Prolixletter
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19:07:41 Uhr


 
Kirchenvertreter für Partnerschaft mit Iranischer Stadt Isfahan
Freiburg. Am kommenden Dienstag (30.11.2010) wird der Freiburger Gemeinderat über die seit rund zehn Jahren bestehende offizielle Städtepartnerschaft mit der Iranischen Millionenstadt Isfahan diskutieren. Dabei soll es um eine "Bestandsaufnahme und die weitere Entwicklung“ der Partnerschaft gehen. Im Vorfeld der Gemeinderatssitzung wurden von verschiedenen Seiten Vermutungen geäußert die Partnerschaft solle ausgesetzt werden.

In der aktuellen Diskussion um die Städtepartnerschaft Freiburgs zum iranischen Isfahan hat sich im Vorfeld der Gemeinderatssitzung jetzt auch Pfarrer Wolfgang Schmidt von der Evangelischen Erwachsenenbildung geäußert. Eine Gruppe unter Schmidts Leitung ist vor wenigen Tagen von einer Studien- und Begegnungsreise aus Isfahan zurückgekehrt. Unter anderem stand eine Begegnung mit dem dortigen Bischof der armenischen Kirche sowie mit einheimischen Christen auf dem Programm.

In einem Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden im Freiburger Gemeinderat bezeichnet der stellvertretende Dekan des evangelischen Stadtkirchenbezirks die Städtepartnerschaft als „einmalige Chance zum interkulturellen Lernen“ für Iraner wie für Freiburger. Sowohl im Blick auf den Islam wie auch im Blick auf den Westen trage die Beziehung nach Isfahan dazu bei, Unkenntnis und Vorurteile auf beiden Seiten in der konkreten Begegnung und im persönlichen Kontakt abzubauen. „Der Weg zu einer friedlichen Koexistenz führt wesentlich über die Revision von Bildern, die man sich vom anderen macht“, schreibt Schmidt in seinem Plädoyer für die Fortführung der Partnerschaft. Er warnt vor einer Suspendierung der Partnerschaft Freiburg-Isfahan aus Gründen einer „political correctness“. Dies spiele „den autoritären Strömungen im Land in die Hände“, da diese auf eine Abschottung der Bevölkerung „vom westlichen Geist“ abzielten. Eine Abkehr von der Partnerschaft besiegelte die Isolation, unter der die vielen Iraner, die der Regierung kritisch gegenüber stehen, leiden ohne doch zugleich auf politisch verantwortlicher Ebene irgend eine Veränderung zu bewirken.“

In seiner Einschätzung bestätigt sieht sich Pfarrer Schmidt durch ein Gespräch der Isfahan-Reisegruppe mit der Leiterin der Kulturabteilung und dem stellvertretenden Leiter der politischen Abteilung in der deutschen Botschaft in Teheran.
 
Eintrag vom: 27.11.2010 Autor: Günter Hammer




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