Prolixletter
Dienstag, 19. Oktober 2021
  --- Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter auf diesere Seite  --- Kennen Sie schon unser Informationsportal wodsch.de?
Uhr


 
Tourismus in Freiburg
Auswirkungen von Corona: Übernachtungen im Jahr
2020 fallen auf das Niveau von 2007

Maßnahmen: Neue Restart-Kampagne, FortfĂŒhrung des Tourismuskonzeptes und Erstellung eines Beherbergungskonzeptes

Von Januar bis Dezember 2020 wurden in Freiburg 1,13 Millionen Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten registriert, das entspricht einem Minus von 37,9 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Durch die Coronapandemie und dem damit verbundenen ersten und zweiten Lockdown, in denen eine Beherbergung zum Teil nur fĂŒr GeschĂ€ftsreisende zulĂ€ssig war, sind die Übernachtungszahlen nach dem kontinuierlichen Anstieg in den letzten 13 Jahren auf das Niveau des Jahres 2007 zurĂŒckgefallen. Um die Hotellerie und die Gastronomie in der Corona-Krise zu unterstĂŒtzen und Freiburg noch stĂ€rker als attraktive Reisedestination zu prĂ€sentieren, wird die FWTM nach dem Erfolg der ersten Restart-Kampagne, die rund 71,7 Mio. Impressionen verzeichnen konnte, im FrĂŒhjahr 2021 eine zweite Restart-Kampagne starten. Auch die fortlaufende Umsetzung der Maßnahmen aus dem Tourismuskonzept, wie zum Beispiel der touristische Markenprozess, der Online-Veranstaltungskalender, die Eröffnung der neuen Themenwege und Exponate auf dem Schlossberg sowie die Erneuerung des FußgĂ€nger-Leitsystems werden im laufenden Jahr umgesetzt. Um die rĂ€umliche Entwicklung von touristischen Beherbergungsbetrieben in Freiburg gezielt steuern zu können, wird derzeit ein Beherbergungskonzept entwickelt, das im Sommer 2021 vorgestellt werden soll.

Tourismuskennzahlen im Jahr 2020

Mit insgesamt 1.130.388 Übernachtungen verzeichnet der Freiburger Reiseverkehr, also die Summe aus Hotels, Gasthöfen, Pensionen, CampingplĂ€tzen und der Jugendherberge, fĂŒr das Jahr 2020 eine drastische Senkung. GegenĂŒber dem Vorjahr entspricht dies laut dem Statistischen Landesamt Baden-WĂŒrttemberg ein Minus von 37,9 Prozent.

Besonders deutlich werden die Auswirkungen der Coronapandemie bei der Zahl der auslĂ€ndischen ÜbernachtungsgĂ€ste: Der Anteil der internationalen GĂ€ste in Freiburg ist im Vergleich zu 2019 um 65,3 Prozent gesunken. Die Top Ten HerkunftslĂ€nder der Freiburger ÜbernachtungsgĂ€ste fĂŒhrt nach wie vor die Schweiz als Spitzenreiter mit insgesamt 62.057 Übernachtungen an (- 57,3 Prozent), gefolgt von den Niederlanden mit 27.352 Übernachtungen (- 26,4 Prozent). Auf Platz drei befindet sich Frankreich mit 19.703 Übernachtungen (-58,1 Prozent). Auf dem vierten Platz ist Italien mit 12.220 Übernachtungen (- 71,3 Prozent), auf Platz 5 befindet sich Belgien mit 8.217 (- 31,5 Prozent), dicht gefolgt von Österreich mit 8.189 Übernachtungen (- 41,9 Prozent). Platz 7 belegt das Vereinigte Königreich mit 7.247 Übernachtungen (- 73,8 Prozent). Platz 8 nehmen die USA mit 5.841 Übernachtungen ein (- 82,0 Prozent). Auf Platz 9 liegt Spanien mit insgesamt 5.643 Übernachtungen (- 88,6 Prozent). Platz 10 belegt DĂ€nemark mit 4.510 Übernachtungen (- 11,2 Prozent).

