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Montag, 6. Dezember 2021
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Tierischer Shootingstar: Wolf tapst in WWF-Fotofalle
Foto-Nachweis fĂŒr Wolf in LĂŒbtheener Heide.
WWF: RĂŒckkehr der Wölfe schreitet voran.

Die RĂŒckkehr des Wolfes nach Deutschland schreitet nach Informationen der Umweltschutzorganisation WWF weiter voran. Jetzt gelangen in der LĂŒbtheener Heide dank einer WWF-Fotofalle Aufnahmen eines vermutlich mĂ€nnlichen Tieres. „Die Aufnahmen der Fotofalle sind ein weiterer Beweis dafĂŒr, dass der Wolf trotz mancher RĂŒckschlĂ€ge seine alte Heimat Deutschland wiederbesiedelt“, freut sich Volker Homes, Leiter WWF Artenschutz. Das Exemplar aus Mecklenburg-Vorpommern hat sein Revier in einem Areal, das heute noch von der Bundeswehr als militĂ€rischer ÜbungsplĂ€tze genutzt wird. Seit dem FrĂŒhjahr 2010 hat der WWF insgesamt zehn Fotofallen in der Region aufgestellt, um den scheuen Wölfen auf die Spur zu kommen.

Zwar gibt es bisher keinen genetischen Nachweis ĂŒber Herkunft, Alter und Geschlecht des Tieres doch der Wildbiologe Norman Stier, zustĂ€ndig fĂŒr die Koordinierung des Wolfsmonitorings in Mecklenburg-Vorpommern, ist sich sicher, dass der Wolf schon etwas lĂ€nger in dem Gebiet unterwegs ist. „Wir finden bereits seit MĂ€rz 2008 immer wieder die gleichen Spurmaße. Trotzdem ist jeder Fotobeweis ein besonderes Highlight“, erklĂ€rt Stier. Die Fotofallen werden per Bewegungsmelder ausgelöst und produzieren, sobald sich ein Tier vor der Linse bewegt, eine digitale Fotoaufnahme.

Außer in der LĂŒbtheener gibt es in Mecklenburg-Vorpommern nach WWF-Angaben auch in der UeckermĂŒnder Heide ein nachgewiesenes Exemplar. Außerdem liegen einige „Verdachtsmomente“ vor, nach denen die Anwesenheit eines zweiten Wolfes möglich sein könnte. Deutschlandweit gibt es nach SchĂ€tzung des WWF zwischen 50 und 60 Wölfe. Ein Großteil davon lebt in der sĂ€chsischen Lausitz. Aber auch aus anderen Regionen, wie etwa Hessen oder Bayern, werden immer wieder Sichtungen gemeldet.

UrsprĂŒnglich war der Wolf unter den GroßsĂ€ugern das Tier mit der grĂ¶ĂŸten weltweiten Verbreitung. Er bevölkerte die gesamte nördliche Halbkugel nördlich des 15. Breitengrades (inklusive Mexiko, Nordafrika, Arabien und Indien). Gnadenlose Verfolgung und Lebensraumzerstörung haben dazu gefĂŒhrt, dass der Wolf in Westeuropa und selbst in Skandinavien in der Mitte des 19. Jahrhunderts ausgerottet war. Allerdings schickt sich Canis lupus seit mehr als 20 Jahren wieder an, aus dem Osten kommend, seine alten Verbreitungsgebiete wieder zu besiedeln.
 
Eintrag vom: 26.08.2010  




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