Prolixletter
Mittwoch, 21. Oktober 2020
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ProlixLetter Nr. 45

Hallo Leute,

hier nun der 45. ProlixLetter. Zu unseren Webseiten führt  unserer Seite  www.prolix-verlag.de

Gute Zeit - Daniel Jäger

Heutiger Inhalt: 

1. GUTSCHEIN VERLOSUNG für Speisen und Getränke im MACAU INN
2. Atomarer R(h)einfall? - Gorleben am Hochrhein
3. Filmtipp I: C R O S S I N G   T H E   B R I D G E
4. Big Band der Bundeswehr kommt nach Freiburg
5. Filmtipp II: PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS
6. Webtipp: http://www.kunstamt.de/
7. Museumstipp: Oberrheinische Narrenschau in Kenzingen
8. Hörspieltipp: Jägerherz
9. Theatertipp: Der Teufel mit den drei goldenen Haaren
10 . Zuguterletzt

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1. GUTSCHEIN VERLOSUNG für Speisen und Getränke im MACAU INN

Wir verlosen 5 x 2 Gutscheine im Wert von je EUR 5,00 für Speisen und Getränke nach Wahl im Macau Inn (Herrenstraße 40).
Um an dieser Verlosung teilzunehmen, bitte bis 25.6.2005 anmelden auf unsere homepage www.prolix-studienfuehrer.de

Bitte Namen und genaue Anschrift angeben, damit wir die Gutscheine zustellen können. Viel Erfolg

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2. Hintergrundinfo: Atommüll, Schweiz, Benken

Atomarer R(h)einfall? - Gorleben am Hochrhein

Der weltbekannte Rheinfall bei Schaffhausen entstand vor ca. 14 000 - 17 000 Jahren während der letzten Eiszeit. Im kleinen Schweizer Dorf Benken, direkt am Rheinfall und der Grenze gelegen, könnte das Schweizer Endlager für hochradioaktiven Atommüll entstehen. Es besteht sogar die Gefahr, dass der sogenannte leicht- und mittelaktive Atommüll nach Benken, in ein ungeeignetes Endlager, kommt. Dieses Lager soll die gefährlichsten Gifte der Menschheit für eine Million Jahre sicher aufbewahren können.

Die Frage der Sicherheit oder Unsicherheit eines solchen Atommülllagers betrifft nicht nur die Anwohner in einem kleinen Radius um den Rheinfall, sondern alle Menschen der Region und insbesondere die vielen Millionen Menschen in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Belgien und Holland, die ihr Trinkwasser aus dem Uferfiltrat des Rheins beziehen. Atommüll am Rhein ist eine potentielle Gefahr für alle Rheinanlieger.

Woher kommt der hochradioaktive Atommüll?
Hochradioaktiver Müll entsteht insbesondere in Atomkraftwerken. Wenn man den bisherigen Angaben der Nationalen Genossenschaft zur Lagerung radioaktiver Abfälle (NAGRA) glauben kann, soll hauptsächlich der Müll aus den fünf Schweizer AKW ins Endlager. Die Brennelemente der Atomanlagen wurden bisher in Cap la Hague und Sellafield "wiederaufbereitet". Zusätzlich zu den gefährlichen Atomtransporten kam es in den dortigen Wiederaufarbeitungsanlagen zu einer radioaktiven Vergiftung des Meeres und der Luft. Der dort anfallende, stark radioaktive Müll kommt jetzt in ein großes Zwischenlager in Würenlingen (Aargau). Dort muss er zumindest 40 Jahre abkühlen, bevor er "endlagerfähig" ist. Da die "legale" Meeresvergiftung durch die Wiederaufarbeitungsanlagen, gerade auch nach dem aktuellen Unfall in Sellafield, immer mehr auf Widerstand stößt und da die Aufarbeitung immer teurer wird, könnten in Zukunft auch die extrem giftigen Brennstäbe nach einer Zwischenlagerung direkt endgelagert werden. 

