Prolixletter
Montag, 6. Dezember 2021
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Karlsruhe: Karlsruhes Silhouette gesamtstädtisch steuern
Planungsausschuss bef√ľrwortet die Erarbeitung eines H√∂henkonzepts

Sind Hochh√§user sinnvoll und wenn ja: Wo k√∂nnten Hochpunkte gesamtst√§dtische Vorteile bieten? Welche Kriterien bedarf es, damit Hochh√§user zu Karlsruhe passen? Angesichts der innerst√§dtisch gebotenen Nachverdichtung m√∂chte die Stadt mit einem H√∂henentwicklungskonzept das Verdichtungspotenzial f√ľr die Innenentwicklung konkretisieren und das Bauen in die H√∂he planerisch steuern. In nicht√∂ffentlicher Sitzung sprach sich der Planungsausschuss am Mittwoch (17. Januar) unter Vorsitz von B√ľrgermeister Michael Obert daher einstimmig f√ľr einen gesamtst√§dtischen Blick auf die verschiedenen Aspekte einer vertikalen Innenentwicklung aus. Hierzu wird die Verwaltung eine Planungsgemeinschaft beauftragen, welche das strategische Grundsatzpapier im Dialog mit der √Ėffentlichkeit erarbeiten soll. Der Prozess wird durch ein Expertengremium aus st√§dtischen Fachleuten sowie externen Sachverst√§ndigen begleitet.

Welches der vier nach einem Vor-Auswahlverfahren bereits in die engere Wahl gekommenen B√ľros zum Zuge kommt, entscheidet im Februar das Expertengremium. Erste Ergebnisse zu Analyse und Konzeptplan werden dann in einem √∂ffentlichen Workshop im Sommer dieses Jahres vorgestellt.

Potenzialfl√§chen f√ľr eine h√∂here st√§dtebauliche Ausnutzung aufzeigen

Das Konzept zur Stadt-Silhouette soll schon vorhandene Leitbilder und Entwicklungskonzepte unterf√ľttern. Denn Klimaanpassungsplan, Verkehrsentwicklungsplan, Dichtekonzept und nicht zuletzt das historische Erbe der F√§cherstadt legen nahe, sich in einem umfassenden Prozess mit den Aspekten einer h√∂heren st√§dtebaulichen Ausnutzung und Vertr√§glichkeit auseinanderzusetzen. So enth√§lt etwa das R√§umliche Leitbild den Auftrag, ein Hochhauskonzept ‚Äězur Inszenierung der Stadteing√§nge‚Äú zu erarbeiten. Auszuloten sei zudem, wie √ľber eine hohe Bebauung ein Mehrwert f√ľr die Allgemeinheit generiert werden kann.

Die Studie soll Potenzialfl√§chen f√ľr eine h√∂here st√§dtebauliche Ausnutzung durch Aufstockung, h√∂here Geb√§ude oder Hochh√§user aufzeigen. Dabei gelte es, den Hochhausbegriff - laut baurechtlicher Definition Geb√§ude ab 22 Meter - f√ľr verschiedene Standorte zu pr√§zisieren. Das Konzept soll aber auch Tabubereiche definieren. Unter anderem durch das Herunterbrechen auf Teilr√§ume sollen wesentliche klimatische, soziale, freiraumplanerische und wirtschaftliche sowie verkehrliche Aspekte und deren Zusammenwirken veranschaulicht werden. F√ľr die Entwicklung des strategischen Planwerks ist ein Zeitraum von rund eineinhalb Jahren vorgesehen. Der H√∂henentwicklungsplan wird vom Gemeinderat als Rahmenplan beschlossen und ist dann Zielvorgabe f√ľr alle folgenden Bebauungspl√§ne. Gerade auch f√ľr Investorengespr√§che gibt er vor Schaffung eines Baurechts die Richtschnur vor.

