Prolixletter
Dienstag, 19. Oktober 2021
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Veranstaltungsreihe KOPFSTAND/FRAUENRAUM in der Passage 46
Unter dem Titel Kopfstand beginnt in der Passage 46 unter der Leitung von Kurator Martin MĂŒller-Reisinger und in Kooperation mit FrauenRaum eine interdisziplinĂ€re Veranstaltungsreihe mit Expert_innen, die aktuelle gesellschaftspolitische Themen aufgreift, diskutiert und liebgewonnene Ansichten auch gerne mal auf den Kopf stellt. Der FrauenRaum bietet, organisiert durch Gabriela Schlesiger, Frauen aus aller Welt die Möglichkeit, sich kennenzulernen, auszutauschen, sich zu helfen oder einfach gemeinsam zu kochen – unabhĂ€ngig davon, ob sie schon lange oder neu in Freiburg sind. Die Veranstaltungen von FrauenRaum beschĂ€ftigen sich u. a. mit Themenkomplexen wie Rassismus und Antisemitismus, sexualisierte Gewalt und Missbrauch, Gender und Feminismus und #metoo.

Folgende Veranstaltungen von Kopfstand/Frauenraum sind im Dezember 2018 in der Passage 46 geplant:

1.
Passage 46
Sonntag, 09. Dezember 2018, 20.15 Uhr
CLEMENS MARIA HEYMKIND: SCHATTENKIND, VERGISS MEIN NICHT!
Lesung mit musikalischer Begleitung

Clemens Maria Heymkind wurde 1965 im AllgĂ€u geboren. Seine frühe Kindheit verbrachte er in mehreren Kinderheimen. Mit 19 Jahren machte er eine Lehre zum Möbelschreiner und holte spĂ€ter die Mittlere Reife sowie die Fachhochschulreife nach. Nach der Ausbildung zum Versicherungsfachmann absolvierte er ein Studium zum Diplom-Finanzwirt (FH) und arbeitet heute erfolgreich im Bereich Steuerberatung in Südbaden. Clemens Maria Heymkind ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Das Buch SCHATTENKIND, VERGISS MEIN NICHT! beschreibt die verheerenden seelischen Auswirkungen der ersten zwölf Lebensjahre , die Clemens Maria Heymkind u. a. im Kinderheim St. Niemandsland verbracht hatte, sowie die ersten Schritte des Heilungsweges im Pestalozzi-Kinderdorf am Bodensee. Es richtet sich insbesondere auch an junge Menschen, die eine sogenannte schwere Kindheit erleiden mussten. Der Autor gibt Zeugnis darĂŒber, dass die schmerzhafte ZerrĂŒttung innerhalb der Familie, sowie eine sogenannte Heimkarriere mit all ihren tragischen Begleiterscheinungen, wie z. B. sexuellem Missbrauch oder schwerer körperlicher Gewalt, nicht zwangslĂ€ufig im Erwachsenenalter zum Scheitern fĂŒhren muss. Auch eine schwere Kindheit kann ĂŒberwunden werden, wenn man sich seiner eigenen Geschichte stellt. Dies bedingt jedoch, dass man sich seiner Opferrolle entledigt, die unweigerlich zum Verlust der Autonomie fĂŒhrt. In diesem Sinne ermutigt der Autor zum Aufbruch, zum Neuanfang. Das Buch soll auch diejenigen ansprechen, die beruflich im pĂ€dagogischen / psychologischen Bereich tĂ€tig sind.

Weitere Informationen und Tickets: https://theater.freiburg.de/de_DE/spielplan/schattenkind-vergiss-mein-nicht.15652352

Ein Foto von Clemens Maria Heymkind finden Sie im Anhang. Foto: privat

2.
Passage 46
Dienstag, 11. Dezember 2018, 20.15 Uhr
IJOMA MANGOLD: DAS DEUTSCHE KROKODIL
Lesung und GesprÀch mit Ijoma Mangold

Sucht man nach Schlagworten zu Ijoma Mangolds Buch DAS DEUTSCHE KROKODIL in der Kritik, so kreisen diese vorwiegend um eine BeschĂ€ftigung mit dem Anderen, dem Anderssein. Mangold fragt beim RĂŒckblick auf sein frĂŒheres, jugendliches Ich ebenfalls: „Gab es GefĂŒhle des Außenseitertums, der Ausgegrenztheit?“ Und beantwortet diese Frage mit einem „Ja, aber“ – denn diese GefĂŒhle „hatten nichts mit der Hautfarbe zu tun, sondern mit meiner Neigung zu Literatur und klassischer Musik.“ Wenn man sich mit sechzehn von Thomas Mann besser verstanden fĂŒhlt „als von den Zeitgenossen, namentlich den Schulkameraden“, dann macht einen das „zum Sonderling“.

Heute ist Ijoma Mangold Literaturchef im Feuilleton sowie Auslandskorrespondent der ZEIT. FĂŒr „[s]eine Geschichte“ ist er aus der Rolle des Kritikers in die des Schriftstellers geschlĂŒpft – oder die des Autobiographen? Rollen, Stimmen, Erwartungen, Positionen und Welten – geographische, biographische und literarische – werden in diesem suchenden Buch ausgebreitet, verwoben und seziert. Wie verĂ€ndert sich die Wahrnehmung, wenn sie zur Erinnerung wird? Die „verlĂ€sslichsten Erinnerungen“, schreibt Mangold, „sind die am wenigsten authentischen. Wir haben sie, wie das Meer den Stein schleift, allen Regeln der ErzĂ€hlkunst unterworfen.“

Im Anschluss der Lesung stellt sich Ijoma Mangold den Fragen von Nisma Bux-Cherrat und Maya Alou (Here and Black) und Gabriela Schlesiger.
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Eintrag vom: 07.12.2018  




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