Wieviel Atommüll soll ins Endlager?
Der BUND hat einige Fragen an die NAGRA gestellt. Es ging um die zentralen Fragen, die in den Hochglanzprospekten der NAGRA nicht behandelt werden, z.B. nach der chemischen Zusammensetzung der Abfälle, der geplanten Dauer der Endlagerung und der Menge der Abfälle. Die einzige konkrete Antwort war, dass 130 m³ hochradioaktive Abfälle und 4800 m³ Brennelemente ins Endlager kommen sollen. Über die Zusammensetzung, die Gefährlichkeit und die Halbwertszeiten der Abfälle wollte die NAGRA noch nichts sagen. Eine ehrliche, umfassende Antwort passt nicht ins psychologisch geschickte Durchsetzungskonzept der Atomindustrie. Da in der Innerschweiz der Widerstand gegen Atommüll zunimmt, besteht die große Gefahr, dass jetzt auch der leicht- und mittelaktive Müll ins Grenzgebiet nach Benken kommt, weil hier mit einem geringeren Widerstand gerechnet wird und die deutsche Bevölkerung am Verfahren nicht ernsthaft beteiligt wird.

Wie gefährlich ist Atommüll?
In einem AKW entsteht in einem Jahr pro Megawatt Leistung ungefähr die kurz- und langlebige Radioaktivität einer Hiroshimabombe. Das heisst, allein im AKW Leibstadt entsteht jährlich die Radioaktivität von ca. 1100 Hiroshimabomben. Ein Teil dieser Radioaktivität zerfällt nach relativ kurzer Zeit. Manche radioaktiven Abfälle haben eine kurze Halbwertszeit von wenigen Jahren, z.B. Krypton-85: 10,76 Jahre. Andere radioaktive Gifte haben extrem lange Halbwertszeiten, z.B. Jod-129: 17 000 000 Jahre. Ins Endlager kommt ein "Cocktail" aus vielen gefährlichen Abfallstoffen. Ein atomares Endlager muss also Sicherheit über mindestens eine Million Jahre geben, über Zeiträume, die unser Vorstellungsvermögen sprengen. Es fällt schwer, die Gefahren und Gefährdungszeiträume von Atommüll zu denken.

Das Beispiel Plutonium
Beim Betrieb eines AKW mit 1000 MW Leistung entstehen pro Jahr ca. 200 - 250 kg Plutonium.

Der giftigste Stoff der Welt
"Plutonium - sinnigerweise benannt nach Pluto, dem griechischen Gott des Totenreiches - ist der giftigste Stoff, den es gibt. Seine kurzreichende Alpha-Strahlung reißt gewissermassen tiefe Schneisen in jedes lebende Gewebe und zerstört es. Dabei kann es nur schwer oder gar nicht ausgeschieden werden, es setzt sich fest, reichert sich sogar an, die Strahlung ist bei einer Halbwertszeit von 24 000 Jahren faktisch dauerhaft vorhanden. Bereits wenige Millionstel Gramm (Mikrogramm) können sofort, sogar nur etliche Milliardstel Gramm (Nanogramm) langfristig tödlich wirken....."
Zitat: Frankfurter Rundschau

Plutonium und der Pharao
Wenn der bekannte ägyptische Pharao Cheops vor 4550 Jahren nicht die berühmte Pyramide gebaut, sondern ein AKW 4 Jahre lang betrieben hätte, dann wären neben vielen anderen Abfällen ca. 1000 kg Plutonium zusammengekommen. Bei einer Halbwertszeit von 24 110 Jahren (Plutonium 239) wären heute noch 877 kg vorhanden. Nach 10 Halbwertszeiten, also nach 241 100 Jahren, müssten immer noch ca. 0,1 % der Ausgangsmenge, also 1 kg Plutonium, dauerhaft sicher gelagert werden. Mit der schon im Normalbetrieb gefährlichen Nutzung der Atomenergie (Harrisburg, Tschernobyl) hat die Atomindustrie weltweit ein unglaubliches Gefahrenpotential für die nachfolgenden Generationen geschaffen.

In die Alpen?
Beim Gedanken an ein sicheres Endlager in der Schweiz denken die meisten Menschen zuerst an die Alpen. Aber die Alpen sind ein geologisch sehr junges Gebirge, das jährlich immer noch um einige Millimeter wächst. Ein solch junges Gebirge hat Risse, Klüfte und Spalten und kommt als atomares Endlager für langlebige hochradioaktive Spaltprodukte nicht in Frage.

