Prolixletter
Montag, 1. März 2021
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Verschiedenes

 
Schloss Reinach: Neue Restaurants und aufregende, neue Konzepte
Das „Regional“ ist seit 18. Mai geöffnet, das „Cross-over“ und der Hotelbetrieb folgen ab dem 29. Mai

Hotelier René Gessler und seine Familie haben rund 500.000 Euro in neues Konzept investiert

Die Zeit des Wartens ist vorbei, seit dem 18. Mai nimmt das Hotel Schloss Reinach in Freiburg-Munzingen Schritt fĂŒr Schritt seinen Betrieb wieder auf. Als erstes haben das neu konzeptionierte Restaurant „Regional“ (ehem. „sÂŽHerrehus“) und die Ferienwohnungen in der „Black Forest Lodge“ am Feldberg ihre Pforten wieder geöffnet. Ab Pfingsten folgen der Hotelbetrieb in Freiburg-Munzingen und das ebenfalls neu aufgestellte Restaurant „Cross-over“ (ehem. „sÂŽBadische Wirtshus“). Das Restaurant „Vivothek“ (ehem. „Limoncello“) im Hotel wird vorerst als Bar weitergefĂŒhrt. Ob und in welchem Maße es in diesem Jahr noch Kulturveranstaltungen wie die Open Air Konzerte der „Queen Revival Band“ (geplant fĂŒr den 31. Juli) oder mit dem Dauerbrenner „Sweet Soul Music Revue“ (geplant fĂŒr den 4. Sep.) geben wird, ist derzeit noch offen.

Nach der Zwangspause kommt schrittweise wieder Leben ins Haus, berichtet Hotelier RenĂ© Gessler: „Wir haben dank der Kurzarbeit bisher alle unsere mehr als 100 ArbeitsplĂ€tze erhalten können. Es gibt derzeit aber mit Blick auf die kommenden Monate noch viele offene Fragen und Ungewissheiten, beispielsweise wann und in welcher GrĂ¶ĂŸenordnung wir wieder Bankette, Tagungen und Hochzeiten anbieten können“. Klar ist aber: FrĂŒhester Anreisetag fĂŒr Privatreisende im Hotel Schloss Reinach wird der 29. Mai sein, berichtet Hoteldirektor Johannes Gessler. „GeschĂ€ftsreisende können wir bereits jetzt beherbergen“.

Und dann ist seit dieser Woche nach mehr als vier Monaten Umbau- und Corona-Pause – endlich – auch in den RĂ€umen des sechs Jahre lang mit einem Michelin-Stern gekrönten ehemaligen Restaurants „sÂŽHerrehus“ das neu gestaltete und inhaltlich neu konzeptionierte Restaurant „Regional“ geöffnet. KĂŒchenchef ist dort weiterhin Oliver Rausch, der mit seinem bewĂ€hrten Team eine feine regionale KĂŒche in modernem Ambiente anbietet: „Von der sonntĂ€glichen Suppenterrine fĂŒr die ganze Familie bis zum RehrĂŒcken wird im „Regional“ ein breites Spektrum abgedeckt“, so RenĂ© Gessler. Mit Giulia Emig in der Restaurantleitung wurde zudem ein weiteres Mitglied der Familie in den Betrieb integriert.

Den inhaltlichen Neuzuschnitt ihrer Restaurants hatten die Hotelbetreiber im vergangenen Jahr vor dem Hintergrund der langfristigen Entwicklung des Hotels Schloss Reinach beschlossen: Das Hotel ist seit 2015 um etwa 20 Prozent KapazitĂ€t gewachsen. Es verfĂŒgt heute ĂŒber rund 100 Zimmer und Suiten, was die Anforderung mit sich bringt, auch ein höheres GĂ€steaufkommen in den Restaurants managen zu können. „Im Normalbetrieb wird jedes der beiden Restaurants kĂŒnftig zwei feste Ruhetage in der Woche einfĂŒhren“, berichtet Johannes Gessler. Das komme den BedĂŒrfnissen des Teams zugute und gebe gleichzeitig dem Gast die Garantie, dass der KĂŒchenchef immer da ist, wenn ein Restaurant geöffnet ist. In die Umgestaltung der beiden Restaurants hat die Familie Gessler rund 500.000 Euro investiert.

