Prolixletter
Dienstag, 20. Oktober 2020
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Suchtprävention braucht Unterstützung – jetzt anmelden
Stadt Freiburg bildet im November kostenlos Peer-Berater und -Beraterinnen aus

Nebenjob im pädagogischen Bereich: Praxiserfahrung sammeln, fit werden in Gesprächsführung, Hilfe vermitteln

„Du bist interessiert an einem attraktiven Nebenjob, der sich gut in Dein Studium integrieren lässt? Außerdem möchtest Du was Neues ausprobieren und stellst dich gerne kleinen Herausforderungen? Dann bist Du genau richtig bei uns!“

Mit diesem Appell will das städtische Amt für Soziales und Senioren auch in diesem Herbst neue Peer-Berater und -Beraterinnen für die Suchtprävention gewinnen. Zunächst erhalten sie eine kostenlose 27-stündige Ausbildung. Dabei werden u.a. Wege der Suchtprävention, Möglichkeiten der Gesprächsführung und das örtliche Suchthilfenetzwerk erklärt. Die Einsätze in der Peer-Beratung folgen dann jeweils an Wochenenden (Freitag oder Samstag) etwa von 19 bis 24 Uhr.

Interessierte melden sich bis Freitag, 30. Oktober, bei Nora Elfgang (Tel. 0761/201-3834, nora.elfgang@stadt.freiburg.de).

Peer-Berater und -Beraterinnen gehen auf Menschen jedes Alters, bevorzugt aber Jugendliche und junge Erwachsene zu. Sie bieten Raum für Gespräche, stellen Fragen und sind bereit, mit den Angesprochenen auf Augenhöhe Erfahrungen und Ansichten zum Thema Alkohol zu teilen. Bei Einsätzen sind sie stets in Teams unterwegs, in der Straßenbahn oder zu Fuß in der Innenstadt. Eine professionelle Fachkraft mit Erfahrungen im Suchthilfebereich oder in der Suchtprävention steht ihnen bei Fragen zur Verfügung. Im Vordergrund steht nicht die Belehrung des Gegenübers. Bei Interesse wird aber gerne an professionelle Hilfe vermittelt.

In Freiburg findet die Arbeit der Suchtprävention und die kommunale Alkoholpolitik im Rahmen des Gesamtkonzeptes PräRIE statt. Diese Abkürzung steht für Prävention (langfristig wirksame Maßnahmen zur Verhinderung von Alkoholmissbrauch und Gewalt), Relaxation (Entspannung der Lage in der Innenstadt, auch durch Präsenz von Suchthilfe-Fachleuten und Peer-Beratern), Intervention und Evaluation durch Externe.

Bei PräRIE arbeitet die Stadt Freiburg mit den fünf psychosozialen Suchtberatungsstellen am Ort (AG Kinder- und Jugendhilfe/AGJ, Landesverband für Prävention und Rehabilitation/bwlv, Drogenhilfe, Stadtmission, Frauenzimmer) zusammen. Anhand verschiedener Bausteine werden Heranwachsende vor riskantem Alkoholkonsum geschützt und an einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol herangeführt. Ein Baustein sind die Peer-Berater, die an Wochenenden abends in der Innenstadt oder der Straßenbahn unterwegs sind und Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen.PräRIE will sie sensibilisieren und zur aktiven Mitarbeit einbeziehen.

Nach der Devise „Engagement ist die beste Prävention“ setzt PräRIE auf Jugendbeteiligung und Kreativität. Eine wesentliche Rolle spielt dabei der Peer-to-Peer-Ansatz. Sein Grundgedanke: Gleichaltrige lernen voneinander und tauschen Erfahrungen aus. Dafür durchlaufen die Peer-Beraterinnen eine fünftätige Ausbildung und arbeiten im Tandem mit Fachkräften aus der Suchtprävention. Zum Einsatz kommen vor allem Studierende der Fächer Soziale Arbeit, Pädagogik, Sozialwissenschaften oder Psychologie.

In der Ausbildung zum/zur Peer-Berater/in geht es um Grundlagen im Bereich Sucht und Suchtprävention, Aspekte der aufsuchenden niedrigschwelligen Arbeit, Besonderheiten in der Gesprächsführung und ein Deeskalationstraining mit externen Trainern. Peer-Beraterinnen werden praxisnah auf abendliche Einsätze vorbereitet. Ihre Schulung leiten qualifizierte Pädagog/innen. Auch nach der Schulung gibt es regelmäßig Reflexionstreffen und Events, um sich auszutauschen und die Präventionsarbeit weiter zu bringen.

Die Ausbildungsterminen 2020 zum/zur Peer-Berater/in sind:
Freitag, 6. November, 14 bis 18 Uhr;
Samstag, 7. November, 9 bis 17 Uhr;
Freitag, 20. November, 14 bis 17 Uhr;
Samstag, 21. November, 9 bis 17 Uhr (Deeskalationstraining);
und Sonntag, 22. November, 10 bis 14 Uhr.

Der Ort und alles Übrige wird auf www.praerie-freiburg.de bekannt gegeben. Zum neuen Instagram-Auftritt von PräRIE gelangt man per Insta-Button auf der genannten Webseite.
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Eintrag vom: 18.10.2020  




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