Oder nach Benken an den Rhein?
Darum war ein Endlager in tiefen Granitschichten, überdeckt von Sedimenten als zweite Sicherheitsbarriere, das ursprüngliche Konzept der NAGRA. Doch fand sich in der Schweiz trotz intensiver, teurer Suche keine geeignete Granitformation im Untergrund. Und dann erlebten die Umweltschützer auf beiden Seiten des Hochrheins, wie die NAGRA nach dem Scheitern der Endlagerpläne im Granit einen immer ungeeigneteren Untergrund als ideale Endlagerstätte ins Gespräch brachte. Aus dem ursprünglich geplanten Endlager im Granit wurde über Nacht die Endlagervariante Sediment. Ein Endlager für die gefährlichsten Gifte der Menschheit soll jetzt auch im Sedimentgestein (Opalinuston) möglich sein. Bei der NAGRA bestimmt das Gestein das Bewusstsein. Im Untergrund von Benken gibt es zwischen 400 und 600 Meter Tiefe eine nur ca. 105 - 125 Meter dicke (dünne!?) Schicht Opalinuston, die den Atommüll aufnehmen soll.

Offene Fragen
Wer kann beurteilen, wie sicher der Untergrund von Benken für viele hunderttausend Jahre ist? Was passiert, wenn durch die Wärmeabgabe des Atommülls der Opalinuston trocknet und sich Risse bilden? Das von Ingenieuren, Technikern und Politikern für hunderttausende von Jahren absolut sicher gehaltene atomare Endlager in Morsleben droht bereits wenige Jahrzehnte nach der Inbetriebnahme zusammenzustürzen. Wem kann die Bevölkerung am Hochrhein glauben? Den teuren, psychologisch geschickten Werbekampagnen und den Ingenieuren der NAGRA? Oder den kritischen Fachleuten und den Umweltschützern auf beiden Rheinseiten? Und wo geht bei Prognosen über derart lange Zeiträume Ingenieurwissen in Glauben und Hoffnung über? Viele Politiker hoffen im ruhigen Züricher Weinland auf einen geringeren Widerstand und eine geduldigere Bevölkerung als beispielsweise in Ollon. Dort in der französischsprachigen Schweiz lassen sich die Menschen in Sachen leicht- und mittelaktiver Atommüll nicht alles gefallen. Und die deutschen Nachbarn bekommen sowieso nur die Illusion von Beteiligung.

Benken und neue Atomkraftwerke
Die Atomindustrie will endlich Tschernobyl vergessen machen und neue Atomkraftwerke bauen. Um diese psychologisch geschickt durchzusetzen, braucht es unbedingt ein "vorzeigbares" Endlager in Zentraleuropa. Es geht dabei um ein hundert Milliarden Euro Geschäft. Kein Wunder also, dass Geld bei der Durchsetzung des Endlagers keine Rolle spielt.

Gefahren für Anwohner und Rheinanlieger
Gefahren bringt ein Atomlager auf jeden Fall. Die Atommülltransporte nach Benken und die konkrete Einlagerung wären unfallgefährdet, und jeder Castortransport wäre ein ideales Angriffsziel für Terroristen. Unfallmöglichkeiten gibt es bei der Einlagerung der Abfälle, und ein schwerer Unfall heißt bei Plutonium und anderen radioaktiven Stoffen immer auch Katastrophe und langfristige Räumung von großen Gebieten. Ein undichtes Endlager am Rheinfall könnte das Grundwasser vor Ort, aber auch den Rhein als Trinkwasserquelle von Millionen Europäern gefährden.

Wohin mit dem Atommüll?
Da haben die Atomindustrie und ihre Paten in der Politik (nicht nur in der Schweiz!) uns und den nachfolgenden Generationen ein schier unlösbares Problem beschert. Gute und einfache Lösungen gibt es nicht. Da gibt es gefährliche Utopien "ab in die Sonne" und kluge Überlegungen (Hütekonzept). Da setzen die einen auf Salzstöcke und andere auf Granit. Marcel Burri beschreibt ein altes Diskussionspapier der atomenergiefreundlichen US Atomic Energy? Commission. Diese hatte die geologischen Bedingungen an ein Endlager für hochradioaktive Stoffe folgendermaßen beschrieben:

  • Mindesttiefe für das Lager 3000 Meter
  • in einer unbewohnte Region
  • ohne hohe Erhebungen (Berge) in der Nähe
  • ohne Verbindungen zwischen den unteren Gesteinsschichten und dem Wassersystem an der Oberfläche
  • Keine komplexen geologischen Strukturen (Falten, Spalten)
  • Keine Erdbebengefahr
  • Gewöhnliches Gestein, das wirtschaftlich bedeutungslos ist

Vergleichen Sie bitte selbst die geologische und geographische Situation am Hochrhein mit diesen Anforderungen. Für ein solches Endlager müssten alle Bedingungen erfüllt sein. In Benken trifft keine einzige dieser Bedingungen zu.

