Prolixletter
Montag, 6. Dezember 2021
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Internationale Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“
Freiburger Aktionsbündnis stellt umfangreiches Programm vom 24. November bis 10. Dezember vor

Die weltweite Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ findet diesmal vom 24. November bis zum 10. Dezember statt. Mit vielen Veranstaltungen und Aktionen sensibilisiert das Freiburger Aktionsbündnis aus 40 Frauen- und Menschenrechtsgruppen für dieses Thema, das in der Öffentlichkeit noch stark tabuisiert wird.

Der aktuelle Vergewaltigungsfall in Freiburg zeigt einmal mehr, wie sehr Frauen und Mädchen immer noch Bedrohungen, Einschüchterungen und Übergriffen ausgesetzt sind. Sexuelle Gewalt gehört für sie weiterhin zum Lebensalltag, nicht nur im öffentlichen Raum: Häusliche Gewalt ist nach wie vor die am weitesten verbreitete Form der Gewalt gegen Frauen.

Die diesjährigen Freiburger Aktionstage stehen unter dem Motto „Menschenrechte sind unteilbar – Frauenrechte sind Menschenrechte“. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen stehen die Themen Feminismus, Sexismus und Rassismus sowie die Tatsache, dass sexualisierte Gewalt durch Krieg und Flucht in den letzten Jahren immens angestiegen ist, im Mittelpunkt der Aktionen und Veranstaltungen. Sie werden von den Vereinen eigenständig durchgeführt und durch unterschiedliche Geldgeber/innen getragen.

Das Freiburger Aktionsbündnis „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ besteht aus 40 Vereinen, Organisationen und Initiativen, die seit sechs Jahren gemeinsam die Aktionstage tragen. Dies sind: Amica e.V., Amnesty International/Regionalgruppe Südbaden _ Frauenrechtsgruppe, Anwältinnen ohne Grenzen, Bike Bridge, Centre Culturel Français, Deutscher Frauenring, DaMigra(Dachverband der Migrantinnenorganisationen & Mut-Projekt), Eine Welt Forum, Eleleileriye, Feministische Geschichtswerkstatt, Fluss – Bildungsarbeit zu Geschlecht und sexueller Orientierung, Feministisches Zentrum, Frauenhorizonte, Frauen mit Behinderung – Unabhängiges Netzwerk Inklusion, Frauenrechtskommission des Migrantinnen- und Migrantenbeirates, Frauenverband Courage, Freiburger Interventionsprojekt gegen Häusliche Gewalt (FRIG), FreiJa – Aktiv gegen Menschenhandel, Indienhilfe – Wasser ist Leben, In Via Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit, IZ3W und Fernsicht, Kommunales Kino, Frauenlesbenradio LaRadio bei RDL, Lebenskünstlerinnen, Long Ping – Friedlicher Drache, Menschenrechte 3000, MigraZentrum, Vielfalt leben – Netzwerk für Gleichbehandlung, P.I.N.K. - Prostitution.Integration.Neustart.KnowHow, Pro Familia, Radio Dreyeckland, Stelle zur Gleichberechtigung der Frau der Stadt Freiburg, Südnordfunk, Terre des Femmes, Tritta Verein für feministische Mädchenarbeit, Unabhängige Frauen Freiburg, Volkshochschule, Wildwasser, Zonta-Club Freiburg, Zonta-Club Freiburg-Schauinsland

Während des gesamten Zeitraums gibt es stadtweit Plakate „Nein zu Gewalt an Frauen und Mädchen“; Fahnen „Frei leben ohne Gewalt“ am Innenstadt-Rathaus und in der Basler Straße 8; ein Buch-Schaufenster bei Herder & Thalia (Kaiser-Joseph-Str. 180); und eine Gastro-Aktion in Freiburger Cafés, Kneipen, Restaurants und Clubs. Mehr Informationen stehen online auf www.16days-freiburg.de.