Das Restaurant „Cross-over“ mit seinem frischen, internationalen und großstĂ€dtischen Flair geht drei Monate nach der Schließung seines VorgĂ€ngers pĂŒnktlich zu Pfingsten an den Start. Der Fokus wird auf einer internationalen KĂŒche liegen, die vom Fleisch aus dem Beefer bis zu Klassikern wie dem Club Sandwich oder SurfÂŽnÂŽTurf keine WĂŒnsche offen lĂ€sst. Zum neuen Konzept gehört zudem das Angebot, hochwertige internationale Weine im offenen Ausschank verkosten zu können. Auch hier bleibt das bewĂ€hrte Team mit KĂŒchenchef RenĂ© BĂŒscher und Sous-Chef Oliver Fritzsche an Bord. FĂŒr die Serviceleitung steht mit Adriano PersonĂ© zudem ein seit vielen Jahren bewĂ€hrter Schloss Reinach Mitarbeiter am Start.

„Hinter uns liegen, wie hinter allen Kolleginnen und Kollegen in der Hotel- und GaststĂ€ttenbranche, harte Wochen und Monate“, so RenĂ© Gessler. „Es ist gut und auch in hohem Maße wirtschaftlich geboten, nun wieder den Betrieb aufnehmen zu können“. Die Corona-Krise habe die Branche unverschuldet und besonders hart getroffen, ergĂ€nzt Johannes Gessler: „Wir richten den Blick nun aber nach vorn, um allen GĂ€sten auch unter den geltenden einschrĂ€nkenden Bedingungen, die wir vollumfĂ€nglich mittragen und unterstĂŒtzen, die QualitĂ€t und den Service bieten zu können, den sie seit mittlerweile 13 Jahren von unserer Familie kennen und erwarten.“
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Karlsruher Gastronomie sucht den Dialog
Offenen Brief an OberbĂŒrgermeister Mentrup ĂŒbergeben

FĂŒr die Gastronomie geht der Kampf ums Überleben weiter, auch nachdem die Lokale unter strengen Auflagen wieder geöffnet werden dĂŒrfen. "Einige von uns wird es bald nicht mehr geben, wenn Sie als Stadtoberhaupt nicht Partei fĂŒr uns ergreifen", heißt es in einem Schreiben einer Gruppe von rund 40 Karlsruher Betrieben, das Tanja Finck (Beim Schupi), Volker Rath (Gasthaus Gutenberg) und Ingo Zimmermann (Holzhacker) am Dienstag im Rathaus an OberbĂŒrgermeister Dr. Frank Mentrup ĂŒbergaben.

Sorgen bereiten den Gastwirten im aktuellen Betriebsablauf unter anderem Haftungsverpflichtungen fĂŒr VerstĂ¶ĂŸe von GĂ€sten bei der Dokumentationspflicht und die Einhaltung von Abstandsregeln. Außerdem machen sie sich fĂŒr finanzielle Entlastungen bei Steuern, GebĂŒhren, Energie- und Lohnnebenkosten stark. "Wir haben uns Gedanken um die Situation der Branche in Karlsruhe gemacht und stehen gerne als Profis aus dem Gastgewerbe zur Erarbeitung umsetzbarer Konzepte fĂŒr die Individualgastronomie zur VerfĂŒgung", wĂŒnschen sich die Unterzeichner einen "zeitnahen Dialog".

Die Stadt habe bereits einiges fĂŒr das Bewirtungsgewerbe getan, wies OB Mentrup auf das individuelle UnterstĂŒtzungsangebot fĂŒr die Umsetzung der Hygienevorschriften, die Erweiterung der Außengastronomie und den Erlass der SondernutzungsgebĂŒhren hin. Das UnterstĂŒtzungsangebot der Gastronomie nehme er gern auf und wolle unter Einbeziehung des Deutschen Hotel- und GaststĂ€ttenverbandes (Dehoga) zu einem SpitzengesprĂ€ch einladen.
 
