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Mittwoch, 20. Februar 2019
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Gelungener Jahresstart fĂŒr Rothenburgs Rathaus
Rothenburg o.d.T.: Rathaus (c) Rossner / DSD
 
Gelungener Jahresstart fĂŒr Rothenburgs Rathaus
Ortskuratorin ĂŒberbringt Fördernachricht der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Gleich am 2. Januar 2018 gibt es eine gute Nachricht fĂŒr das Rathaus in Rothenburg ob der Tauber: um 15.00 Uhr ĂŒberbringt Elisabeth Balk vom Ortskuratorium FrĂ€nkische Stadtbaumeister der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gemeinsam mit Bezirksstellenleiter Friedrich MĂŒller von Lotto Bayern einen symbolischen Fördervertrag an BĂŒrgermeister Kurt Förster. Damit stehen weitere 50.000 Euro fĂŒr die Instandsetzung des Treppenturms am Hauptzugang des Rathauses zur VerfĂŒgung.

Das aus zwei GebĂ€udeteilen bestehende Rathaus in Rothenburg ob der Tauber geht bis in die Zeit der Gotik zurĂŒck. Seine heutige Form erhielt es in mehreren Schritten nach einem Brand 1501. Von den beiden eng miteinander verbundenen, nur durch einen engen Lichthof getrennten GebĂ€uden wurde zunĂ€chst der Ă€ltere Teil mit seinem den Giebel ĂŒberragenden und stadtbildprĂ€genden Turm wiederaufgebaut. Erst 1572-78 folgte der Aufbau des direkt am Marktplatz gelegenen östlichen Teils als neues Rathaus, nun im Renaissancestil. Als Schöpfer gilt der Baumeister Nikolaus Hofmann aus Halle an der Saale, der dem Komplex sein heutiges Aussehen gab. 1681 ergĂ€nzte der damalige Stadtbaumeister Kaspar FĂŒrlein einen Laubengang, der einen Altan trĂ€gt. Diesen sich fast ĂŒber die gesamte LĂ€ngsseite zum Marktplatz erstreckenden Balkon ĂŒberragt in der Mitte der mĂ€chtige Treppenturm, von dem das GebĂ€ude erschlossen wird.

Nach der umfangreichen Instandsetzung des Altans steht nun in einem weiteren Bauabschnitt die Restaurierung des Treppenturms an. Durch Haarrisse im Gestein des Turms dringt Feuchtigkeit ein, der Sockel ist durch Salzkrusten geschĂ€digt, metallene Verbindungselemente sind korrodiert und haben bereits Teile der originalen Natursteine herausgesprengt. Außerdem steht eine Erneuerung der Kupfereindeckung der aufwendig gestalteten Turmhaube an.

Das Rathaus, dessen Altansanierung die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits 2013 mit 90.000 Euro unterstĂŒtzen konnte, ist eines der ĂŒber 440 Projekte, die die in Bonn ansĂ€ssige private Stiftung dank privater Spenden und Mitteln der GlĂŒcksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.
 
Eintrag vom: 06.01.2019  




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