Die Hotellerie hat bei den Übernachtungszahlen gegenĂŒber dem Vorjahr ein Minus von 43,3 Prozent (751.460 Übernachtungen in 2020) zu verzeichnen. Die Bettenauslastung in der Hotellerie ist mit 35,4 Prozent im Jahr 2020 um 22,2 Prozentpunkte stark gesunken.

FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Hanna Böhme: „Die Coronapandemie hat bundesweit verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft. In der Krise wird die hohe Bedeutung des Tourismus als wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor fĂŒr Freiburg umso deutlicher. Von den Auswirkungen sind dabei nicht nur die Hotellerie und die Gastronomie betroffen, sondern alle Dienstleister, die vom Tourismus leben. Umso mehr gilt es jetzt, den Standort Freiburg als Reisedestination nachhaltig weiterzuentwickeln und Reisende fĂŒr unsere Stadt zu begeistern.“

Franziska Pankow, FWTM-Abteilungsleiterin Tourismus, Convention Bureau & Events: „Dass im Hinblick auf die Übernachtungszahlen ein RĂŒckgang auf das Niveau des Jahres 2007 verzeichnet werden muss, ist ein harter RĂŒckschlag fĂŒr die gesamte Tourismusbranche in Freiburg. Mit Maßnahmen wie der Restart-Kampagne hat die FWTM im vergangenen Jahr auf die Corona-Krise reagiert und die lokalen Hoteliers und Gastronomen aktiv bei der Gewinnung von GĂ€sten unterstĂŒtzt. Ebenso wurde die Umsetzung weiterer Maßnahmen aus dem Tourismuskonzept vorangetrieben. Um verstĂ€rkt potenzielle Reisende anzusprechen, werden wir im FrĂŒhjahr an den Erfolg der ersten Kampagne anknĂŒpfen und eine zweite Restart-Kampagne umsetzen. Ein weiterer wichtiger Punkt fĂŒr den Tourismus in der Stadt stellt die Realisierung eines Beherbergungskonzeptes dar, das wir voraussichtlich im Sommer vorstellen werden.“

„Die Zahlen spiegeln eindrĂŒcklich wider, wie hart das Jahr 2020 fĂŒr die Hotellerie und die Gastronomie war. Bereits im Vorjahr konnte die Hotellerie nur eine geringe Steigung der Übernachtungszahlen verzeichnen. Hinzu kommen sinkende Margen und Zimmerpreise. Durch die Corona-Krise ist nunmehr die Existenz vieler Hoteliers und Gastronomen bedroht“, so Christoph GlĂŒck, 1. Vorsitzender DEHOGA Freiburg-Stadt. „Maßnahmen wie eine weitere Restart-Kampagne oder die kontinuierliche Umsetzung des Tourismuskonzeptes begrĂŒĂŸen wir daher sehr. Ein weiterer wichtiger Punkt fĂŒr die lokalen Hoteliers stellt die Erstellung des Beherbergungskonzeptes dar. Es ist aktuell wichtiger denn je, zu versuchen, den Bau zusĂ€tzlicher ÜbernachtungskapazitĂ€ten zu steuern – dafĂŒr wird das Beherbergungskonzept genau den richtigen Rahmen bieten.“

„Die negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf das Gastgewerbe sind enorm. Den großen Einbußen stehen zwar staatliche Hilfsprogramme gegenĂŒber, diese können die Verluste aber nicht annĂ€hernd ausgleichen. Außerdem kommen die Hilfszahlungen nur zögerlich in der Branche an und sind nur vorlĂ€ufiger Natur. Stand Februar haben bisher 65 Prozent der Unternehmen von der Dezemberhilfe nur Abschlagzahlungen bekommen“, sagt Josef Dold, Vorsitzender FG Tourismus und Hotellerie, DEHOGA Freiburg-Stadt. „In naher und mittlerer Zukunft kommen weitere extreme Belastungen auf die Unternehmen zu. Denn die meisten Betriebe waren bzw. sind ĂŒber die Hilfen hinaus gezwungen, Kredite aufzunehmen, um zu ĂŒberleben. Was bedeutet, dass nun Stundungen zurĂŒckbezahlt und die Kredite ĂŒber Jahre getilgt werden mĂŒssen. Und das bei unsicheren Einnahmeaussichten“, so Josef Dold weiter. „Denn viele Veranstaltungen, Seminare und geschĂ€ftliche Meetings werden kĂŒnftig digital oder zumindest hybrid abgehalten. FĂŒr die Stadthotellerie bedeutet das, dass die UmsĂ€tze aus geschĂ€ftlichen Übernachtungen dauerhaft sinken werden. Laut einer DEHOGA-Umfrage sehen deshalb auch ĂŒber 60 Prozent der befragten Hoteliers ihre Betriebe in existenzieller Gefahr. Deshalb brauchen diese Unternehmer_innen auch weiterhin finanzielle UnterstĂŒtzung, Steuererhöhungen dagegen könnten fĂŒr noch mehr Betriebe das Aus bedeuten.“

