Prolixletter
Freitag, 26. Februar 2021
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Verschiedenes

 
Forschungswende zur Sicherung der WelternÀhrung
Sind die öffentlichen Gelder, die in die Erforschung einer zukunftsfĂ€higen Landwirtschaft und ErnĂ€hrung investiert werden, richtig investiert? Sie könnten sich als Fehlinvestitionen mit schwer wiegenden Konsequenzen erweisen. Darauf weist ein BĂŒndnis von fĂŒnf zivilgesellschaftlichen Organisationen hin. Gemeinsam legen sie heute in Berlin ein "Memorandum fĂŒr eine Forschungswende zur Sicherung der WelternĂ€hrung" vor.

Getragen wird das Memorandum vom Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Germanwatch, Institut fĂŒr WelternĂ€hrung - World Food Institute (IWE), Naturfreunde Deutschland und Slow Food Deutschland.

Das Memorandum stellt fest: "Die ErnĂ€hrung von zukĂŒnftig 10 Milliarden Menschen erfordert eine grundlegende Wende des Agrar- und ErnĂ€hrungssystems und seiner Wissenschaften."

Die Bundesregierung habe im Rahmen der Agenda 2030 gemeinsam mit der Staatengemeinschaft beschlossen, den Hunger auf der Welt bis 2030 zu beenden, eine gesunde ErnĂ€hrung der Weltbevölkerung zu gewĂ€hrleisten und dies durch Förderung einer nachhaltigen ökologischen Landwirtschaft zu unterstĂŒtzen. Bisher jedoch fließe der weitaus grĂ¶ĂŸte Teil der Forschungsmittel immer noch in den weiteren Ausbau der industrialisierten Landwirtschaft und der hochverarbeitenden ErnĂ€hrungsindustrie, die dieses Ziel nicht erreichen können, es vielmehr gefĂ€hrden. Hier mĂŒssten die Weichen neu gestellt werden.

"Wenn die Bundesregierung ernsthaft Fluchtursachen bekĂ€mpfen will", betont Dr. Wilfried Bommert, Sprecher des Institut fĂŒr WelternĂ€hrung-World Food Institute, "dann muss sie eine Neuverteilung der öffentlichen Fördermittel zur Erforschung einer zukunftsfĂ€higen Landwirtschaft und ErnĂ€hrung auf den Weg bringen. Nur so ist Hunger als Fluchtursache zu ĂŒberwinden."

Die Initiatoren verstehen das Memorandum als einen Anstoß zur notwendigen VerĂ€nderung von Förderungszielen und Auswahlprozessen. Sie erklĂ€ren sich bereit, die Umorientierung in Forschung und Lehre zur Sicherung der WelternĂ€hrung zu unterstĂŒtzen.

Das Memorandum kann hier heruntergeladen werden (klicke auf "mehr") ...
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Zinsportale: Nur wenige Angebote ĂŒberzeugen
Filialbanken zahlen fĂŒr sichere Geldanlagen so gut wie nichts. Rendite gibt es nur noch online, vor allem bei auslĂ€ndischen Direktbanken und Zinsportalen wie Savedo, Weltsparen und Zinspilot. Sie locken zwar mit attraktiven Zinsen, doch nur wenige Angebote sind auch wirklich sicher. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift Finanztest in ihrer Januar-Ausgabe, fĂŒr die sie einen großen Zinstest fĂŒr Tages- und Festgeldkonten durchgefĂŒhrt und Zinsportale genauer unter die Lupe genommen hat.

Zinsplattformen bieten Anlegern einfachen Zugang zu Sparangeboten verschiedener Banken. Doch viele dieser Angebote empfiehlt Finanztest nicht, da die Tester Zweifel an der Einlagensicherung bei Angeboten etwa aus Bulgarien, Malta oder Portugal haben. Zwar gibt es einen EU-weiten Schutz, doch im Pleitefall kommt es letztlich immer noch auf die einzelnen LĂ€nder an. Finanztest listet in einer Tabelle auf, welche Tages- und Festgeldangebote welcher Banken nicht empfehlenswert sind. Es gibt aber auch Angebote, die alle Testkriterien erfĂŒllen. Bei Weltsparen sind es 8 von 21, bei Zinspilot 3 von 5.