Doch wer ein Endlager braucht, um neue AKW politisch durchsetzen zu können, dem sind solche Fragen egal.

Überlegungen und Diskussionsvorschläge
  • Wenn die (atomare) Badewanne überläuft, dann stellt man zuerst den Wasserhahn (AKW) ab, bevor man ans Aufwischen (Deponieren) geht.
  • Angesichts der beschrieben Lagerprobleme und der Gefahren im sogenannten Normalbetrieb müssen die AKW weltweit schnellstmöglich abgestellt werden.
  • Dann müssen kritische und vor allem unabhängige Geologen in der Schweiz und weltweit nach Endlagerstandorten suchen.
  • In diesen möglichen Endlagerstandorten sollte der Atommüll rückholbar eingelagert werden (kontrolliertes Langzeitlager).
  • Diese Atommülllager dürfen nicht der nationalen Souveränität eines einzelnen Staates unterliegen (UN - Hoheit).

Und die Schweiz?
Die Schweiz erscheint aufgrund der Größe und der ungünstigen geologischen Gegebenheiten (junge Gebirge, keine massive Granitscholle ...) zu klein und ungeeignet für ein derartiges Endlager. Ein Atommüllexport und gleichzeitiger Weiterbetrieb der AKW ist aber nicht akzeptabel.

Gutachten und Tricks der NAGRA
Gefährlich und gleichzeitig faszinierend sind die geschickten Durchsetzungsstrategien der Atomindustrie und der NAGRA. Sie lässt sich ihre Aussagen und Studien gerne von scheinbar "unabhängigen und neutralen" Institutionen wie der Schweizer HSK (Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen) oder dem deutschen "AK End" bestätigen. Doch wie neutral und unabhängig sind diese Institutionen, auf die sich die NAGRA so gerne beruft? Der AK End soll in Deutschland im Auftrag der Bundesregierung ein Atommülllager durchsetzen. Kein Wunder, dass der AK End die Arbeit der NAGRA für gut befindet. Auch an der Objektivität der Schweizer HSK gibt es berechtigte Zweifel.

Im Vorfeld einer Abstimmung zum Thema Atomausstieg in der Schweiz veröffentlichte die "objektive, neutrale" HSK am 3. April 2003 eine geschickt manipulierende Presseerklärung unter der Überschrift: "Die schweizerischen Kernkraftwerke weisen einen hohen Schutz bei einem vorsätzlichen Flugzeugabsturz auf". Eine Studie der deutschen "Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit" über die Terroranfälligkeit grenznaher Atomkraftwerke zeigt für fast baugleiche AKW das Gegenteil und straft somit die HSK Lügen. Die Mehrzahl der "neutralen, unabhängigen" Institutionen, auf die sich die NAGRA immer wieder beruft, sind Institutionen und Organisationen der AKW-Befürworter.

Während es die NAGRA geschickt versteht, jeden Fehler in Gutachten der Kritiker zum nationalen Medienereignis werden zu lassen, finden sich Fehler (HSK) oder Manipulationen der AKW-Betreiberseite fast nicht in den Schweizer Medien. Die Geld- und Manipulationsmacht der Atomindustrie gefährdet die Demokratie. Sie setzt nicht zuletzt auf die "Käuflichkeit" der Menschen und Gemeinden.

Die Schwäche der Bewegung gegen Atommüll in Benken ist ihre hohe Verantwortung. Denn die Tatsache, dass ein Endlager nach Abstellung der AKW gebraucht wird, wird von den Umweltschützern anerkannt. Diese Differenziertheit nutzt die NAGRA um ein schlechtes Endlager an ungeeigneter Stelle zu realisieren. Ein schlichtes Nein wäre politisch einfacher durchzusetzen.