Restart-Kampagne

Die Restart-Kampagne „Ab nach Freiburg“ wurde von Mitte Juli bis Mitte September realisiert und hat gezielt Paare ab 40 Jahren mit dem Fokus auf Natur und AktivitĂ€t sowie Paare ab 50 Jahren mit dem Fokus auf Kulinarik und Natur angesprochen. Eine weitere wichtige Zielgruppe waren junge Familien mit dem Fokus auf Natur, AktivitĂ€t und Abenteuer aus Deutschland und der Schweiz. Mit Witz und Charme hat die Kampagne potenziellen GĂ€sten aufgezeigt, warum sich ein Besuch in Freiburg lohnt und auch wĂ€hrend der Coronapandemie ein „Urlaub im SĂŒden“ möglich ist. Im Mittelpunkt der Kampagne standen die Themen „Stadt & Natur“, „Natur & Aktiv“ und „Entschleunigung“. Insgesamt konnte „Ab nach Freiburg“ 71.649.580 Impressionen und

139.415 Interaktionen ĂŒber Social Media, durch Influencer und Online-Werbung verzeichnen. Aufgrund des großen Erfolgs der ersten Kampagne, startet die FWTM im FrĂŒhjahr 2021 eine zweite Restart-Kampagne. Diese hat zum Ziel, die Hotellerie und die Gastronomie bei der Gewinnung zusĂ€tzlicher GĂ€ste aus dem Inland sowie der Nordschweiz und dem Elsass zu unterstĂŒtzen. Die Zielgruppen orientieren sich dabei an der ersten Restart-Kampagne. Die Leitidee der emotionalen Aktion ist, das sogenannte „Freiburg-GefĂŒhl“ zu adressieren. Die Website visit.freiburg.de wird dabei als zentrale Kommunikationsplattform fungieren. Um in der aktuellen Situation flexibel auf die sich verĂ€ndernden Rahmenbedingungen reagieren zu können, werden Bausteine entwickelt, die agil ausgespielt werden können (Social Media, Printmedien, GroßflĂ€chenplakaten etc.). FĂŒr die Umsetzung der Kampagne ist ein Budget in Höhe von 100.000 Euro vorgesehen.

Auch die Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) plant die Umsetzung einer Werbekampagne fĂŒr die gesamte Region. Die Schwarzwaldweite Kuck Kuck-Kampagne aus dem Jahr 2020 soll damit in 2021 fortgesetzt werden. Weitere landesweite Maßnahmen sollen durch Sondermittel fĂŒr den TMBW-StĂ€dtekreis realisiert werden. FĂŒr MarketingaktivitĂ€ten wurden dem StĂ€dtekreis Sondermittel im Wert von 200.000
Euro zugesagt.