Wer nicht zu einem Zinsportal gehen möchte, findet momentan die besten Zinsen fĂŒr Tagesgeld (bis 100.000 Euro) bei der Autobank, Denizbank und der Leaseplan Bank. Der Topzins von 1 Prozent bei der PSD Niederbayern-Oberpfalz gilt nur fĂŒr BeitrĂ€ge bis 10.000 Euro. FĂŒr Festgeld erhĂ€lt man bei sehr langer Laufzeit zwar etwas höhere Zinsen, man ist aber unflexibel, wenn das Zinsniveau nach oben geht.

Die ausfĂŒhrlichen Tests erscheinen in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (ab 14.12.2016 am Kiosk) und sind bereits unter www.test.de/zinsportale und www.test.de/zinsen abrufbar.
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PatientenverfĂŒgung: Klare Worte helfen Arzt und Angehörigen
In einer PatientenverfĂŒgung legen Menschen fest, wie sie in einer bestimmten Krankheitssituation am Lebensende behandelt oder pflegerisch begleitet werden wollen. Doch viele fĂŒhlen sich ĂŒberfordert, ohne medizinisches Detailwissen etwas konkret festzulegen oder haben Angst, eine VerfĂŒgung könnte sich nachteilig auswirken. Die Zeitschrift Finanztest erklĂ€rt in ihrer Januar-Ausgabe, warum eine solche VerfĂŒgung sinnvoll ist, beschreibt, worauf es dabei ankommt und wo man sich beraten lassen kann. Außerdem sagen die Finanztest-Experten, wer eine Vorsorgevollmacht und eine BetreuungsverfĂŒgung haben sollte.

Jede Ă€rztliche Behandlung bedarf der Zustimmung des Patienten. Auch wenn er nicht mehr einwilligungs- und entscheidungsfĂ€hig ist, kommt es auf seinen Willen an. In solchen FĂ€llen hilft eine im Voraus erstellte PatientenverfĂŒgung. Damit es ĂŒber den erklĂ€rten Willen keinen Streit gibt, mĂŒssen Patienten eindeutig bestimmen, was sie wĂŒnschen und in welche Behandlung sie in welcher Krankheitssituation einwilligen oder nicht. Um eine Entscheidung fĂŒr oder gegen eine PatientenverfĂŒgung treffen zu können, ist es sinnvoll, sich mit den eigenen Wertvorstellungen zu Leben, Tod und kĂŒnstlicher LebensverlĂ€ngerung auseinander zu setzten. Hilfreich kann es sein, mit einem Arzt die ethischen Fragen rund um eine PatientenverfĂŒgung zu besprechen.

Wichtig ist auch eine Vorsorgevollmacht, damit sich bei schwerer Krankheit oder nach einem Unfall jemand um die Wohnung, das Bankkonto oder die Haustiere kĂŒmmern kann. Worauf es dabei ankommt und wann eine BetreuungsverfĂŒgung wichtig ist, erklĂ€ren die Finanztest-Experten ebenfalls.

Der ausfĂŒhrliche Bericht PatientenverfĂŒgung und Vorsorgevollmacht erscheint in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (seit 14.12.2016 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/vollmacht abrufbar.
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Karlsruhe: Badische Breakdancer gewinnen internationale Meisterschaft
TĂ€nzer des Hip Hop Zentrums "Combo" qualifizieren sich fĂŒr Festival in Singapur

Die TĂ€nzer der badischen Tanzcrew "Gorilla Legion", Dennis Dressel ("Double D") und Artem Jost ("Flex Holik"), haben Ende November in SaarbrĂŒcken "die kontinentale Qualifikation "Ready 2 Rumble" gewonnen. Unter den kritischen Augen der Tanz-Juroren aus Venezuela, Holland und Israel setzten sich die Breakdancer im Finale gegen die Crew "Navi" aus der Ukraine durch. Dieser Sieg ermöglicht ihnen nun die Teilnahme am international bekannten Hip-Hop-Festival "Radikal Forze Jam" im MĂ€rz kommenden Jahres in Singapur.

Beide TĂ€nzer trainieren bereits seit mehreren Jahren im Hip Hop Kulturzentrum "Combo" und engagieren sich ehrenamtlich fĂŒr die Nachwuchsarbeit in Karlsruhe und der Region. Der gelernte SportpĂ€dagoge Artem Jost vermittelt sein Wissen zudem an Schulen, unter anderem beim Breakdance-Projekt "Break Out", das von der JugendgewaltprĂ€vention der Stadt Karlsruhe gefördert wird. Das Projekt bietet SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern die Möglichkeit, Breakdance zum einen als Ausgleich und zum anderen als Ventil bei sozialer Ausgrenzung und Perspektivlosigkeit zu nutzen.
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Mehr Queeres Kino in Deutschland
Bundesförderung fĂŒr queere Filmfestivals geplant

Das bundesweite Filmfestivalnetzwerk QueerScope, darunter die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg, hat fĂŒr das Jahr 2017 eine Zusage von 230.000 € Förderung erhalten.

