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Mittwoch, 20. Oktober 2021
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Bauhaus und moderne Kunst im S├╝den
Baden-W├╝rttemberg feiert 100 Jahre Bauhaus

STUTTGART, Dezember 2018 ÔÇô Wenn sich 2019 die Gr├╝ndung der legend├Ąren Kunstschule Bauhaus zum 100. Mal j├Ąhrt, erinnern auch in Baden-W├╝rttemberg Museen, Ausstellungen und Baudenkmale an die Epoche der Moderne und ihre Protagonisten. Viele Bauhaus-K├╝nstler haben in Deutschlands S├╝den gewirkt und dort Spuren hinterlassen. ÔÇ×Wir nehmen daher das Bauhaus-Jubil├Ąum zum Anlass, die Zeugnisse der Moderne 2019 in den Mittelpunkt der touristischen Vermarktung Baden-W├╝rttembergs zu stellenÔÇť, sagte Andreas Braun, Gesch├Ąftsf├╝hrer der Tourismus Marketing GmbH Baden-W├╝rttemberg (TMBW). ÔÇ×Das Jubil├Ąum verspricht weltweit hohe Aufmerksamkeit f├╝r die Themen Bauhaus und moderne Kunst und bietet die Chance, Baden-W├╝rttembergs Profil als Kulturreiseziel weiter zu sch├ĄrfenÔÇť, so Braun.

Orte der Moderne
Auf einer Spurensuche zu Bauhaus und moderner Kunst im S├╝den kann man sich dem Thema auf unterschiedlichen Wegen n├Ąhern. Einer davon ist eine Tour zu den wichtigsten Stationen der Moderne in Baden-W├╝rttemberg. Dazu geh├Ârt etwa die Stuttgarter Weissenhofsiedlung, eines der bekanntesten Wohnexperimente der Klassischen Moderne. Mit H├Ąusern von Ludwig Mies van der Rohe oder Hans Scharoun steht sie beispielhaft f├╝r das Neue Bauen. Zwei Wohnh├Ąuser des schweizerisch-franz├Âsischen Architekten Le Corbusier geh├Âren inzwischen gar zum Weltkulturerbe der Unesco. In einem der beiden k├Ânnen heutige Besucher nachvollziehen, wie man sich 1927 die Zukunft des Wohnens vorstellte. Nicht weniger bedeutend ist die Siedlung Dammerstock, die 1929 nach Entw├╝rfen des Bauhaus-Gr├╝nders Walter Gropius in Karlsruhe errichtet wurde. Beide stehen am Beginn einer einzigartigen Zeitreise durch die Baukunst der Moderne in Baden-W├╝rttemberg. Nicht fehlen sollte bei dieser Spurensuche auch das ÔÇ×Haus auf der AlbÔÇť bei Bad Urach: Vor gr├╝ner Kulisse erstrahlen dort seit 1930 die wei├čen Fronten des ehemaligen Erholungsheims, das heute von der Landeszentrale f├╝r politische Bildung genutzt wird. In Ulm lohnen die von Max Bill entworfenen Bauten der Hochschule f├╝r Gestaltung (HfG) einen Besuch. Die 1953 gegr├╝ndete Hochschule machte es sich nach dem Zweiten Weltkrieg zur Aufgabe, die Bauhaus-Ideen fortzuf├╝hren. Viele der aus ihr hervorgegangenen Design-Klassiker lassen sich heute im HfG-Archiv bewundern. Neben diesen Stationen gibt es viele weitere Orte der Moderne, die direkt oder indirekt auf die Gestaltungsprinzipien des Bauhauses zur├╝ckgehen. Wer sich mit diesem Erbe besch├Ąftigt, wird ├╝berall in Baden-W├╝rttemberg auf Bauten dieser faszinierende Epoche sto├čen.

Museen von Weltrang
Neben den baulichen Zeugnissen der Moderne lohnt auch ein Gang durch die Museen, in denen Kunstwerke von der kulturellen Bl├╝tezeit und vom Lebensgef├╝hl dieser Zeit berichten. In der Stuttgarter Staatsgalerie lassen die Figurinen von Oskar Schlemmers Triadischem Ballett erahnen, wie radikal sie auf seine Zeitgenossen gewirkt haben m├╝ssen. Gleich nebenan im Kunstmuseum zeigt Otto DixÔÇś ber├╝hmtes Gro├čstadttriptychon Licht und Schatten der ÔÇ×Roaring TwentiesÔÇť, vom glamour├Âsen Nachtleben bis zu den Kriegskr├╝ppeln auf der Stra├če. Viele Museen, die Kunst der Moderne zeigen, wurden selber zu ikonischen Bauwerken. Dazu geh├Âren etwa Frank Gehrys Vitra-Museum in Weil am Rhein, Richard Meiers Museum Frieder Burda in Baden-Baden oder die 2017 neu er├Âffnete Erweiterung der Mannheimer Kunsthalle. Und so manches Museum greift das Bauhaus-Jubil├Ąum auf und erz├Ąhlt in Sonderausstellungen von Geschichte und Gegenwart dieser einzigartigen Kunstschule.

Schlemmen im Denkmal
Nach so viel Kunstgenuss ist es Zeit f├╝r eine Pause. In manchem Kulturdenkmal der Moderne l├Ąsst sich heute stilvoll schlemmen oder bei einer Tasse Kaffee ├╝ber die ├Ąsthetischen Errungenschaften jener Epoche nachdenken. Purismus und Reduktion wirken auf den ersten Blick zwar kaum vereinbar mit ausschweifenden Genusserlebnissen. Doch wo moderne Architektur auf raffinierte Kulinarik trifft, entsteht oft Raum f├╝r besonders geschmackvolle Momente f├╝r Gaumen und Geist. Wer die Moderne mit allen Sinnen erleben m├Âchte, findet zum Beispiel in der Karlsruher Siedlung Dammerstock ein Restaurant, das bereits 1929 errichtet wurde und heute nach den Prinzipien von Slow-Food gef├╝hrt wird. Am Bodensee speisen Besucher des Zeppelin Museums in einem Restaurant, das Anfang der 1930er Jahre im damaligen Bahnhofsgeb├Ąude in Friedrichshafen entstand. Und auch in den Wartepavillons, die der Bauhaus-Sch├╝ler Hermann Blomeier 1951 f├╝r die F├Ąhrh├Ąfen in Meersburg und Konstanz errichtete, l├Ąsst sich heute in schwerelos wirkender Nachkriegsmoderne schlemmen und genie├čen ÔÇô in bester Premiumlage direkt am See.

INFO
Weiterf├╝hrende Informationen zu den Themen Bauhaus und moderne Kunst sowie zu den aktuellen Bauhaus-Ausstellungen in Baden-W├╝rttemberg gibt es unter: www.tourismus-bw.de/kultur.
Auch im neuen Urlaubsmagazin ÔÇ×S├╝denÔÇť gibt es Geschichten ├╝ber Bauhaus-K├╝nstler, Avantgarde und Architektur in Baden-W├╝rttemberg. Es kann kostenlos bestellt werden unter prospektservice@tourismus-bw.de.

zum Bild oben:
Baden-Baden: Museum Frieder Burda (c) TMBW / Jochen Tack
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Eintrag vom: 25.12.2018  




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