WeinsĂŒden Weinort

Eine neue Möglichkeit fĂŒr eine noch gezieltere Ansprache von Weinliebhabern bietet jetzt das Siegel „Weinort WeinsĂŒden“. Seit Januar 2021 darf sich Freiburg, neben StĂ€dten wie Stuttgart und Heilbronn, offiziell zu den insgesamt 55 „WeinsĂŒden Weinorten“ zĂ€hlen. Das neue GĂŒtesiegel, das seit Oktober 2020 von der Tourismus Marketing GmbH Baden-WĂŒrttemberg (TMBW) verliehen wird, zeichnet StĂ€dte und Gemeinden aus, die ihren GĂ€sten eine vielfĂ€ltige Auswahl an weintouristischen Angeboten zur VerfĂŒgung stellen. Überzeugt hatten die Stadt Freiburg und die FWTM mit einer gemeinsamen Bewerbung, in der Freiburg als „Stadt des Weins“ prĂ€sentiert und die zahlreichen Angebote fĂŒr Weinfreunde aufgezeigt wurden. Damit interessierte GĂ€ste die vielfĂ€ltigen Möglichkeiten rund um das Thema Wein auch online ĂŒbersichtlich abrufen können, hat die FWTM zudem die Webseite www.visit.freiburg.de erweitert und die Rubrik „Badischer Wein“ erstellt.

Tourismuskonzept

Bisher konnten bereits 30 von 82 Maßnahmen aus dem Tourismuskonzept umgesetzt werden oder befinden sich aktuell in der Umsetzung. Dazu gehören zum Beispiel ein touristisches Aufwertungsprogramm fĂŒr den Schlossberg (TAPS), ein Online-Veranstaltungskalender fĂŒr Freiburg, die Weiterentwicklung des Gesundheitstourismus, ein touristischer Markenprozess sowie ĂŒbergreifend die Koordination und Kommunikation des Tourismuskonzeptes. Neben den priorisierten Maßnahmen versteht die FWTM das gesamte Tourismuskonzept als Handlungsauftrag, sodass die bestehenden Projekte und Aufgaben an den Zielen des Tourismuskonzeptes ausgerichtet werden.

Ziel des Touristischen Aufwertungsprogramms Schlossberg (TAPS) ist, den besonderen und stadtnahen Naturraum Schlossberg fĂŒr ortsfremde GĂ€ste, aber auch fĂŒr Einheimische einfacher zugĂ€nglich zu machen und die landschaftlichen und kulturhistorischen Besonderheiten attraktiv herauszustellen, ohne den naturrĂ€umlichen Charakter zu beintrĂ€chtigen. Das TAPS wird von der FWTM in Kooperation mit dem Stadtplanungsamt, dem Garten- und Tiefbauamt, dem Umweltschutzamt und unter Einbezug von Vereinen, ortsansĂ€ssiger Gastronomie und anderen bĂŒrgerschaftlichen Akteuren umgesetzt.

Auf Wunsch und in Abstimmung mit vielen Kulturschaffenden und Veranstaltern stellt die FWTM eine Online-Veranstaltungsdatenbank fĂŒr Freiburg auf. Diese wird im Sinne der Digitalisierungsstrategie der Stadt Freiburg als Open Data Datenbank umgesetzt. An den Daten Interessierte, wie zum Beispiel Veranstaltungsmagazine, sollen Daten per Schnittstelle beziehen können. Die Dateneingabe kann ebenfalls automatisiert per Schnittstelle erfolgen oder fĂŒr kleinere Veranstalter oder Vereine auch per Eingabemaske. Die Daten werden an verschiedenen Stellen ausgespielt und dienen so der breiten Öffentlichkeit als Informationsquelle zum Veranstaltungsangebot in Freiburg. GĂ€ste sollen zentrale Veranstaltungsinformationen auf www.visit.freiburg.de erhalten. Ebenfalls können im Tourismusgewerbe tĂ€tige Unternehmen, wie zum Beispiel Hotels, die Veranstaltungsdaten in ihren eigenen Internetauftritt integrieren und so ihren GĂ€sten einen zusĂ€tzlichen Service zur VerfĂŒgung stellen. Der Onlinegang des Online-Veranstaltungskalenders ist fĂŒr das FrĂŒhjahr 2021 geplant.

Eine weitere priorisierte Maßnahme des Tourismuskonzeptes ist ein neuer touristischer Markenauftritt fĂŒr Freiburg im Rahmen eines partizipativen, zielgruppenorientierten Markenprozesses. Der Prozess wird in zwei Teilprojekten, der Entwicklung eines Markenkonzepts sowie der Entwicklung und Implementierung eines Marken-Designs, umgesetzt. Das erste Teilprojekt des Markenprozesses wurde Ende 2020 abgeschlossen. Dabei wurde mit einer Online-Befragung, die im Juli 2020 durchgefĂŒhrt wurde, ein wichtiger Beitrag zur VerstĂ€rkung der Kommunikation mit den BĂŒrger_innen sowie den touristischen LeistungstrĂ€gern geleistet.