QueerScope ist ein Netzwerk aus derzeit 13 von insgesamt mehr als 25 unterschiedlich großen, queeren Kinofestivals in Deutschland, die unabhĂ€ngig, nichtkommerziell und fast ausschließlich ehrenamtlich arbeiten. Erstmals nun hat sich der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages fĂŒr eine Förderung queerer Filmfestivals ausgesprochen. Die einzelnen Festivals des Netzwerks sind wichtige Orte queerer (Film-)Kultur und bieten Raum fĂŒr die Kommunikation der LGBTIQ*- Community und deren Umfeld. Gerade jetzt bieten sie starke Stimmen gegen Nationalismus, Hass auf Minderheiten und reprĂ€sentieren eine offene Gesellschaft, in der sichtbare Vielfalt gelebt wird.

„Wir hoffen, dass dieses Zeichen auch auf kommunaler Ebene ankommt und insbesondere die einzelnen queeren Filmfestivals in Deutschland noch mutiger UnterstĂŒtzung durch ihre StĂ€dte und Gemeinden erfahren werden“, meint Anke Bröskamp, Vorstand des Querbild e.V., TrĂ€gerverein der Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg – eines der 13 Festivals im QueerScope-Verbund.

Die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg werden von einem ehrenamtlich arbeitenden Team organisiert. Entstanden sind die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg 1989 im Rahmen eines Filmseminars der UniversitĂ€t Hamburg. Mit 15.500 Besucher_innen sind sie das grĂ¶ĂŸte queere Filmfestival Deutschlands.

Bisher konnten die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg wie auch andere queere Filmfestivals ĂŒber das Netzwerk QueerScope Kosten reduzieren, indem sich bspw. mehrere StĂ€dte die Filmmiete geteilt haben oder Untertitel ausgetauscht wurden. Aber auch die gegenseitige Beratung und UnterstĂŒtzung mit den anderen Festivals hilft bei der Filmtagearbeit hier in Hamburg. Mit den Bundesmitteln besteht die Chance auf eine erhöhte Außenwirkung queerer Filmkultur sowie einen intensiveren Austausch innerhalb des QueerScope-Netzwerks.

Nachdem der Haushaltsausschuss des Bundestages Ende November beschlossen hat, den queeren Festivalverbund grundsĂ€tzlich stĂ€rken zu wollen, beginnen die 13 beteiligten Filmfestivals nun damit, den formal notwendigen Förderantrag vorzubereiten. Über die genauen Förderbedingungen sowie eine mögliche Perspektive fĂŒr den Beginn von konkreten Maßnahmen ist aufgrund der kurzfristigen Entscheidung noch nichts bekannt. Aus Hamburger Sicht ist erklĂ€rtes Ziel, die queere Filmkultur und die Festivals in ihrer Gesamtheit und Breite zu stĂ€rken und mit der angekĂŒndigten Förderung einen Mehrwert fĂŒr alle zu schaffen.
 
 

 
Freiburger Ehrenamtliche: „So lebendig und vielfĂ€ltig“
BĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach dankt freiwillig EngagiertenfĂŒr ihren gesellschaftlichen Einsatz

Jahr fĂŒr Jahr wĂŒrdigt die Stadt Freiburg am Internationalen Tag des „Ehrenamtlichen Engagements“ die Leistungen ehrenamtlich und freiwillig tĂ€tiger BĂŒrgerinnen und BĂŒrger. Auf der 16. Festveranstaltung, die heute beim diesjĂ€hrigen Kooperationspartner, der Tanzschule Gutmann, im Ballhaus Freiburg an der Leo-Wohleb-Straße stattfand, kamen ĂŒber 350 Vertreterinnen und Vertreter bĂŒrgerschaftlicher Gruppierungen zusammen. Dabei ehrte BĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach stellvertretend drei Personen und vier Projekte. DarĂŒber hinaus wurden zum sechsten Mal der AOK-Preis fĂŒr prĂ€ventives gesundheitliches Engagement und der Wilhelm-Oberle-Preis fĂŒr soziales Engagement vergeben.