Was tun?
Ein mögliches Endlager in Benken bringt nicht nur der Hochrheinregion ungeahnte Gefahren. Menschen, Umweltverbände und Bürgerinitiativen auf beiden Seiten des Rheins engagieren sich grenzüberschreitend und gemeinsam gegen diese Gefahr. Nur ein massiver, gewaltfreier Widerstand kann die Gefahr abwenden. Jetzt ist es wichtig, den Widerstand auch entlang des Rheins bis zur Mündung zu organisieren. Immer noch ist es entsetzlich einfach, die Menschen über die Grenzen hinweg gegeneinander auszuspielen, wie der Streit um Fluglärm zeigt. Es gibt nicht "Unseren Atommüll" und "Euren Atommüll", auch wenn manche Politiker das so sagen - so wenig wie es nach Tschernobyl "Unsere Gefahr" und "Eure Gefahr" gegeben hat.

Informieren Sie sich, engagieren Sie sich !
Dieses Papier und insbesondere die Diskussionsvorschläge zu Möglichkeiten der Endlagerung sollen dem Einstieg in die Diskussion dienen. Endgültige Wahrheiten gibt es hier nicht. Die Initiativen vor Ort und der BUND brauchen Unterstützung bei Ihrer Arbeit. Wo sind die Stelltafeln, Plakate, Schilder, Aufkleber, Leserbriefe, die das Nein der Region zeigen? Dieses Informationsblatt gibt es zum Selbstkostenpreis beim BUND und den Bürgerinitiativen vor Ort. Bestellen Sie Informationsblätter für Ihre Gemeinde, Ihren Verein, Ihre Straße, Ihre Partei, Ihre Freunde, Ihr Lokal und Ihre Schule.

Weitere Informationen und Kontaktadressen finden Sie hier auf unserer Homepage. Und schauen Sie ruhig auch mal auf der Homepage der NAGRA vorbei.

<> Wenn Sie diesen Text gelesen haben, sich heftig über die Atomwirtschaft ärgern, "die Faust im Sack ballen", nachts mit den Zähnen knirschen, aber ansonsten nichts tun, so nützt das recht wenig.

  • Engagieren Sie sich gegen das Atomklo Hochrhein und die atomaren Endlagerpläne vor Ihrer Tür.
  • Leben Sie energischer: Werden Sie aktiv beim BUND, den Bürgerinitiativen und der Anti-Atom-Bewegung vor Ort.
  • Wenn Ihr Energieversorgungsunternehmen Sie mit Atomanlagen bedroht, dann lassen Sie sich das nicht gefallen. Sie können protestieren oder die Abbuchungsermächtigung entziehen. Beziehen Sie umweltfreundlichen Strom, beispielsweise bei der EWS Schönau..........
  • Bringen Sie das Atomthema zur Sprache: Bei der Arbeit, im Verein, dort wo Sie leben, arbeiten und aktiv sind.
  • Lassen Sie sich nicht gegen Ihre europäischen Nachbarn ausspielen. Die Atomlobby arbeitet grenzüberschreitend. Wir Umweltschützer auch.
  • Setzen Sie sich ein für Mensch, Natur, Umwelt und für eine nachhaltige, zukunftsfähige, erdverträgliche Entwicklung.
  • Bekennen Sie sich zu Ihrem Engagement. Mit einem Aufkleber im Fenster, am Rad, an der Mülltonne, am Auto oder einem Plakat am Hoftor (Materialien gibt's beim BUND und den Bürgerinitiativen).
  • Sparen Sie Energie und gehen Sie mit uns den Weg ins Solarzeitalter.

 

Axel Mayer

 

Mehr Infos für unter:
www.bund-freiburg.de (hier finden Sie auch einen  Benken Newsletter)
www.klargegenatom.de
www.klar-schweiz.com

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3 . Filmtipp: C R O S S I N G   T H E   B R I D G E

Friedrichsbau Freiburg. Tägl. 16.45 und 21.20 Uhr, ab 12 Jahren, Bundesstart, 90 min.
Die Türken feiern ihn als einen der ihren, die Deutschen auch. Der Gewinner des europäischen Filmpreises, Fatih Akin, steht für die Utopie einer Versöhnung zwischen Ländern, sein Film trägt die Utopie der grenzüberschreitenden Verständigung bereits im Titel. Akin hat den Bosporus
überquert, um seiner Lieblingsstadt Istanbul ihre Musik abzuhören.