 

 
Freiburg: 100 Tage E-Busse - Eine erste Bilanz
Sie sind bei den FahrgÀsten und bei den Anwohnenden des Fahrwegs der Linie 27 sehr beliebt, sie versehen zuverlÀssig ihren Dienst, die Werkstattmitarbeitenden kommen ebenso gut mit ihnen zurecht wie die Fahrerinnen und Fahrer und auch das Laden verlÀuft bislang unproblematisch. Nach mittlerweile 100 Einsatztagen, können die Verantwortlichen der Freiburger Verkehrs AG (VAG) eine erste, durchweg positive Bilanz des Einsatzes der ersten beiden Elektrobusse ziehen.
Nach umfangreichen technischen Vorbereitungen und der Einweisung von Teilen der Fahrerinnen und Fahrer auf die neuen Fahrzeuge, hatten am 7. Februar der erste Elektrobuss der VAG seinen Betrieb auf der Linie 27 aufgenommen. Zuvor war das Werkstattpersonal durch die Herstellerfirma in die neue Technik eingearbeitet worden und auch die Mitarbeitenden im Fahrdienst mussten in die neue Technik und den Vorgang des Ladens eingewiesen werden.
Mit Spannung wurde darauf gewartet, wie die E-Busse den Linieneinsatz bewĂ€ltigen, und ob die gewĂ€hlte Technik des Zwischenladens – an der Haltestelle Europaplatz – sich bewĂ€hren wird.

„Die EinfĂŒhrung und die ersten Betriebswochen verliefen vollkommen unproblematisch,“ berichtet VAG Vorstand Stephan Bartosch. „Es gab bisher noch nicht einmal die bei neuen Fahrzeugen gelegentlich auftretenden ‚Kinderkrankheiten‘. Auch die Ladeinfrastruktur und das Zusammenwirken mit den Bussen funktioniert bisher einwandfrei. Und was die LadehĂ€ufigkeiten betrifft, lernen wir immer noch ein wenig dazu.“ Mittlerweile wird im Linieneinsatz am Europaplatz immer dann neuer Strom geladen, wenn die Restladung unter 80 Prozent gefallen ist. Das ist in der Regel nach zwei bis drei UmlĂ€ufen der Fall. Auch an die dortige volle Ladeleistung von 150 kW hat man sich nach und nach herangetastet. „Unsere ersten beiden Elektro-Busse haben mittlerweile zusammen rund 23.000 Kilometer zurĂŒckgelegt und haben damit in Freiburg 24t CO2 gegenĂŒber einem Dieselbus eingespart.“ ergĂ€nzt Bartosch.
Und nicht nur rein technisch gesehen lĂ€uft bei den Standardbussen bisher alles rund: „Unsere Fahrerinnen und Fahrer schĂ€tzen die in jeder Hinsicht ruhige Fahrweise mit den Elektromotoren und das bekommen wir auch immer wieder von den FahrgĂ€sten zu hören,“ weiß VAG Vorstand Oliver Benz und fĂ€hrt fort: „Ein besonders positives Feedback erhalten wir immer wieder von Anliegerinnen und Anliegern des Fahrwegs der Linie 27: Die Busse sind um ein Vielfaches leiser als ihre dieselbetriebenen Pendants.“
Die Zukunft
Derzeit lĂ€uft bei der VAG, aufbauend auf den Erfahrungen der Pilotlinie, die Ausschreibung fĂŒr weitere 15 E-Busse mitsamt der dafĂŒr notwendigen Infrastruktur. Voraussichtlich im FrĂŒhjahr 2022 werden diese dann fĂŒnf Solobusse mit Euro-5-Standard sowie 10 Gelenkbus mit Euro 5 EEV-Antrieben ersetzen. Diese Investition wird durch ein Förderprogramm des Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) mit einem Betrag von 6,3 Millionen Euro unterstĂŒtzt.
 
 

 
Deportation von Sinti und Roma aus Karlsruhe vor 80 Jahren
StÀdtische Gedenkveranstaltung verschoben / Neues Buch zum Thema erscheint

Am 16. Mai 1940 wurden im nationalsozialistischen Deutschen Reich auf Anweisung von Heinrich Himmler etwa 2.800 "Zigeuner", so die lange benutzte diskriminierende Bezeichnung fĂŒr die Sinti und Roma, verhaftet, in Sammellager gebracht und in das Generalgouvernement Polen gebracht. Dort kamen sie in Arbeitslager oder Ghettos. In Karlsruhe wurden Sinti-Familien aus der Stadt und der Region, etwa 200 Personen, im PolizeiprĂ€sidium am Marktplatz zusammengetrieben und von dort mit Lastwagen in das als Sammellager genutzte Zuchthaus Hohenasperg gebracht.