Ulrich von Kirchbach wies darauf hin, dass das bĂŒrgerschaftliche Engagement durch das freiwillige FĂŒr- und Miteinander den sozialen und demokratischen Zusammenhalt des Gemeinwesens stĂ€rke: „Freiburg bietet dank seiner lebendigen Vielfalt viele Möglichkeiten, um Erfahrungen, Kompetenzen und Vorlieben kreativ einzubringen. Davon profitieren wir alle außerordentlich.“

Eine Jury aus Vertretern wesentlicher Felder des Engagements unter von Kirchbachs Leitung traf eine Auswahl aus rund 30 Personen- und ProjektvorschlĂ€gen. Stellvertretend fĂŒr alle Engagierten ehrte der BĂŒrgermeister in diesem Jahr folgende Personen:

Heidemarie Wieber ist seit 17 Jahren in der ökumenischen Bahnhofsmission engagiert. Sie trÀgt viel Verantwortung im Umgang mit GÀsten und deren Problemlagen. Sie berÀt in Notsituationen, etwa nach DiebstÀhlen, bei drohender Wohnungslosigkeit, Drogensucht, Fahrkartenverlust und vielem mehr. Sie hilft alten oder körperlich beeintrÀchtigten Menschen in oder aus dem Zug.

Oft aber schenkt sie Freiburgs GĂ€sten auch einfach nur ein offenes Ohr. Als ehemalige Bankangestellte ist sie Fachfrau bei Problemen mit Banken und bringt so Lebens- und Berufserfahrungen in ihr soziales Engagement ein.

Martin Roesen ist seit Oktober 1978 ehrenamtliches Mitglied im Malteser Hilfsdienst und seit zehn Jahren der Vorsitzende der Stadtgliederung Freiburg. Sein großer Verdienst ist der Auf- und Ausbau der ehrenamtlichen Rettungsdienstgruppe in Freiburg zur UnterstĂŒtzung des Regelrettungsdienstes. Dazu werden jĂ€hrlich LehrgĂ€nge fĂŒr Rettungshelfer und -sanitĂ€ter durchgefĂŒhrt. Roesen organisiert auch die Schnelleinsatzgruppen, Rettungsdienste und Betreuungen im Katastrophenfall. DarĂŒber hinaus fördert er die Malteser-Jugend und den Aufbau des SchulsanitĂ€tsdienstes in Freiburg.

Juditha Brauer engagiert sich seit 1993 in der Obdachlosenhilfe im Verein „Freunde von der Straße“. Seit elf Jahren ist sie dessen Vorsitzende. Dabei bringt sie in ihrem Ehrenamt fĂŒr wohnungslose und bedĂŒrftige Menschen viel Treue und Herzblut auf. Einer von Brauers Schwerpunkten ist die Organisation des „Sonntagstreffs“, der an verschiedenen Orten in Freiburg kostenlose Mittagessen fĂŒr Wohnungslose und BedĂŒrftige bereitstellt. Zumeist findet der Treff in Kirchgemeinden statt und geht vom Mittagessen bis zum Kaffeetrinken (13 bis 17 Uhr). Hier geht es um soziale Kontakte, Beratung und VerstĂ€ndnis fĂŒr Problemlagen.

Der Vorstand des SchĂŒlerrats mit Katharina Lang und Klara Heinemann steht fĂŒr dessen AktivitĂ€ten, aber auch fĂŒr Vernetzung, Information und Fortbildung des SchĂŒlerengagements. Der Freiburger SchĂŒlerrat ist das Ă€lteste regionale SchĂŒlernetzwerk in Baden-WĂŒrttemberg und offen fĂŒr alle SchĂŒlerinnen und SchĂŒler. Der Vorstand vertritt ihre Interessen in diversen Gremien, etwa dem Kinder- und Jugendausschuss oder der AG Jugendpolitik. Er organisiert Infoveranstaltungen, Tagungen und Podiumsdiskussionen wie die zur Landtagswahl oder die „KOMM-Tagung“, „Jugend im Rathaus“ und „Eine Schule fĂŒr alle“. Zu den AktivitĂ€ten gehören Kleidersammlungen fĂŒr FlĂŒchtlinge oder die „SchĂŒlerratshĂŒtte“ fĂŒr neue SMV-Mitglieder.

