Prolixletter
Sonntag, 28. November 2021
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Bilanz des Unwetters in Freiburg
Rund 40 BĂ€ume mĂŒssen ersetzt werden. AufrĂ€umarbeiten dauern voraussichtlich zwei Wochen

Rund 40 BĂ€ume im gesamten Stadtgebiet mĂŒssen ersetzt werden. Das ist die vorlĂ€ufige Bilanz des Garten- und Tiefbauamts (GuT) nach dem Unwetter am vergangenen Wochenende.

Das GuT ist derzeit vor allem mit AufrĂ€umarbeiten beschĂ€ftigt, um die Behinderungen und Gefahren durch herumliegende Baumteile und Äste möglichst schnell zu beseitigen. Am wichtigsten sind die AufrĂ€umarbeiten an Straßen und Radwegen und in den Park- und GrĂŒnanlagen. Die Arbeiten werden voraussichtlich zwei Wochen dauern.

Noch lĂ€ngere Zeit wird das GuT mit den SchĂ€den beschĂ€ftigt sein. So mĂŒssen viele BĂ€ume, an denen Äste oder Teile der Baumkrone abgebrochen sind, nachgeschnitten werden, um wieder eine gleichmĂ€ĂŸige Baumkrone zu erhalten. An einigen Stellen mĂŒssen auch Wege ausgebessert oder erneuert werden. Dies ist beispielsweise bei dem Gehweg vor dem Alten Kloster notwendig.

Außerdem mĂŒssen die Fachleute des GuT nach dem heftigen Sturm viele BĂ€ume im gesamten Stadtgebiet kontrollieren.

Der Grund fĂŒr die großen SchĂ€den lag zum einen an den heftigen Windböen, die in den HĂ€userschluchten wie durch einen Windkanal noch verstĂ€rkt wurden, und zum anderen an der Jahreszeit. Laut einem Wetterkurzgutachten von MeteoData herrschte in Freiburg eine WindstĂ€rke von bis zu 100 km/h. Anders als beim Sturm Lothar waren vor allem LaubbĂ€ume betroffen, die dem Wind bei voller Belaubung eine große AngriffsflĂ€che bieten.

Alle stĂ€dtischen BĂ€ume werden mindestens einmal pro Jahr auf ihre Stand- und Verkehrssicherheit hin beurteilt. Wenn SicherheitsmĂ€ngel von außen erkannt werden, werden diese umgehend beseitigt. Bei einem Sturm mit Windböen, wie beim Gewitter am vergangenen Freitag, können jedoch auch völlig gesunde BĂ€ume und Äste brechen. Bei den umgefallenen BĂ€umen oder abgebrochenen Ästen wurden, so die erste Schadensbeurteilung des GuT, keine VorschĂ€digungen festgestellt.

Die 40 umgestĂŒrzten oder massiv geschĂ€digten BĂ€ume werden in der Regel ersetzt. Auch wenn das Bild in den Straßen, PlĂ€tzen und Parkanlagen nach dem Sturm etwas anderes vermuten ließ, so sind die SchĂ€den doch lokal begrenzt. Nach den AufrĂ€umarbeiten werden kaum mehr LĂŒcken im Baumbestand auffallen. Allerdings gibt es einzelne BĂ€ume, die durchaus im Stadtbild fehlen werden. So haben die beiden umgestĂŒrzten Kastanien vor dem Schwarzen Kloster eine große LĂŒcke in der Baumreihe hinterlassen und auch auf dem StĂŒhlinger Kirchplatz oder in der Wannerstraße mĂŒssen geschĂ€digte BĂ€ume entfernt werden, die deutliche LĂŒcken hinterlassen werden.

Die Kosten fĂŒr die Ersatzpflanzungen liegen bei rund 20.000 Euro. StĂ€rker ins Gewicht fallen jedoch die Kosten fĂŒr die AufrĂ€umarbeiten und die Nachbehandlung geschĂ€digter BĂ€ume, die nicht entfernt, aber beschnitten werden mĂŒssen, sowie fĂŒr zusĂ€tzliche Baumkontrollen, die nach einem Sturm dieser GrĂ¶ĂŸenordnung notwendig werden. Diese Kosten werden auf 160.000 Euro geschĂ€tzt. Noch nicht zu beziffern sind die Kosten fĂŒr die Wiederherstellung von Wegen.

Da der Gewittersturm als so genannte höhere Gewalt eingestuft wird, haftet die Stadt als EigentĂŒmer der BĂ€ume nicht fĂŒr die verursachten SchĂ€den an Privateigentum. Dies mĂŒssen entweder die Teilkaskoversicherung bei Fahrzeugen oder die GebĂ€udeversicherung bei GebĂ€uden ĂŒbernehmen.
 
Eintrag vom: 27.08.2017  




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