"Das Ergebnis von Fatih Akins aufreibenden Dreharbeiten ist ein spannender und aufregender Streifzug durch einen Kosmos der Vielfalt zwischen Hip-Hop und Arabeske, türkischem Grunge und Roma-Folklore, elektro-ethno-Spielereien und anarchischen Straßensängern. Das Porträt eines Schmelztiegels an der Nahtstelle von Okzident und Orient."          ZDF aspekte

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4. Die Big Band der Bundeswehr kommt erstmals nach Freiburg

Der Münsterplatz erklingt im Sound des Swing - Prominente Freiburger sammeln Spenden für Krebsforschung und Kinderkrebshilfe

Der Freiburger Münsterplatz wird am 15. Juni Schauplatz einer besonderen Premiere in der Stadt werden: Zum ersten Mal in ihrer fast 35 – jährigen Geschichte wird die Big Band der Bundeswehr in Freiburg zu Gast sein. Die Big Band der Bundeswehr steht im In- und Ausland für großen Big Band Sound auf höchstem Niveau. Mit über 20 Musikern ist die Band unter der Leitung von Oberstleutnant Michael Euler eine feste Größe in Sachen Swing, Hits und Evergreens mit europaweitem Ruf. Die Big Band der Bundeswehr hat sich in zahllosen Fernsehauftritten in die Herzen ihres Publikums gespielt, ist bei Staatsbesuchen oder Kanzlerfesten ein beliebter Programmpunkt und genießt weltweit den Ruf, eine Botschafterin Deutschlands zu sein.

In Freiburg spielen die Musiker auf Initiative von Organisator Gerolf Staschull: „Mit diesem besonderen Konzertereignis wollen wir zweierlei erreichen: Wir wollen diesen einmaligen Big Band Sound endlich nach Freiburg holen und gleichzeitig mit Hilfe unserer Partner möglichst viel für krebskranke Menschen tun!“ Das Konzert wird zwar keinen Eintritt kosten, aber schon jetzt haben sich zahlreiche Prominente aus der Stadt bereit erklärt, im Publikum Spenden zugunsten der Fördergesellschaft Tumorbiologie Freiburg und des Fördervereins für krebskranke Kinder e.V. zu sammeln.

„Unter dem Motto „Helfen hilft“ konnten wir zahlreiche Freiwillige gewinnen,“ so Gerolf Staschull zufrieden. „Ohne diese Helfer und unsere Sponsoren wäre der Abend mit der Big Band der Bundeswehr in Freiburg undenkbar. Allen Beteiligten gebührt schon jetzt besonderer Dank.“ Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon hat die Schirmherrschaft für das Konzert übernommen. Spieler der „Eisvögel“, der „Wölfe“ und die Ringerlegende Adolf Seger sind als Spendensammler im Einsatz. Nahezu alle Wirte am Münsterplatz beteiligen sich mit besonderen gastronomischen Angeboten und spenden aus dem Verkauf ihrer Getränke 50 Cent je Getränk für den Guten Zweck. Colombi Chef Roland Burtsche hat für eine kostenneutrale Unterbringung der Big Band gesorgt. Hauptsponsoren sind die Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau, City Druck in Freiburg und die Arbeitsgemeinschaft der Freiburger Autohäuser.

Die Big Band der Bundeswehr gilt übrigens als Garant für gelungene Benefizveranstaltungen: Seit ihrer Gründung 1971 (auf Initiative des damaligen Verteidigungsministers Helmut Schmidt) hat sie über 7 Millionen Euro für caritative Zwecke eingespielt. Für das Konzert auf dem Freiburger Münsterplatz rechnen die Veranstalter mit bis zu 5.000 Besuchern.

Siehe auch www.bigband-bw.de

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5. Filmtipp II: PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS

USA/GB 2005, 109 min, ab 6 Jahren

Endlich auf der Leinwand: Rund 25 Jahre nach seinem Erscheinen hat Videoclip-Regisseur GARTH JENNINGS das komisch-philosophische Kultbuch von DOUGLAS ADAMS mit viel Fantasie verfilmt! Arthur Dent hat einen schlechten Tag: Erst soll sein Haus einer Umgehungsstraße weichen, dann entpuppt sich sein bester Freund Ford als Außerirdischer, und der erklärt ihm auch noch, dass für Mutter Erde das letzte Stündchen geschlagen hat. Glück im Unglück: Er kann sich ins All retten - per Anhalter mit dem nächstbesten Raumschiff. Ein völlig abgedrehtes intergalaktisches Abenteuer mit Monty-Phythons-Humor. Mit SAM ROCKWELL, MARTIN FREEMAN, MOS DEF, BILL NIGHY und JOHN MALKOVICH u.v.a.