Etwa die HĂ€lfte der dann in das besetzte Polen Deportierten kam in der Folgezeit um. WĂ€hrend in den von Deutschland besetzten LĂ€ndern Osteuropas ein Völkermord an den Sinti und Roma, dem Hunderttausende zum Opfer fielen, stattfand, wurde im Deutschen Reich diese "Endlösung" Ende 1942 angegangen. Am 16. Dezember 1942 ordnete Heinrich Himmler an, alle noch im Reichsgebiet und den besetzten LĂ€ndern lebenden Sinti und Roma in Vernichtungslager zu schicken. Aufgrund dessen wurden im MĂ€rz 1943 ĂŒber 20.000 Sinti und Roma als "rassisch minderwertig" nach Auschwitz-Birkenau deportiert, wo bis zu dessen Ende 1944 ĂŒber zwei Drittel an Hunger, Misshandlungen, Krankheit oder medizinischen Experimenten ihr Leben verloren. Darunter waren wieder zahlreiche Karlsruherinnen und Karlsruher.

Neue Publikation

"Lange Zeit gehörten sie zu den 'vergessenen Opfern' ", schreibt OberbĂŒrgermeister Dr. Frank Mentrup im Geleitwort zu einer neuen Publikation des Stadtarchivs Karlsruhe, das sich mit der frĂŒhen Verfolgungsgeschichte dieser Gruppe in Karlsruhe befasst. "In der Bundesrepublik Deutschland wurde ihre Verfolgung lange Zeit nicht anerkannt. Erst 1982 erfolgte gegen maßgeblichen Widerstand von immer noch wirkenden sogenannten 'Zigeunerexperten' die formale Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus", bemerkt er weiter.

Das Buch von Johannes Kaiser mit dem Titel Verfolgung von Sinti und Roma in Karlsruhe im Nationalsozialismus. Die stÀdtische und kriminalpolizeiliche Praxis erscheint im Info Verlag und ist ab nÀchste Woche im Buchhandel und im Stadtarchiv zum Preis von 14,90 Euro erhÀltlich.

Gedenkveranstaltung wird nachgeholt

Ausfallen muss hingegen die von der Stadt Karlsruhe am 20. Mai geplante Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Deportation wegen der Covid-EinschrÀnkungen. Die Veranstaltung und eine begleitende Wanderausstellung des Landesverbands der Sinti und Roma werden aber im nÀchsten Jahr nachgeholt.
 
 

 
Verbesserungen auf Rad-Vorrang-Route FR3
Garten- und Tiefbauamt baut ab 26. Mai die Eschholzstraße zwischen Lehener und Breisacher Straße um

Zug um Zug wird Freiburgs Netz der Radschnellwege dichter und sicherer. Jetzt kommt ein TeilstĂŒck unter die Walze, das bisher tĂ€glich Tausenden von Radfahrerinnen und Radfahrern wenig Freude bereitet. Am Dienstag, 26. Mai, beginnt das Garten- und Tiefbauamt (GuT) mit dem Umbau des Eschholzstraßen-Abschnittes zwischen der Lehener und der Breisacher Straße, inklusive der viel befahrenen Kreuzung Breisacher und Hohenzollernstraße. Zuvor hatten GuT und Badenova hier bereits die Kanalisation und weitere Versorgungsleitungen erneuert.

BaubĂŒrgermeister Martin Haag betont: „Die Rad-Vorrang-Route FR3 ist ein KernstĂŒck des Radkonzeptes Freiburg 2020. Ich freue mich, dass wir jetzt mit diesen Umbauarbeiten einen wichtigen Abschnitt dieses Konzeptes in Angriff nehmen können. Wir kommen damit dem Ziel einer fahrradfreundlichen Stadt ein gutes StĂŒck nĂ€her.“

Die Route FR3 fĂŒhrt von ZĂ€hringen durch den StĂŒhlinger ins Vauban. In ihrem zentralen Teil verlĂ€uft sie ĂŒber die Eschholzstraße. Hier wurden vor Jahren zwischen der OchsenbrĂŒcke und der Lehener Straße bereits gute Radverkehrsanlagen geschaffen.