Ziel der Erneuerung des bestehenden FußgĂ€nger-Leitsystems ist, die GĂ€ste von den sogenannten „Einfallstoren“, wie dem Hauptbahnhof dem Zentralen Busbahnhof oder den zentralen ParkhĂ€usern, in die Innenstadt zu leiten. Dabei soll in erster Linie ortsfremden Besucher_innen innerhalb der City „Orientierung gegeben und auf die SehenswĂŒrdigkeiten aufmerksam gemacht werden. Aktuell gibt es in der Innenstadt 13 Stelenstandorte mit 36 touristisch relevanten Detailzielen. Das aktuelle Leitsystem weist deutliche SchwĂ€chen in der WegefĂŒhrung im Design auf: Die Stelen sind veraltet und teilweise nicht mehr lesbar, es fehlen die heutzutage ĂŒblichen Entfernungsangaben in Minuten, das acht Jahre alte Design ist nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ und die Stelen sind nicht auffĂ€llig genug. Das im Tourismuskonzept festgeschriebene Ziel der Entzerrung der GĂ€stemenge in der Innenstadt wird durch das aktuelle Leitsystem nicht unterstĂŒtzt. Das Leitsystem besteht nur aus analogen Stelen. KĂŒnftig soll die Wegeleitung der Besucher_innen verbessert, die Standorte der Stelen angepasst, optimiert und die touristischen Detailziele beibehalten werden. Auch eine ErgĂ€nzung der analogen Stelen um neue, digitale Stelen ist geplant. Die Umsetzung der gesamten Maßnahme soll ab dem dritten Quartal 2021 erfolgen.

Beherbergungskonzept

In Freiburg wurden in den letzten Jahren zahlreiche Hotelneubauten realisiert oder befinden sich in der Planung. Hinzu kommt eine steigende Zahl an Ferienwohnungen, unter anderem auch auf dem wachsenden Sharing-Übernachtungsmarkt. Trotz der Zweckentfremdungssatzung geht die FWTM nach einer SchĂ€tzung des Baurechtsamts von ca. 800-900 AirBnB-UnterkĂŒnften in Freiburg aus. Unter Druck stehen dabei insbesondere privat gefĂŒhrte Beherbergungsbetriebe, die – unabhĂ€ngig von Corona – hierdurch möglicherweise in eine wirtschaftliche Schieflage geraten werden. Die Investitionsnachfrage insbesondere seitens der Kettenhotellerie hĂ€lt bundesweit an. Vor diesem Hintergrund haben eine Reihe deutscher StĂ€dte Beherbergungskonzepte beauftragt, die auf die gezielte rĂ€umliche Steuerung der Entwicklung von touristischer Beherbergung ausgerichtet sind. Eine solch „vertiefte“ Analyse des Beherbergungsstandorts Freiburg beantwortet nicht nur die Frage nach dem Bestand und den Entwicklungsmöglichkeiten, sondern auch die Steuerungsmöglichkeiten der Stadt bei Investoren- und Betreiberanfragen. In die Analyse fließen auch die Situation auf dem Wohn- und Gewerbeimmobilienmarkt, die Entwicklungsziele der Stadt sowie das Tourismuskonzept mit ein. In einem nĂ€chsten Schritt werden mögliche Steuerungsinstrumente bewertet, teilrĂ€umliche Problemschwerpunkte analysiert, Handlungsempfehlungen entwickelt und eine Checkliste zur Beurteilung von Beherbergungsvorhaben sowie Textbausteine fĂŒr B-PlĂ€ne erstellt. Die Fertigstellung des Beherbergungskonzeptes ist im Sommer geplant, der gemeinderĂ€tliche Beschluss im dritten Quartal 2021.
Mehr
Eintrag vom: 02.03.2021  




zurück
freiburger-stf.jpg
oekoplus.gif
gruenequellen.jpg
historixBanner.jpg

Mittagstisch-in-Freiburg




Copyright 2010 - 2021 Benjamin Jäger