Die Tage der ‚ÄěElefantenhalle‚Äú auf dem Kronenplatz sind gez√§hlt

Weiteres Thema im Planungsausschuss war das vorgesehene Sanierungsgebiet Innenstadt-Ost und hier die √úberdachung des s√ľdlichen Teils des Kronenplatzes. Das Gremium war sich mit B√ľrgermeister Obert darin einig, dass die Beseitigung der sogenannten ‚ÄěElefantenhalle‚Äú dem √∂ffentlichen Raum gut t√§te. Die Stahlkonstruktion war urspr√ľnglich als Markthalle gedacht, hat diese Funktion aber nie wahrgenommen. B√ľrgermeister Obert sicherte zu, dass die Verwaltung vor einem Abriss nach eventuellen Interessenten Ausschau halte.

Die Wegnahme der √úberdachung markiert den Auftakt der im Sanierungskonzept f√ľr die Innenstadt-Ost vorgesehenen Neugestaltung des s√ľdlichen Kronenplatzes. √úber ein Sanierungsprogramm m√∂chte die Stadt st√§dtebauliche und freiraumplanerische Missst√§nde angehen, die sich unter anderem am Kronenplatz festmachen lassen. Aktuell wird der Kronenplatz aufgrund seiner Struktur seiner zentralen Rolle f√ľr die √∂stliche Innenstadt im Hinblick auf die Adressbildung und seiner Funktion als Frequenzbringer f√ľr die Kaiserstra√üe und seine Aufenthaltsqualit√§t nicht gerecht. Die Neuordnung der beiden Platzr√§ume des Kronenplatzes zielt auf eine Belebung des n√∂rdlichen Platzteils durch eine entsprechend √∂ffentliche Nutzung. F√ľr den s√ľdlichen Teil wird eine bessere Bespielung des Platzraumes bei st√§dtebaulicher Optimierung angestrebt. Den Weg bereiten soll hier in einem ersten Schritt die Beseitigung der √úberdachung am S√ľdrand des Platzraumes.

Querungshilfe √ľber Rintheimer Querallee hat sich bew√§hrt

Eine Ampel an der Kreuzung Hagsfelder Allee ‚Äď Rintheimer Querallee/Hirtenweg bringt f√ľr Radfahrer im Vergleich zur heutigen Situation keine Verbesserung. Darin waren sich im Ausschuss alle einig. Auch die SPD, die einen entsprechenden Antrag gestellt hatte, sah diesen nach Erl√§uterungen des Tiefbauamts als erledigt an. Da die Fahrradachse aufgrund Ausbaus des Technologieparks weiter an Bedeutung gewinnen k√∂nnte, sicherte Obert zu, die Situation im Auge zu behalten.

Die SPD hatte sich f√ľr eine Bedarfsampel oder ‚Äěschlafende Ampel‚Äú eingesetzt, da Radler auf der Strecke zwischen Hagsfelder Allee und Technologiepark am Hirtenweg oft lange auf eine sichere Querung warten m√ľssten. Aufgrund einer √§hnlich lautenden Anfrage aus der B√ľrgerschaft hatte die Verwaltung die Verkehrsbeziehungen bereits vor einigen Monaten vor Ort √ľberpr√ľft. Ergebnis: Bei der vorhandenen Verkehrsbelastung von rund 7.000 Fahrzeugen t√§glich im Querschnitt ist sowohl f√ľr Radfahrende als auch f√ľr den Kfz-Verkehr keine Ampel erforderlich. Der in den Hirtenweg eingebaute Fahrbahnteiler erlaubt es Radlern, bei st√§rkerem Verkehrsaufkommen zumindest die H√§lfte der Fahrbahn zu queren, um dann nach kurzem Zwischenhalt die zweite Fahrbahnh√§lfte zu queren. Nur sehr selten komme es zu Wartezeiten l√§nger als zehn Sekunden. Die Sichtbeziehungen f√ľr und auf die Radfahrenden seien sehr gut. Es handle sich nicht um einen Unfallschwerpunkt. Der Aufwand f√ľr die Installation und den Betrieb einer Signalanlage st√ľnde in einem Missverh√§ltnis zum tats√§chlichen Nutzen, die die Ampel f√ľr Radfahrende h√§tte, hatte die Verwaltung ausgef√ľhrt. Zu sehen sei auch, dass querende Radfahrer bei einer Signalisierung mindestens sieben Sekunden auf das angeforderte Gr√ľn warten m√ľssten.
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Eintrag vom: 19.01.2018  




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