Nun wird in jenem Abschnitt der Eschholzstraße, der zwischen Lehener Straße und Breisacher Straße liegt, auf der Westseite der bestehende Radweg in einen Radfahrstreifen umgebaut. Dadurch entfĂ€llt fĂŒr Radfahrer das Gehoppel ĂŒber Straßenabsenkungen, Parkplatz-Zufahrten und Hebungen durch Baumwurzeln. KĂŒnftig gibt es breitere FlĂ€chen fĂŒr Radfahrer und FußgĂ€ngerinnen.

Auch in Teilen der Breisacher Straße und in der Hohenzollernstraße wird die RadverkehrsfĂŒhrung verbessert; wiederum werden aus sehr engen Radwege breite Radfahrstreifen auf der Fahrbahn.

Im Zuge des Umbaus wird das GuT zudem die Fahrbahn sanieren, die in schlechtem Zustand ist. DafĂŒr wird der Asphalt vollstĂ€ndig erneuert und seine StĂ€rke der heutigen Verkehrsbelastung angepasst.

Der gesamte Kreuzungsbereich erhĂ€lt barrierefreie Elemente, auch die Bushaltestelle Lehener Straße wird barrierefrei ausgebaut. Die Ampeln werden auf den neuesten Stand gebracht, samt einer Vorrangschaltung fĂŒr die Fahrzeuge der Feuerwehr. Die Ampeln erkennen dann kĂŒnftig, wenn sich ein Einsatzfahrzeug nĂ€hert, und schalten alle Fahrspuren aus seiner Richtung auf GrĂŒn, die ĂŒbrigen Richtungen aber auf Rot.

Der Umbau der Kreuzung erfolgt in vier Bauabschnitten. In jedem Bauabschnitt mĂŒssen einzelne Verkehrsbeziehungen gesperrt werden. Diese werden umgeleitet und entsprechend ausgeschildert.

FĂŒr den ersten Bauabschnitt sind sieben Wochen eingeplant. In dieser Zeit ist das Rechtsabbiegen von der Breisacher Straße stadtauswĂ€rts in die Hohenzollernstraße nicht mehr möglich. Die Umleitung fĂŒhrt ĂŒber die Berliner Allee, Emmy-Noether-Straße und Kaiserstuhlstraße. Über die Einrichtung der folgenden Bauabschnitte informiert die Stadtverwaltung zu gegebener Zeit.

Der Umbau dauert voraussichtlich bis Ende November 2020 und kostet insgesamt 2,1 Millionen Euro. Das Land Baden-WĂŒrtemberg beteiligt sich an diesen Kosten.

Das Garten- und Tiefbauamt bittet um VerstĂ€ndnis fĂŒr Verkehrsbehinderungen, die mit den Bauarbeiten verbunden sind.
 
 

 
NABU: Aktueller Bericht zur Lage der Natur ist alarmierend
KrĂŒger: Bund und LĂ€nder mĂŒssen jetzt handeln

Berlin, 19-05-2020 – AnlĂ€sslich des heute von BfN und BMU veröffentlichten Berichts Die Lage der Natur in Deutschland fordert der NABU Bund und LĂ€nder zu einem konsequenteren Einsatz fĂŒr den Naturschutz auf. Denn mehr als zwei Drittel der nach EU-Naturschutzrichtlinien zu schĂŒtzenden Arten befinden sich in einem ungĂŒnstigen Erhaltungszustand, mehr als ein Drittel dieser Arten und fast die HĂ€lfte der Lebensraumtypen weisen einen negativen Entwicklungstrend auf.