In Freiburg im CinemaxX und im UFA-Arthouse Harmonie

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6. Webtipp: http://www.kunstamt.de/

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7. Museumstipp: Oberrheinische Narrenschau in Kenzingen

Erleben Sie die alemannische Fasnet während des ganzen Jahres! Die Oberrheinische Narrenschau in Kenzingen stellt auf fünf Etagen über 300 Narrenfiguren in ihrem Häs, dem alemannischen Narrengewand und kunstvoll geschnitzten Holzmasken vor.

Sammlungen von fasnächtlichen Orden und Emblemen, Briefe, Briefmarken und Stempel mit fasnächtlichen Motiven runden die Narrenschau ab.

Im Museumsshop können Sie Bücher, Mäskchen und Embleme erwerben und es besteht die Möglichkeit, im gemütlichen Hockstüble die Besichtigung mit einem guten Tropfen ausklingen zu lassen.

Der Eintritt ist mit dem Museumspass kostenlos.

Mehr: http://www.museumspass.com/ und http://www.von-online.de/narrenschau_kenzingen/narrenschau.htm

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8. Hörspieltipp: Jägerherz
Badisch-alemannisches Hörspiel
von Jutta Person

Regie: Ulrich Lampen, Produktion: SWR Studio Freiburg 2005

Samstag, 11.06.2005, 21.05 Uhr, SWR4 Baden-Württemberg
Mundarthörspiel

Der junge Polizist Axel Berger ist ziemlich cool. Mit allen Großstadtwassern gewaschen, findet Axel sich viel zu clever für den kleinen ländlichen Polizeiposten, auf den er vor kurzem versetzt worden ist. Doch dann schlägt ein geheimnisvoller Wilderer zu. Axel verdächtigt den
kantigen Jungbauern Max. Bei der Aufklärung des Falls will sich der junge Polizist nicht zuletzt vor Anja, der Dorfschönen, profilieren. Doch auf die hat auch Max ein Auge geworfen. Was zunächst wie ein leicht zu lösender Fall von Wilderei auf dem Dorf erscheint, erweist sich mehr und mehr als kompliziertes Geflecht menschlicher Beziehungen, das den von sich eingenommenen Großstadt-Cop ganz schön fordert.

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9. Theatertipp: Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

von Friedrich. K. Waechter “Es war einmal... ein Bauernknecht, der war so frisch und mutig wie der Teufel selbst. Wer nichts zu verlieren hat als ein Leben voller Plackerei und Angst, der wird mutig wie der Teufel selbst und fürchtet keinen Teufel, keinen Tod.” Mit diesen Worten schenkt Teufels Großmutter dem jungen Bauernknecht und Helden ein zweites und - wie sich zeigt - gefahrenvolles Leben. Dieser gerät ahnungslos in die Hände von Soldaten, die nicht viel Federlesens mit ihm machen, stolpert weiter in ein Räuberhaus, wo es ihm an den Kragen gehen soll, um sich schließlich auf seiner eigenen Hochzeit mit der Tochter des Königs wiederzufinden. Happy End.

Happy End?... Knecht und Königstochter, mittlerweile in Liebe zueinander entbrannt, haben ihre Rechnung ohne den König gemacht, denn dieser schickt den Bräutigam im wahrsten Sinne des Wortes zur Hölle, wo weitere Gefahren und ein Teufel mit einer feinen Nase auf ihn warten.

Termine siehe unter http://www.theater.marienbad.org/

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10.  Zuguterletzt

Wer den ProlixLetter erhält, ohne ihn selbst bestellt zu haben, wurde eventuell von einem Freund in die Bestellung einbezogen. Bitte nicht ärgern, sondern bei Nichtgefallen den ProlixLetter einfach abbestellen: Auf der website www.prolix-studienfuehrer.de  eMail-Adresse eingeben und abschicken. Zum Bestellen geht es übrigens genauso.

Wer erst seit kurzem den ProlixLetter bezieht und gerne ältere Ausgaben nachlesen will, findet auf www.prolixletter.de unser Archiv. Viele Informationen und insbesondere die Webtipps sind für längere Zeit aktuell und sind natürlich auch zum Rumstöbern ganz interessant.

Gute Zeit - Daniel Jäger

 
Versendet am: 09.06.2005  




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Lisa K&ooml;llges

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