BĂŒrgerverein Oberwiehre-Waldsee: Gut ein Jahr ist es her, als die alte Stadthalle binnen Wochen mit bis zu 440 FlĂŒchtlingen belegt werden musste. Der BĂŒrgerverein sah es als seine Verpflichtung an, sich fĂŒr diese Menschen zu engagieren. Das große Engagement beruhte auf dem Interesse, dass nur integrierte FlĂŒchtlinge zu echten Bewohnern Freiburgs werden können. Zentral war daher die Sprachvermittlung. Noch vor dem Einzug der FlĂŒchtlinge wurden Helferkreise mit ĂŒber 450 Hilfswilligen gebildet, sowie eine Organisationsstruktur, die beispielgebend fĂŒr viele Helferkreise war. Rund ein Dutzend Kooperationspartner wie Sportvereine, kirchliche, soziale und kulturelle Einrichtungen oder auch Jugendeinrichtungen und natĂŒrlich die umliegenden öffentlichen und privaten Schulen wurden nachhaltig gewonnen und mussten koordiniert werden. Bis zum Schluss wurden 160 Akteure ĂŒber den Lenkungskreis des BĂŒrgervereins koordiniert, auch um möglichst viele ehrenamtliche Helfer beim Wechsel zu den neuen Wohnquartieren zu unterstĂŒtzen.

Der Verein Mountainbike Freiburg und der Schwarzwaldverein haben sich bei Planung, Pflege und Ausbau von Wanderwegen und Single-Trails engagiert. Beide Vereine haben dafĂŒr nicht nur viel Zeit investiert, sondern auch konstruktiv kooperiert, um die Freiburger Wanderwege und das Mountainbike-Streckennetz aufwerten zu können. Dabei wurden Nutzungskonflikte diskutiert und entschĂ€rft. Gemeinsam wurden Teilstrecken neu angelegt und beschildert, aber auch bestehende Wege instandgesetzt. Durch konstruktiven Dialog und die breite Beteiligung vieler Akteure wurden Konflikte vermieden und die Anziehungskraft des naturnahen Angebots gesteigert.

Der Slow Club bereichert seit sechs Jahren das Kulturangebot in Haslach. Mit seinen 400 Mitgliedern und einem Team von 20-30 Aktiven organisiert er Verein Konzerte, Lesungen, Theater oder auch Inklusionspartys. Die Bandbreite der qualitativ anspruchsvollen Veranstaltungen fĂ€llt ebenso auf wie die Tatsache, dass vom Buchen bis zum DurchfĂŒhren der Veranstaltung alles ehrenamtlich geleistet wird. Der Verein arbeitet selbstverwaltet, ohne Fördergelder, aber mit viel Herzblut. Besucher wie auch KĂŒnstler schĂ€tzen das Angebot sehr. Als Veranstaltungsraum dient eine in Eigenleistung umgebaute ehemalige Autowerkstatt. So entstand ein barrierefreier Clubraum mit Tresen und BĂŒhne, der Platz fĂŒr bis zu 100 Besucher bietet. Im Schnitt finden hier 6 bis 10 Veranstaltungen im Monat statt.

Mit dem AOK-Gesundheitspreis ausgezeichnet wurden die GrĂŒnen Damen und Herren. Die Initiative engagiert sich seit 30 Jahren in Freiburger KrankenhĂ€usern. 1986 wurde der Besuchsdienst an der Uniklinik mit elf Damen begonnen. Inzwischen ist die Gruppe gewachsen; neben vielen Damen sind auch Herren dabei, die sich in der christlichen Krankenhaushilfe engagieren. Heute zĂ€hlen zur Gruppe der GrĂŒnen Damen und Herren an der Uniklinik rund 60 Frauen und MĂ€nner. GegrĂŒndet wurde die Gruppe von Christl Kuper, die den Kreis an der Uniklinik aufgebaut hat und bis heute leitet.

Den Wilhelm-Oberle-Sozialpreis erhielt die AWO-SeniorenBegegnungsstĂ€tte Landwasser, eine der 26 Seniorenwohn- und - begegnungsstĂ€tten in Freiburg. In Landwasser sind Ehrenamtliche in rund acht Teams aktiv, die die Gemeinschaft mit zahlreichen Angeboten beleben. Insgesamt engagieren sich 15 Bewohner und Besucher der BegegnungsstĂ€tte. Ohne ihre ehrenamtliche Mitwirkung wĂ€ren viele Veranstaltungen im Hause nicht möglich. Zudem fördert das Engagement die sozialen Kontakte, bereichert den Tagesablauf aller Beteiligten und wirkt der Vereinsamung im Alter entgegen. Das Team „Suppen-Tag“ bietet Kochmöglichkeiten, das Team „Garten“ ĂŒbernimmt die Pflege des Gartens und der Wildblumenwiese; es gibt die Teams „Sport und Begegnung“ sowie „AusflĂŒge & Touren“, aber auch Public Viewings, Wanderungen, Konzerte und Tanzveranstaltungen. So finden in Zusammenarbeit mit der Tanzschule Gutmann unter dem Titel „Wir tanzen durch die Stadt“ nachmittĂ€gliche Tanzveranstaltungen mit kaltem Buffet und Bowle fĂŒr rund 100 Besucher statt, die die beteiligten Einrichtungen beleben und das Angebot fĂŒr Externe öffnen.

