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Freitag, 9. Dezember 2022
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Abfallvermeidung: Freiburg arbeitet an Zero-Waste-Konzept
B├╝rgerbeteiligung wird gro├čgeschrieben: Workshops im Januar suchen Ideen f├╝r Freiburg

Unternehmen sollen eingebunden werden

Freiburg ist Spitzenreiter beim Thema M├╝lltrennung, doch pro Kopf erzeugt jede B├╝rgerin und jeder B├╝rger Jahr f├╝r Jahr immer noch 113 Kilo Restabfall und Sperrm├╝ll. Verglichen mit dem bundesweiten Durchschnitt von 194 Kilo zwar ein Spitzenwert ÔÇô aber da geht noch mehr. Deshalb wird jetzt einem Zero-Waste-Konzept zur Abfallvermeidung auf den Weg gebracht. Mit diesem Konzept soll daran gearbeitet werden, dass M├╝ll gar nicht erst entsteht. Damit das funktionieren kann, sollen die Freiburgerinnen und Freiburger schon fr├╝h mit ins Boot geholt werden, B├╝rgerbeteiligung wird bei diesem wichtigen Umweltthema gro├čgeschrieben. Ende Januar soll ein Workshop dazu stattfinden, die Anmeldung daf├╝r l├Ąuft ab jetzt (siehe Infos unten). Au├čerdem k├Ânnen die Menschen der Stadt ihre Ideen ├╝ber die Beteiligungsplattform mitmachen.freiburg.de einbringen. Auch Unternehmen sollen eng eingebunden werden.

Entwickelt wird das Konzept von der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Es ist ein notwendiger Prozess, um endliche Ressourcen zu schonen. Denn daf├╝r muss dem Thema Abfallvermeidung ein h├Âherer Stellenwert beigemessen werden als das derzeit der Fall ist. Zwar gibt es bereits Gesetze f├╝r den Bereich. Weniger Plastikt├╝ten im Einzelhandel etwa, das Verbot von Plastiktrinkhalmen und die Pflicht auch Mehrweggeschirr in der Gastronomie (f├╝r to-go-Angebote) vorzuhalten sind Schritte in die richtige Richtung. Aber Freiburg will weiter gehen.

Dazu muss beispielsweise auch das eigene Konsumverhalten neu gedacht und das Ziel, Abf├Ąlle zu vermeiden aktiv gelebt werden. Ist eine Neuanschaffung sinnvoll und notwendig? Muss ein alter Tisch wirklich ersetzt werden oder kann das Holz abgeschliffen und neu lackiert werden? Brauche ich das neueste Smartphone und wenn ja, kann das alte Telefon weitergegeben werden? H├Ąufig werden brauchbare Gegenst├Ąnde entsorgt, obwohl sie intakt sind oder mit wenig Aufwand repariert werden k├Ânnten ÔÇô in der Konsequenz steigen auch die Abfallmengen.

Um Abfallmengen zu reduzieren, braucht es nicht nur die B├╝rgerinnen und B├╝rger. Auch Produktions- und Dienstleistungsunternehmen k├Ânnen Gebrauchtwaren anbieten, ihre Produktion ressourcenschonender gestalten und nachhaltige Rohstoffe einsetzen. An diesem Punkt setzt das Zero-Waste-Konzept der Stadt Freiburg an.

Workshops suchen passgenaue Ideen f├╝r Freiburg

Mit einem Zero-Waste-Konzept folgt Freiburg anderen St├Ądten wie M├╝nchen, Kiel oder K├Âln. Besonders wichtig dabei ist die Beteiligung der Menschen und Unternehmen der Stadt. Sie sind zur Mitgestaltung aufgerufen: Bei einem vierst├╝ndigen Workshop geht es darum, gemeinsam Vorschl├Ąge zur Abfallvermeidung zu diskutieren, die in das Konzept einflie├čen k├Ânnen. Gesucht werden Ideen, die die Wiederverwendung f├Ârdern, Abf├Ąlle reduzieren oder Recycling st├Ąrken. Wenn der Gemeinderat das Konzept beschlossen hat, sollen die Ziele bei Zero-Waste-Projekten und durch die Unterst├╝tzung von Akteurinnen und Akteuren in Freiburg in die Tat umgesetzt werden.

Die ASF und die Stadtverwaltung Freiburg laden alle interessierten B├╝rgerinnen und B├╝rger, Unternehmen, Initiativen und weitere Akteurinnen und Akteure dazu ein, das Zero-Waste-Konzept mit kreativen, auf Freiburg zugeschnittenen Ideen mitzugestalten.

Die rund vierst├╝ndigen Workshops sollen am 18. und am 19. Januar stattfinden (je einer f├╝r B├╝rger und f├╝r Unternehmen). Sie bietet die Chance zur Beteiligung und Mitgestaltung zuk├╝nftiger Abfallvermeidungsma├čnahmen. Anmeldung zum Workshop ist von heute an bis zum 21. Dezember ├╝ber das st├Ądtische Beteiligungsportal mitmachen.freiburg.de m├Âglich. Ab dem 10. Januar gibt es ├╝ber diese Plattform die M├Âglichkeit, Ideen und Vorschl├Ąge einzubringen. So werden auch die Menschen geh├Ârt, die nicht an dem Workshop teilnehmen k├Ânnen.
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Eintrag vom: 24.11.2022  




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