Prolixletter
Mittwoch, 19. Februar 2020
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Riskante Anlagen: Vorschriften ignoriert
Unternehmen, die Anlegergeld ├╝ber riskante Anlageangebote einwerben oder eingeworben haben, m├╝ssen zeitnah ├╝ber ihre wirtschaftliche Lage informieren. Innerhalb von sechs Monaten nach Gesch├Ąftsjahresende muss der Jahresabschluss beim Bundesanzeiger eingereicht sein. Nach Erfahrungen der Zeitschrift Finanztest kann es ein Warnzeichen f├╝r m├Âgliche Probleme sein, wenn sie dies versp├Ątet oder gar nicht tun. Erstmals hat Finanztest untersucht, ´╗┐wie termintreu die Unternehmen sind. Von 923 Unternehmen waren in 389 F├Ąllen, also 42 Prozent, selbst am 1. Januar 2020 die Jahresabschl├╝sse 2018 noch nicht abrufbar. Das galt vor allem f├╝r Unternehmen aus dem Ausland und Crowdfundings.

Die Sechs-Monats-Frist gilt f├╝r geschlossene Investment-Kommanditgesellschaften (alternative Investmentfonds, AIF), Verm├Âgensanlagen seit Juli 2012 und Schwarmfinanzierungen mit Verm├Âgensanlagen-Informationsblatt (VIB) seit Juli 2015. Entspricht das Gesch├Ąftsjahr 2018 dem Kalenderjahr, mussten sie ihren Jahresabschluss also bis einschlie├člich 30. Juni 2019 einreichen. Verst├Â├če sind keine Lappalie: Die Bundesanstalt f├╝r Finanzdienstleistungsaufsicht hat die Befugnis, Ungereimtheiten in Jahresabschl├╝ssen nachzugehen. Die sind aber nur zu erkennen, wenn die Zahlen vorliegen.

Negativ fielen Verm├Âgensanlagen wie Nachrangdarlehen und partiarischen Darlehen auf, bei denen die Rendite der Anleger zwar von den Unternehmensergebnissen abh├Ąngt, sie aber keine Mitspracherechte haben. Bei Schwarmfinanzierungen (Crowdfundings) fehlten selbst am 1. Januar 2020 noch 332 von 555 Jahresabschl├╝ssen. Von den 124 Unternehmen aus dem Ausland war nur ein Abschluss ver├Âffentlicht.

Anleger zeichnen die riskanten Angebote bei den Unternehmen, ├╝ber Vermittler oder Crowdfunding-Plattformen und hoffen auf hohe Renditen. Dass gerade die Crowdfundings negativ auffallen, ist umso ├Ąrgerlicher, da Anleger fast nie Mitspracherechte haben und viel Vertrauen aufbringen m├╝ssen, weil in diesen F├Ąllen kein ausf├╝hrlicher Verkaufsprospekt vorgeschrieben ist.

Der Artikel Riskante Anlagen findet sich in der M├Ąrz-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online unter ´╗┐www.test.de/unternehmensbeteiligung abrufbar.
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Eintrag vom: 13.02.2020  




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