„Die Lage der Natur ist schlecht, und sie verschlechtert sich weiter. Die Vögel der Agrarlandschaft gehen zurĂŒck, in den letzten Jahrzehnten haben wir hier gut zehn Millionen Brutpaare verloren. Das fĂŒr Vögel und Insekten so bedeutende GrĂŒnland steht ebenso unter Druck wie die auch fĂŒr Klimaschutz und Klimawandelanpassung wichtigen GewĂ€sser- und FeuchtlebensrĂ€ume. Bund und LĂ€nder mĂŒssen dringend ihre Hausaufgaben machen und eine Renaturierungsoffensive starten. Wenn nicht endlich ernst gemacht wird, dann bleibt der Bericht nur eine weitere SOS-Meldung im Logbuch der untergehenden Arche Noah.“ so NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger.

In der FlĂ€che besteht weiter dringender Handlungsbedarf, wie die Berichtsdaten zeigen. Vor dem EuropĂ€ischen Gerichtshof steht jetzt eine Anklageerhebung wegen unzureichender Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie kurz bevor. Till Hopf, NABU-Naturschutzexperte, dazu: „Schutzgebiete mĂŒssen wirklich schĂŒtzen, sich also positiv auf die Arten und LebensrĂ€ume auswirken, zu deren Schutz sie eingerichtet wurden. Wir brauchen deshalb den politischen Willen, konkreten Verordnungen mit spezifischen Zielen ein wirksames Management folgen zu lassen. Auch eine bedarfsgerechte Finanzierung fĂŒr die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen ist unabdingbar. Zudem muss die Bundesregierung endlich ernst machen mit ihrem Vorsatz, den Schutz der biologischen Vielfalt als alle Ressorts verpflichtende Querschnittsaufgabe anzugehen“. Der NABU bemĂ€ngelt zum Beispiel ganz konkret, dass die gesetzliche Umsetzung des Aktionsprogramms Insektenschutz durch die Bundesregierung immer noch nicht umgesetzt wurde. Auch gebe es zuletzt verstĂ€rkt Bestrebungen, die BerĂŒcksichtigung von Naturschutzbelangen in Planungsverfahren auszuhöhlen, rechtliche Standards abzusenken und die Verbandsbeteiligung aufzuweichen.

„Eingriffsregelung, FlĂ€chenverbrauch, Landnutzung, Biotopverbund, Schutzgebietsmanagement, Finanzierung – die Handlungsfelder sind so vielfĂ€ltig wie dringlich, und ĂŒberall liegt etwas im Argen“, mahnt NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger.

Besonders hervorzuhebende Ergebnisse des Berichtes zur Lage der Natur sind:

Massiver RĂŒckgang der Feldvögel seit 1980 (Kiebitz -93%, Rebhuhn -91%, Turteltaube -80%, Feldlerche -55%). Das sind ĂŒber zehn Millionen Brutpaare weniger.
Bei 10 von 24 in der kontinentalen Region vorkommenden Fledermausarten zeigt sich ein verschlechternder Gesamttrend. Die ErhaltungszustĂ€nde sind bereits ausschließlich unzureichend, beim Grauen Langohr sogar schlecht.
Alle Lebensraumtypen der BinnengewĂ€sser und des GrĂŒnlandes in der atlantischen und kontinentalen Region sind in einem ungĂŒnstigen Erhaltungszustand, ebenso die Lebensraumtypen der Ostsee.

Zum Hintergrund:
Die Mitgliedsstaaten mĂŒssen regelmĂ€ĂŸig zur EU-Kommission nach BrĂŒssel berichten, wie es um den Zustand all jener Arten und LebensrĂ€ume steht, die von den EuropĂ€ischen Naturschutzrichtlinien (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, Vogelschutzrichtlinie) geschĂŒtzt werden. Das Bundesamt fĂŒr Naturschutz hat die aktuellen, Ende 2019 bzw. Anfang 2020 veröffentlichten Berichte nun aufbereitet und die wesentlichen Erkenntnisse in einem Bericht zur Lage der Natur vorgestellt. Bereits seit dem Jahr 2015 lĂ€uft ein Vertragsverletzungsverfahren wegen unzureichender Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, das zuletzt im Februar noch einmal verschĂ€rft wurde. Bis zum
15. Juni hat Deutschland nun Zeit, eine Anklageerhebung vor dem Gerichtshof der EuropÀischen Union noch abzuwenden.
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Weltbienentag: Bienenschutz muss höchste PrioritÀt haben
Slow Food Deutschland nimmt den Weltbienentag am 20. Mai zum Anlass, um auf das gravierende Ausmaß des Bienen- und Insektensterbens hinzuweisen, denn Bienen und andere BestĂ€uber spielen fĂŒr unsere Lebensmittelproduktion, Umwelt und BiodiversitĂ€t eine zentrale Rolle. Ein politischer Richtungswechsel hin zu einem weitgreifenden Bienen- und Insektenschutz ist deshalb unabdingbar. Verbraucher*innen lĂ€dt Slow Food am Weltbienentag zu einer Online-Honigsprechstunde ein, bei der sie neben einem Input von Demeter-Imkermeistern zur Honigherstellung und wesensgemĂ€ĂŸen Bienenhaltung all das erfragen können, was sie schon immer ĂŒber Bienen und Honig wissen wollten.

