schweitzer zur√ľck, wenn er nach den Anstrengungen in seinem Urwaldhospital Ruhe und Erholung suchte. Hier konnte er seiner Leidenschaft, dem Orgelspiel, fr√∂nen, hier verbrachte er nach eigenem Bekenntnis ‚Äědie sch√∂nste Zeit meines Lebens‚Äú. Als ‚ÄěSchweitzer-Stadt‚Äú ist K√∂nigsfeld dennoch nicht so recht im √∂ffentlichen Bewusstsein verankert, obwohl das ehemalige Wohnhaus des Friedensnobelpreistr√§gers, Philosophen, Theologen und Musikers Albert Schweitzer l√§ngst als ‚ÄěForum f√ľr Information und Kommunikation‚Äú der √Ėffentlichkeit zug√§nglich gemacht wurde.

Um st√§rker vom Glanz des weltweit verehrten ‚ÄěGro√üen Sohnes‚Äú und Ehrenb√ľrgers zu profitieren und mehr Besucher in Stadt und Schweitzer-Haus zu bringen, beschloss Fritz Link, der ebenso r√ľhrige wie Schweitzer-begeisterte B√ľrgermeister K√∂nigsfelds, einen Internationalen Albert-Schweitzer-Preis auszuloben. Dabei wollte man ‚Äď gemeinsam mit allen wichtigen internationalen Albert-Schweitzer-Vereinigungen ‚Äď nicht nur an das humanit√§re Wirken des ‚ÄěUrwalddoktors von Lambarene‚Äú erinnern, sondern auch an dessen geistiges Erbe. Zumal Schweitzers Lebenswerk, seine eigenst√§ndige ‚ÄěEthik der Ehrfurcht vor dem Leben‚Äú, ja heute noch Antwort auf aktuelle Fragen ‚Äď wie der nach einem verantwortungsvollen Umgang mit der Sch√∂pfung ‚Äď geben kann. Dies gilt nicht zuletzt f√ľr die Diskussion √ľber die Risiken der Atomenergie. War es doch der Friedensnobelpreistr√§ger Albert Schweitzer, der mit seinen im Osloer ‚ÄěAppell an die Menschheit‚Äú (1957) niedergelegten Warnungen vor den medizinisch-biologischen Folgen von Kernexplosionen sowie seinen drei 1958 ver√∂ffentlichten Aufrufen ‚ÄěFriede oder Atomkrieg‚Äú wesentlich dazu beigetragen hat, dass 1963 der Moskauer Atomsperrvertrag geschlossen wurde.

Jetzt sind die ersten Preistr√§ger gefunden: Der renommierte deutsche Theologe, Psychoanalytiker, Schriftsteller und Kirchenkritiker Professor Eugen Drewermann sowie der als ‚ÄěSchweizer des Jahres 2010‚Äú ausgezeichnete Kinderarzt Dr. Rolf Maibach und Raphaela Maibach-Simon aus Ilanz in der Schweiz, die im Geiste Albert Schweitzers ein Hospital auf Haiti betreiben, werden am 29. Mai in K√∂nigsfeld den Internationalen Albert-Schweitzer-Preis erhalten. Drewermann wird dabei von dem aus Funk und Fernsehen bekannten Journalisten Franz Alt gew√ľrdigt.

Mit der Auszeichnung von Drewermann und dem Ehepaar Maibach hat das Preis-Kuratorium, in dem neben der Familie Albert Schweitzers 14 nationale und internationale Schweitzer-Institutionen vertreten sind, gleich zum Auftakt Ma√üst√§be gesetzt ‚Äď und Fritz Link darf darauf hoffen, dass sein K√∂nigsfeld k√ľnftig ein St√ľck weit mehr als Schweitzer-Stadt wahrgenommen und besucht wird.

Die offizielle Verleihung des Albert-Schweitzer-Preises, der k√ľnftig alle drei Jahre ausgelobt wird, findet am 29. Mai um 15 Uhr im Rahmen eines Festakts in K√∂nigsfeld statt.
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Eintrag vom: 06.05.2011  




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