Prolixletter
Sonntag, 28. November 2021
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Bahnhof Littenweiler
Die Neuordnung des Bahnhofsbereiches kann beginnen

Stadt Freiburg einigt sich nach komplexen Verhandlungen mit Land, Bund, Deutscher Bahn und privater Seite

Die Neuordnung und Entwicklung des Bahnhofs Littenweiler und seiner Umgebung kann beginnen. Die Stadt Freiburg hat sich nach langen, komplexen Verhandlungen mit den Inhabern der ├╝brigen Grundst├╝cke vor Ort geeinigt. Konkret wurde Folgendes vereinbart:

Der Standort f├╝r die B├Ąckerei Heitzmann ist gesichert; nach M├Âglichkeit soll sie im alten Bahnhofsgeb├Ąude, ansonsten auf der westlichen Fl├Ąche des Bahnhofareals untergebracht werden. Das Reiseb├╝ro Gleisnost soll am Standort erhalten werden. Die Stadt erwirbt die Vorkaufs- und weitere Fl├Ąchen von der Bahn und dazu erg├Ąnzend auch Landesfl├Ąchen. Alle Verfahrensbeteiligten haben Vertraulichkeit ├╝ber die Konditionen vereinbart.

Die Verhandlungen zwischen Stadt, Land, Bund, Deutsche Bahn AG und privater Seite hatten ein knappes Jahrzehnt gedauert. Die Voraussetzungen zum Abschluss der folgenden Vertr├Ąge liegen nun vor:
a) der Tauschvertrag der Stadt Freiburg mit dem Land BadenW├╝rttemberg ├╝ber den fl├Ąchen- und wertgleichen Tausch von Grundst├╝cken s├╝dlich des Bahnhofs Littenweiler,
b) der gerichtliche Vergleich zur Aus├╝bung des st├Ądtischen Vorkaufsrechts an einer Teilfl├Ąche von Flurst├╝ck 3775/6,
c) der st├Ądtische Erwerb einer weiteren, 3.015 Quadratmeter gro├čen Teilfl├Ąche von Flurst├╝ck 3775/6 am Bahnhof Littenweiler; und
d) ein Optionsvertrag der Stadt mit der B├Ąckerei Heitzmann.
Der Gemeinderat wird dar├╝ber in seiner Sitzung am 26. M├Ąrz beschlie├čen (Drucksache G-19/015).

Aufgrund der inzwischen ver├Ąnderten Rahmenbedingungen wird es Ver├Ąnderungen zur fr├╝heren Planung geben. Zwischen der Stadt, der P├Ądagogischen Hochschule und dem Landesbetrieb Verm├Âgen und Bau (Amt Freiburg) wird das weitere Vorgehen abgestimmt. Der st├Ądtische Bauausschuss und die Presse werden im zweiten Halbjahr ├╝ber das weitere Vorgehen informiert.

Vorgeschichte

F├╝r das Areal des Bahnhofes Littenweiler ist seit l├Ąngerer Zeit eine st├Ądtebauliche Neuordnung vorgesehen. An seiner Entwicklung besteht auch ein gro├čes Interesse der B├╝rgerschaft. Darum fand im April 2010 in der P├Ądagogischen Hochschule eine ├Âffentliche Planungswerkstatt unter Leitung des damaligen Leiters des Baureferats statt. Damals haben ├╝ber 70 B├╝rgerinnen und B├╝rger zusammen mit B├╝rgervereinen, Einzelhandel, ├ärzteschaft und Fach├Ąmtern eine Reihe von Vorschl├Ągen erarbeitet. Unter anderem ging es um die Themen Bebauung, Wohnen, Einzelhandel, Dienstleistung, Verkehr, Parken und Freiraumgestaltung.

So sollte die Bauverwaltung beim Bahnhof Littenweiler eine attraktive Quartiersmitte schaffen, mit Einzelhandel, Dienstleistungen und einem Reiseb├╝ro, das auch Fahrkarten verkauft. Zudem sollte sie den Bahnhofsvorbereich gestalterisch aufwerten, zus├Ątzlichen Wohnraum f├╝r den Stadtteil schaffen und einen attraktiven Zugang zum Bahnhof sichern. Auch des Bahnhofsgeb├Ąudes selbst nahm sich die Planungswerkstatt seinerzeit an: Der denkmalgesch├╝tzte Bau sollte saniert und danach neu genutzt werden.

Vor diesem Hintergrund beschloss der Gemeinderat im November 2012 den Bebauungsplan ÔÇ×Bahnhof LittenweilerÔÇť und zugleich ein besonderes Vorkaufsrecht f├╝r seinen Geltungsbereich. Die Grundst├╝cks-Situation im Gebiet des B-Planes war damals (und ist bis heute) kompliziert. Urspr├╝nglich standen 5.260 Quadratmeter im Eigentum der Deutschen Bahn (DB Netz AG und DB Station & Service AG), 1.300 qm geh├Ârten dem Immobilien-Entwickler Aurelis Asset und 1.480 qm dem Land Baden-W├╝rttemberg. Die 3.900 Quadratmeter, die damals bereits im Eigentum der Stadt standen, waren Baufl├Ąche (1.550 qm) oder Erschlie├čungsfl├Ąche (2.350 qm). Um hier eine st├Ądtebauliche Neuordnung zu erm├Âglichen, nahm die Stadt Verhandlungen mit den weiteren Grundst├╝ckseigent├╝mern auf.

Ein 1.261 qm gro├čes Grundst├╝ck wurde im September 2013 von Aurelis gekauft. Darauf hat die Stadt das Fl├╝chtlingswohnheim H├Âllentalstra├če 1a gebaut und in Betrieb genommen.

F├╝r eine sinnvolle Umgestaltung des Bahnhofsareals wird aber auch ein Teil des Parkplatzes der P├Ądagogischen Hochschule ben├Âtigt, der s├╝dlich des Bahnhofes liegt und noch dem Land geh├Ârt. Darum hat die Stadt nun mit dem Land einen Tauschvertrag geschlossen, mit dem beide Seiten Grundst├╝cke mit einer Gesamtgr├Â├če von je 1.482 qm fl├Ąchen- und wertgleich tauschen.
 
Eintrag vom: 29.03.2019  




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