Das Programm 2018

Dienstag, 20. November, bis Mittwoch, 8. Dezember
Ausstellung „Menschenrechte sind Frauenrechte - Frauenrechte sind Menschenrechte“ in der Stadtbibliothek Freiburg Am 10. Dezember 2018 jährt sich zum 70. Mal die Proklamation der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen. In dieser Ausstellung stellen der Verein Menschenrechte 3000, der Frauenverband Courage und Anwältinnen ohne Grenzen ausgesuchte Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte Beispielen der Lebensrealität in Deutschland, Europa und der Welt gegenüber. Es wird klar, dass es noch viel zu tun gibt, um die Lage von Frauen menschenrechtswürdig zu gestalten. Öffnungszeiten der Stadtbibliothek: Di – Fr 10 bis 19 Uhr, Sa 10 bis 15 Uhr.

Freitag, 30. November, 17 Uhr, in der Stadtbibliothek
„Frau und geflüchtet auf Lesbos: die doppelte Isolation“: Vortrag & Diskussion mit Mirjam Herrmann und Gaëlle Dietrich Im Rahmen der oben genannten Ausstellung findet diese Midissage statt. Fast 20.000 geflüchtete Menschen sitzen auf den griechischen Inseln fest, allein 10.000 davon auf Lesbos, darunter viele Frauen. Doch über Frauen auf der Flucht wird kaum berichtet. Dabei bieten sie mit ihren Fluchtgeschichten, ihren Traumata, Träumen und ihrer Stärke täglich miserablen Hygienebedingungen, der geschlechtsspezifischen Gewalt, ewigen Warteschlangen und dem fehlenden Zugang zu Bildung die Stirn. 2018 waren Mirjam Herrmann und Gaëlle Dietrich jeweils zwei Monate als Freiwillige im Community Centre One Happy Family und berichten nun aus ihrer Arbeit.

Samstag, 24. November, 14:30 Uhr
Historix-Tour „Liebe, Elend, Henkersbrut“
Das traurige Schicksal der armen Sünderin Gaißerin zu Freiburg,
dargestellt von Schauspielerin Isabel Rothe. Treffpunkt am
Hauptportal der Martinskirche am Rathausplatz. Dauer: ca. 1,5
Stunden. Teilnahme auf Spendenbasis; die Einnahmen gehen an
das Projekt „Ending early child marriage“ von Zonta International.

Samstag, 24. November, 18:30 Uhr
Zonta Says No: Gegen Gewalt an Frauen. „Orange your city“ –
Das Theater Freiburg wird orange
Die beiden örtlichen Zonta-Clubs lassen in Zusammenarbeit mit dem Freiburger Theater das Theatergebäude in orange erstrahlen, als sichtbares Zeichen gegen die Gewalt an Frauen. Vor Ort wird über lokale Projekte von Zonta Freiburg und weltweite Projekte von Zonta International gegen Gewalt informiert.

Sonntag, 25. November
Tag der UNO zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Montag, 26. November, 19:30 Uhr, im Kommunalen Kino im Alten Wiehre-Bahnhof, Urachstraße 40
Film: „Ich bin kein Opfer mehr“ (D 2017, 73 Min, Regie: Medienprojekt Wuppertal)
Drei Frauen berichten, wie sie trotz langjähriger sexualisierter Gewalterfahrungen durch Täter aus dem nahen Familienkreis einen Weg ins Leben gefunden haben. Im Anschluss stehen WildwasserBeraterinnen für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

Dienstag, 27. November, 15 bis 17 Uhr
Gewalt an Frauen als Fluchtgrund
Im Museum Natur und Mensch (Gerberau 32). Dieses Mut-Projekt von DaMigra in Kooperation mit Anwältinnen ohne Grenzen soll geflüchteten Frauen eine aktive Rolle geben, um den deutschen Parteien sowie Institutionen, die für die Aufnahme und Integration der Geflüchteten zuständig sind, ihre Bedürfnisse, Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft in Deutschland darzulegen.