75% unserer Nutzpflanzen sind von der BestĂ€ubung durch Insekten abhĂ€ngig, doch aktuell geraten ErnĂ€hrungssicherheit und -souverĂ€nitĂ€t sowie die biokulturelle Vielfalt zunehmend ins Schwanken durch den anhaltenden Verlust dieser bedeutenden Tiere. Laut Insektenatlas der Heinrich-Böll Stiftung (2020) ist die Menge der eingesetzten Pestizide weltweit seit 1950 um das FĂŒnfzigfache gestiegen. WĂ€hrend der ökologische Anbau weitestgehend ohne sie auskommt, werden in der konventionellen Landwirtschaft weltweit pro Jahr etwa vier Millionen Tonnen chemische Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Die Zahlen verdeutlichen, dass der von der industriellen Landwirtschaft verfolgte Weg keineswegs im Sinne des Bienenschutzes ist, dass es aber eine zukunftsfĂ€hige Alternative gibt.

Dazu die Vorsitzende von Slow Food Deutschland, Ursula Hudson: „Statt viel heißer Luft ist auf politischer Ebene die Umsetzung wirksamer Maßnahmen und das Schließen von Schlupflöchern fĂŒr bienenschĂ€dliche Insektizide gefragt, denn vom Bundeslandwirtschaftsministerium und der EU verkĂŒndete Handlungspunkte zum Bienenschutz stellen sich meist als unzureichend heraus. So hatte die EU zum Beispiel im Herbst 2019 entschlossen, das Neonikotinoid Thiacloprid zu verbieten. Die in Deutschland gebrĂ€uchlichen Mittel, Biscaya und Calypso, sind aber deshalb nicht sofort vom Markt verschwunden und es wurde geduldet, dass diese trotz ausgelaufener Genehmigung noch fast ein Jahr lang verwendet werden. So etwas darf es nicht geben! Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ließ 2019, entgegen ihrer Behauptung die Bienen schĂŒtzen zu wollen, weitere bienenschĂ€dliche Ackergifte zu“. Zum Erreichen einer bienenfreundlichen Landwirtschaft und zukunftsfĂ€higen Lebensmittelpolitik ist die Reduktion und ein schrittweiser Ausstieg aus synthetischen Pestiziden und Maßnahmen zur Erholung der BiodiversitĂ€t Voraussetzung.

Neben dem politisch forcierten Bienenschutz ist es auch grundlegend wichtig, dass Verbraucher*innen dem Lebensmittel Honig wieder mit mehr WertschĂ€tzung und Wissen um dessen QualitĂ€tsunterschiede begegnen. Gerade beim Honig ist es wichtig, Genuss und Verantwortung zusammenzubringen, denn eine gute, saubere und faire Produktion wirkt sich nicht nur positiv auf die Umwelt, den Bestand der Bienenvölker und die faire Entlohnung von Imker*innen aus, sondern auch auf den Geschmack des Produkts, was das Genuss-Erlebnis beim Honig erhöht. Um Verbraucher*innen den Wert von Honig nĂ€herzubringen und ihnen Hilfestellung fĂŒr den Honig-Einkauf zu geben sowie ĂŒber die unterschiedlichen QualitĂ€ten von Honig zu informieren, organisiert Slow Food zum Weltbienentag die Honigsprechstunde.

