Prolixletter
Sonntag, 28. November 2021
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Tel Aviv verzichtet derzeit auf weitere formelle Städtepartnerschaften
Kooperations- und Freundschaftsvertrag soll Kontakte und Zusammenarbeit zwischen Tel Aviv und Freiburg gestalten und weiter entwickeln

OB Dieter Salomon: ‚ÄěKonkretes Abkommen f√ľr definierte Projekte erreicht dasselbe Ziel wie eine formelle Partnerschaft‚Äú

Die partnerschaftlichen Verbindungen sollen k√ľnftig mit einem eigenen ‚ÄěKooperations- und Freundschaftsvertrag‚Äú ausgestaltet und weiter entwickelt werden. Diesen Vorschlag wird Oberb√ľrgermeister Dieter Salomon sp√§testens bis zur Sommerpause in den Gemeinderat einbringen und zur Abstimmung stellen. OB Salomon greift damit eine Anregung von Tel Avivs B√ľrgermeister Ron Huldai auf. Da die Stadt Tel Aviv derzeit aus grunds√§tzlichen Erw√§gungen von einer formellen St√§dtepartnerschaft absehen m√∂chte, schl√§gt Huldai vor, die bereits bestehenden sehr regen Verbindungen zwischen Freiburg und Tel Aviv in einem Vertrag zwischen beiden St√§dten zu benennen und Ziele der Zusammenarbeit zu definieren. In seiner Korrespondenz mit OB Salomon weist B√ľrgermeister Huldai ausdr√ľcklich darauf hin, dass ein solches Abkommen bei einer Weiterentwicklung flexibel sei und dem Charakter der St√§dteverbindung angepasst werden k√∂nne. √Ąhnliche Vertr√§ge hat die Stadt Tel Aviv bereits in den letzten drei Jahren mit Paris, Barcelona und Moskau abgeschlossen, die jeweils auf konkreten und erfolgreich laufenden Projekten basieren.

Die Entscheidung f√ľr einen Kooperations- und Freundschaftsvertrag und gegen eine formelle St√§dtepartnerschaft zum jetzigen Zeitpunkt sei kein Votum gegen Freiburg, sondern sei seit einiger Zeit √ľbliche Praxis in Tel Aviv, betonte B√ľrgermeister Huldai, der auch in der Vergangenheit immer f√ľr einen Freundschafts- und Kooperationsvertrag mit Freiburg anstelle einer formellen Partnerschaft pl√§diert hatte. Der Grund: Weil Tel Aviv bereits Partnerschaften mit rund zwei Dutzend St√§dten in aller Welt unterh√§lt, verzichtet die Stadtregierung derzeit auf weiteren St√§dtepartnerschaften. Deshalb bestehen mit zahlreichen weiteren St√§dten Vereinbarungen, die h√§ufig erfolgreicher und lebhafter seien als Partnerschaften. In diesen Kreis geh√∂re auch Freiburg, stellt Huldai klar: ‚ÄěWir sch√§tzen die Beziehungen zu Freiburg sehr, und ebenso die sehr extensiven Aktivit√§ten auf beiden Seiten, die die wahre Bedeutung einer St√§dtefreundschaft einschlie√üen!‚Äú

Oberb√ľrgermeister Dieter Salomon begr√ľ√üt die Zusage. ‚ÄěDas ist keine √úberraschung, sondern best√§tigt die bisherigen Aussagen aus Tel Aviv. Ron Huldai und die Tel Aviver Stadtregierung haben immer deutlich gemacht, wie sehr sie an der Verbindung zu Freiburg und an einem Austausch √ľber Umwelt- und Klimaschutzpolitik interessiert sind. Das ‚ÄöMemorandum of Understanding‚Äė von 2012 hat bereits viele Themen und Projekte benannt. Das ist eine gute Grundlage f√ľr eine nachhaltige Zusammenarbeit.‚Äú Bereits in der Vergangenheit sei Freiburg bei offiziellen Veranstaltungen oder Jubil√§en in einer Reihe mit den offiziellen Partnerst√§dten genannt worden. Der Stadt Freiburg ist daran gelegen, dass die Vereinbarung anl√§sslich des 50. Jahrestags der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland unterzeichnet wird. Dieses Datum bildet auch den Schwerpunkt der Projekte, die f√ľr das laufende Jahr mit Tel Aviv verabredet worden sind.

Die Verbindungen zwischen der mit 400.000 Einwohnern zweitgr√∂√üten Stadt Israels und Freiburg reichen mehrere Jahre zur√ľck und sind vor allem vom heutigen Freundeskreis Freiburg ‚Äď Tel Aviv angesto√üen worden, der sich rund einem Jahrzehnt um eine partnerschaftliche Verbindung bem√ľht. 2009 war OB Dieter Salomon zum 100j√§hrigen Stadtjubil√§um nach Tel Aviv eingeladen worden; ein Jahr sp√§ter kam B√ľrgermeister Ron Huldai nach Freiburg, um sich √ľber das Klimaschutzkonzept und Stadtentwicklungsprojekte zu informieren.

Im Oktober 2011 nahm eine Delegation aus Israel an dem Kongress ‚ÄěLocal Renewables‚Äú teil und hatte dabei erste Gespr√§che mit dem Freiburger Rathaus gef√ľhrt. Im Mai 2012 schlie√ülich weilten Stadt- und Verkehrsplaner sowie Wohnungsbaufachleute mit B√ľrgermeister Martin Haag in Israel, und im Oktober 2012 unterzeichneten B√ľrgermeister Huldai und OB Salomon in Tel Aviv ein ‚ÄěMemorandum of Understanding‚Äú. An der Zeremonie nahmen damals auch der Deutsche Botschafter in Israel, Andreas Michaelis, und Vertreter aller Gemeinderatsfraktionen teil.
 
Eintrag vom: 30.04.2015  




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