Prolixletter
Sonntag, 28. November 2021
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Stadt und B├╝rgerschaft trauern um Thomas Landsberg
Ehemaliger SPD-Stadtrat und B├╝rgermeister starb im
Alter von 65 Jahren nach langer und schwerer Krankheit

OB Dieter Salomon: ÔÇ×Thomas Landsberg war Wegbereiter
einer kommunalen Kulturpolitik der Vielfalt und BuntheitÔÇť

Die Stadt und die Freiburger B├╝rgerschaft trauern um Thomas
Landsberg. Der fr├╝here Kultur- und Schulb├╝rgermeister und
SPD-Stadtrat starb zwei Tage vor Silvester nach langer und
schwerer Krankheit in einer privaten Wohngemeinschaft f├╝r
Alzheimer-Patienten, in der er die letzten f├╝nf Jahre gelebt
hatte. Thomas Landsberg wurde 65 Jahre alt. In der
Stadtpolitik war Thomas Landsberg rund 28 Jahre engagiert:
20 Jahre als Mitglied des Gemeinderats und acht Jahre als
B├╝rgermeister f├╝r Schule, Kultur und Sport.

Geboren am 17. Mai 1945 in G├Âttingen, studierte Thomas
Landsberg nach dem Abitur und dem Wehrdienst
Rechtswissenschaften in G├Âttingen und Freiburg und wurde
nach den juristischen Examen Beamter im Landesdienst als
Dezernent in den Landrats├Ąmtern L├Ârrach und Emmendingen.
1975 wurde Landsberg erstmals in den Gemeinderat gew├Ąhlt,
dem er bis Ende 1989 angeh├Ârte. Zehn Jahre war er
Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion. Thomas Landsberg
vertrat seine Fraktion in zahlreichen Fachaussch├╝ssen und
mehreren Aufsichtgremien st├Ądtischer Gesellschaften. Von
Beginn an engagierte er sich vor allem in der kommunalen
Kulturpolitik. Er geh├Ârte zu den Mitbegr├╝ndern des
Arbeitskreises Alternative Kultur (AAK) und des Kommunalen
Kino.

Ende 1989 w├Ąhlte der Gemeinderat ihn zum B├╝rgermeister;
das Amt trat er Anfang 1990 an und schied aus dem
Gemeinderat aus. Als Dezernent f├╝r Schule, Kultur und Sport
war Thomas Landsberg f├╝r einen Bereich der Stadtpolitik
verantwortlich, der von gro├čen Ver├Ąnderungen gepr├Ągt war.
In seine Amtszeit fielen unter anderem die Verlagerung des
Kepler-Gymnasiums von der Habsburger Stra├če in den neuen
Stadtteil Rieselfeld; Landsberg hatte den Vorschlag eines
Neubaus im Westen anstelle einer Sanierung am alten
Standort vertreten. Auch die ersten Ausbauschritte f├╝r das
Dreisamstadion nach dem Aufstieg des Sportclub Freiburg in
die 1. Bundesliga und die Einrichtung des Kultur- und
Veranstaltungszentrum E-Werk in der Eschholzstra├če, in dem
unter anderem auch der AAK eine eigene Spielst├Ątte
beziehen konnte, wurden in seiner Verantwortung realisiert.
Das wichtigste kulturpolitische Projekt in der Ägide Landsberg
war schlie├člich die Generalsanierung des Theaters mit einem
Gesamtaufwand von mehr als 50 Millionen DM. Nach
zweij├Ąhriger Umbauphase wurde das Theater 1998 wenige
Tage vor Ende seiner Wahlzeit als B├╝rgermeister wieder
er├Âffnet.

1998 schied Thomas Landsberg aus dem Amt aus, nachdem
der Gemeinderat zuvor mehrheitlich die Streichung eines
eigenst├Ąndigen Kulturdezernats beschlossen hatte.

Im Herbst 1999 trat Landsberg f├╝r die SPD erneut zur
Kommunalwahl an und wurde in den Gemeinderat gew├Ąhlt.
Wenig sp├Ąter erkrankte er an Alzheimer und musste nach
Ende der Wahlperiode aus gesundheitlichen Gr├╝nden auf
eine erneute Kandidatur verzichten. Aus dem ├Âffentlichen
Leben zog er sich vollst├Ąndig zur├╝ck. Die letzten f├╝nf Jahre
verbrachte er in einer privaten Wohngemeinschaft f├╝r
Alzheimer-Patienten in Ebnet, wo er nun an den Folgen der
Krankheit verstorben ist.

Oberb├╝rgermeister Dieter Salomon w├╝rdigt in einem
Schreiben an die Witwe und die Kinder Thomas Landsbergs
Verdienste als B├╝rgermeister und Stadtrat: ÔÇ×Er hat den Weg
bereitet f├╝r eine kommunale Kulturpolitik, die durch Vielfalt
und Buntheit gepr├Ągt ist und beispielgebend f├╝r viele andere
St├Ądte geworden ist. Die Freiburger Kultureinrichtungen und
Gruppen trauern um einen guten F├╝rsprecher und Freund.ÔÇť
 
Eintrag vom: 04.01.2011  




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