Prolixletter
Mittwoch, 20. Oktober 2021
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Mundenhof: Gras und M├Âhren machen Eseldame Salome krank
Viele Besucherinnen und Besucher halten sich derzeit nicht an das F├╝tterungsverbot

Viele Menschen werden am Pfingstwochenende wieder auf dem Mundenhof unterwegs sein, um Erdm├Ąnnchen, Alpakas und Co. zu beobachten. Aus gegebenem Anlass weist die Mundenhof-Leitung nun darauf hin, dass niemand au├čer dem Mundenhof-Personal die Tiere auf dem Gel├Ąnde f├╝ttern darf. In den letzten Wochen hatten sich h├Ąufig Besucherinnen und Besucher nicht an das F├╝tterungsverbot gehalten. Viele meinen es gut, schaden mit Gras, M├Âhren und Brot aber den Tieren, ohne es zu wissen.

Daher betont die Mundenhof-Leitung nun: Alle Tiere bekommen von ihren Pflegern gen├╝gend hochwertiges und artgerechtes Futter. Die Pfleger kennen ihre Sch├╝tzlinge gut und wissen bei jedem Tier, wieviel von welchem Futter sinnvoll ist. So braucht zum Beispiel der Esel Michel weniger Eiwei├č als seine Artgenossen, mit denen er sich das Gehege teilt. In der Hauseselgruppe ist deshalb f├╝r jedes Tier geregelt, wer wie viele Stunden auf die Weide darf. Zus├Ątzlich erh├Ąlt jedes Tier Futter, das auf sein Alter und seine Bed├╝rfnisse abgestimmt ist. Die Eseldame Salome war krank und durfte deshalb mehrere Wochen kein Gras fressen. Solche Besonderheiten eines jeden Tiers kennen nur die Pfleger.

Wenn Besucherinnen und Besucher den Tieren Futter zustecken, kann das schlimme Folgen haben. Falsches Futter oder zu gro├če Mengen davon k├Ânnen Tiere krank machen. Schon mehreren Tieren wurde das zum Verh├Ąngnis. Ziegen starben an Kuchenresten oder altem Brot. Sie sind auf karge Ern├Ąhrung ausgelegt, ihr Stoffwechsel kann mit den vielen Kohlenhydraten nicht umgehen. Ein Pferd starb im vergangenen Jahr beinahe an einer Schlundverstopfung. Zwei Wochen sp├Ąter mussten die Pfleger aus demselben Grund wieder den Tierarzt rufen. Der Fruchtzucker in M├Âhren kann alte Esel krank machen und sie letztendlich das Leben kosten. Immer wieder m├╝ssen die Mitarbeiter des Mundenhofs Tiere einschl├Ąfern lassen.

Besonders wichtig ist dem Mundenhof, die Tiere artgerecht zu zeigen. Jeder soll beobachten k├Ânnen, wie sie sich ungest├Ârt und nat├╝rlich verhalten. Werden die Tiere vom Zaun aus gef├╝ttert, wirbelt das die Sozialstruktur in der Gruppe durcheinander. Es kommt zu Streitereien und Futterneid. Dabei k├Ânnen sich die Tiere verletzen. Deshalb gibt es auf dem Mundenhof keine Futterautomaten. Diese w├╝rden dazu f├╝hren, dass die Tiere sich unnat├╝rlich verhalten.

Angriff auf Tierpfleger: Polizei bittet um Hinweise Immer wieder zeigen sich in j├╝ngster Zeit Besucherinnen und Besucher aber uneinsichtig, wenn sie auf das F├╝tterungsverbot hingewiesen werden. Verbale Auseinandersetzungen sind derzeit an der Tagesordnung. Am Montag (25. Mai) gegen 12.50 Uhr kam es nun erstmals sogar zu einem k├Ârperlichen Angriff auf einen Pfleger. Als der Mundenhof-Mitarbeiter vor dem Damwildgehege einen Mann auf das F├╝tterungsverbot hinwies, stie├č dieser ihn vom Fahrrad. Der Mitarbeiter verletzte sich dabei am Ellbogen und am R├╝cken. Nachdem der Mann ihm noch mit der Faust drohte, fuhr er mit einem Fahrrad mit Kinderanh├Ąnger in Richtung Rieselfeld davon.

Der Angreifer war etwa 35-40 Jahre alt, etwa 1,80 Meter gro├č, trug grau melierte k├╝rzere Haare und war von sportlicher Statur. Wer etwas zum Tatgeschehen oder zur Identit├Ąt des Mannes sagen kann, soll sich beim Polizeiposten Freiburg-Rieselfeld (Tel. 0761/476870-0) melden. Das Revier ist montags bis freitags von 7.30 bis 16 Uhr ge├Âffnet. Zu anderen Zeiten ist das Polizeirevier Freiburg-S├╝d (Tel. 0761/882-4421) erreichbar.
 
Eintrag vom: 28.05.2020  




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