Dienstag, 27., Mittwoch, 28. und Donnerstag, 29. November
Benefiz-Konzertabende für Trompete und Orgel
Immanuel Richter (Trompete) und Hans Jürg Bättig (Orgel) spielen Werke von Johann Wilhelm Hertel, Luigi Otto, Michael Haydn u.a..
Am 27.11., 20.15 Uhr, in der Martin-Luther-Kirche in Staufen, am 28.11., 20.15 Uhr, in der Ludwigskirche in Freiburg und am 29.11., 20.15 Uhr, in der Kirche St. Gallus in Kirchzarten. Pro Eintrittskarte
gehen 3 Euro an das Zonta-Projekt „Ending early child marriage“. Karten auf www.jak-kuenstleragentur.de und www.reservix.de.

Mittwoch, 28. November, 19:30 Uhr, in der VHS, Rotteckring 12
Kriegsverbrechen an Frauen: Hintergründe, Strafverfolgung und Auswirkungen. Vortrag & Diskussion von Rita Schäfer
Im Libanon, in Libyen und Ostkongo: in Krisengebieten ist Gewalt gegen Frauen und Mädchen besonders verbreitet. Militarisierte Männlichkeit, rechtsfreie Räume, kriminelle Netzwerke und korrupte staatliche Strukturen bieten die Basis für Gewalt-Eskalationen. Die Wissenschaftlerin Rita Schäfer beleuchtet Hintergründe, juristische und politische Fragen zu Gewalt gegen Frauen in Kriegen. Danach Diskussion. Veranstaltet vom IZ3W und Amica. Eintritt frei.

Freitag, 30. November, 9 bis 17 Uhr, im Feministischen Zentrum Grethergelände, Faulerstr. 20
Argumentationstraining gegen Stammtischparolen
Fremdenfeindlichkeit und Sexismus sind auf dem Vormarsch. Im Alltag erleben Frauen oft Situationen, in denen verletzende Worte fallen und sie Ohnmachtsgefühle erfahren. Gute Argumente fallen ihnen oft erst im Nachhinein ein. Das Argumentationstraining mit Melinda Tamás fördert Zivilcourage und engagiertes Handeln im Alltag. In simulierten Gesprächssituationen werden mögliche Reaktionsweisen eingeübt. Ein Angebot von Pro Familia, Netzwerk für Gleichbehandlung und elele ileriye. Anmeldung auf www.fzfreiburg.de oder Tel. 0761-29062587. Kosten: 5 Euro.

Samstag, 1. Dezember, 11 bis 13:30 Uhr, im Feministischen Zentrum Grethergelände, Adlerstraße 12
Das Menschenrecht auf Asyl ist ein Frauenrecht.
Jeden ersten Samstag im Monat treffen sich Frauen mit und ohne Fluchterfahrungen im Polychore-Café. Im Dezembercafé beschäftigen sie sich mit dem Recht auf ein eigenständiges Asyl für Frauen und ihre Familien.

Montag, 3. Dezember, 19 Uhr, im Kommunalen Kino, Urachstraße 40
Film „Monika Hauser – Ein Porträt“ (D 2016, 82 Min., Regie: Evi Oberkofler und Edith Eisenstecken)
Ein Portrait der Gründerin von Medica Mondiale und Trägerin des Alternativen Nobelpreises Monika Hauser. Seit 26 Jahren kämpft die Frauenärztin lokal und international für die traumatisierten Opfer, denn jeder Krieg ist auch ein Krieg gegen Frauen. Bei dieser Filmvorführung ist Monika Hauser im Koki zu Gast.

Sonntag, 9. Dezember, 16 bis 18 Uhr, im Familienzentrum Klara, Büggenreuterstraße 12
Das Frauenbild der AfD
Diskussionsveranstaltung des Frauenverbandes Courage.

Montag, 10. Dezember
UN-Tag der Menschenrechte
 
Eintrag vom: 22.11.2018  




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