Veranstaltungshinweis: Einladung zur moderierten Online-Honigsprechstunde von Slow Food Deutschland mit der Demeter Imkerei Summtgart am 20. Mai 2019 von 19:00-20:00

Wie erkenne ich eigentlich guten Honig? Worauf sollte ich beim Einkauf achten? Auf welche Angaben, Siegel, Label und Ă€hnliches kann ich vertrauen? Welche Arten eignen sich fĂŒrs Salatdressing, welche fĂŒrs Brötchen? Wird in Deutschland eigentlich ausreichend Honig fĂŒr den inlĂ€ndischen Verbrauch produziert? Und was können wir fĂŒr den Bienenschutz tun? Diese und andere Fragen werden an diesem Abend behandelt. AnlĂ€sslich des Weltbienentags am 20. Mai bieten wir Ihnen eine Honigsprechstunde an, bei der Sie in die Welt der Bienen und der Honigproduktion eintauchen und erfahren können, welche wichtige Funktion die Bienen fĂŒr Umwelt, BiodiversitĂ€t und Lebensmittelproduktion einnehmen. Nehmen Sie via Zoom an der offenen Fragerunde teil, um all das zu erfahren, was Sie schon immer ĂŒber die Bienen und Honig wissen wollten. Die Imkermeister Tobias Miltenberger und David Gerstmeier von Summtgart stehen Ihnen in einer offenen Fragerunde Rede und Antwort.

Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Leser*innen, Zuhörer*innen und Zuschauer*innen ĂŒber die Veranstaltung informieren.

Mehr Informationen zur Honigsprechstunde unter:
Webseite: https://www.slowfood.de/aktuelles/2020/weltbienentag-ein-hoch-auf-die-bienen-und-andere-bestaeuber
Facebook: https://www.facebook.com/events/239233170730923/

EU-BĂŒrgerinitiative „Bienen und Bauern retten“
Die EU-BĂŒrgerinitiative „Bienen und Bauern retten“ wurde Ende 2019 ins Leben gerufen, um die EU-Kommission zum schrittweisen Ausstieg der EU-LĂ€nder aus synthetischen Pestiziden bis 2035, zur Erholung der BiodiversitĂ€t und der UnterstĂŒtzung von BĂ€uer*innen aufzufordern. Slow Food unterstĂŒtzt diese aktiv und ruft Verbraucher*innen auf, die Petition zu unterschreiben.
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Weltbienentag: Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 20. Mai als World Bee Day ausgerufen. Mit dem UN-Weltbienentag unterstreicht die Weltgemeinschaft den dringenden Schutz der Bienen. Jeder kann dabei mitmachen.
 
 

 
Vorarbeiten zur Stadtbahnlinie Waldkircher Straße
Eigenbetrieb StadtentwÀsserung erneuert ab 2. Juni AbwasserkanÀle

Die Vorarbeiten zum Bau der geplanten Stadtbahnlinie Waldkircher Straße laufen an. Im Vorfeld lĂ€sst der stĂ€dtische Eigenbetrieb StadtentwĂ€sserung (ESE) die bestehenden AbwasserkanĂ€le umbauen und an die geplanten, neuen Gleise anpassen. Hiervon betroffen sind die teilweise ĂŒber 100 Jahre alten AbwasserkanĂ€le in der Waldkircher Straße von der Kreuzung Neunlindenstraße bis zur EinmĂŒndung der Kaiserstuhlstraße.

Der Kanalbau beginnt im Bereich der Kreuzung Neunlindenstraße. Eingebaut werden Stahlbetonrohre mit einem Durchmesser von einem Meter und tonnenschweren KontrollschĂ€chten. Die Baugruben sind ĂŒber 5 Meter tief. Daher kommen große BaugerĂ€te zum Einsatz.

Die Bauarbeiten beginnen am Dienstag, 2. Juni, und dauern voraussichtlich bis Anfang Oktober. Den Durchgangsverkehr an der Kanalbaustelle sichert der ESE mittels Ampelsteuerung. FĂŒr FußgĂ€nger werden sichere WegfĂŒhrungen eingerichtet.

Mit Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen. Der Eigenbetrieb StadtentwÀsserung bittet um VerstÀndnis.
 
 



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