Im kommenden Jahr startet auch ein Team „Internet-Treff“ mit ehrenamtlichen PC-Kursen und Sprechstunden zu Fragen rund ums Internet, Smartphones- und Tablet-Handhabung fĂŒr Senioren. Weitere Informationen sind ĂŒber die Stabsstelle BĂŒrgerschaftliches Engagement der Stadt Freiburg zu erhalten (Tel. 0761/201-3052, gerhard.rieger@stadt.freiburg.de).
 
 

 
Menschenrechte gelten fĂŒr alle
Auch fĂŒr Lesben, Schwule, bisexuelle, trans* und intergeschlechtliche Menschen

Am 10. Dezember ist der Tag der Menschenrechte. Dazu erklÀrt Henny Engels, Sprecherin des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

„Alle Menschen sind frei und gleich an WĂŒrde und Rechten geboren.“ –dieses großartige Versprechen der Allgemeinen ErklĂ€rung der Menschenrechte gilt es tagtĂ€glich zu verteidigen, einzufordern und zu realisieren. Gerade im Hinblick auf gegenwĂ€rtige Entwicklungen erinnert der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) daran, dass die Menschenrechte fĂŒr alle gelten und damit auch fĂŒr Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI). Sie haben das Recht auf körperliche Unversehrtheit, auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, Schutz der PrivatsphĂ€re, sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung oder das Recht auf FamiliengrĂŒndung.

Statt sie als StaatsbĂŒrger*innen zweiter Klasse zu behandeln, mĂŒssen LSBTI endlich auch in Deutschland gleiche Rechte, Anerkennung und Teilhabe gewĂ€hrt werden. Statt mit Ideologie und BauchgefĂŒhlen die wieder ansteigende Homo- und Transphobie zu legitimieren, muss die Bundesregierung die Ehe fĂŒr gleichgeschlechtliche Paare öffnen und den versprochenen nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie auf den Weg bringen. Dem Grundrecht intergeschlechtlicher Menschen auf körperliche Unversehrtheit ist endlich Geltung zu verschaffen. Ihr Recht auf Selbstbestimmung ist ebenso wie das von transgeschlechtlichen Menschen durchzusetzen – im Recht, in der Politik, in der Medizin. Es bedarf einer Reform des Personenstandsgesetzes, die diesem Grundrecht Rechnung trĂ€gt, unbĂŒrokratische Alternativen zum Personenstand „mĂ€nnlich“ bzw. „weiblich“ anbietet und PersonenstandsĂ€nderungen allein auf Antrag beim Standesamt ermöglicht, d.h. ohne Gutachten, ohne Ă€rztliche Atteste und ohne Gerichtsverfahren.

Doch es geht auch um Akzeptanz und Gleichwertigkeit im Alltag. Homo- und Transphobie sind nicht nur eine Gefahr fĂŒr Leib und Seele von LSBTI, sondern gefĂ€hrden wie alle Formen von Diskriminierung den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein angst- und diskriminierungsfreies Zusammenleben im Alltag stĂ€rkt die Demokratie. Die schulische BeschĂ€ftigung mit LSBTI muss daher ebenfalls ein fundamentaler Bestandteil von Demokratie- und Menschenrechtsbildung sein. Sowohl in Unterrichtsinhalten, Lernmitteln als auch im Schulalltag muss deutlich werden: LSBTI sind Teil der gesellschaftlichen Vielfalt, sie sind gleichwertig und gleichberechtigt. Daher mĂŒssen in allen BundeslĂ€ndern BildungsplĂ€ne fĂŒr eine PĂ€dagogik der Vielfalt verankert werden, die LSBTI ausdrĂŒcklich benennen.

Deutschland steht in der Verantwortung bezĂŒglich einer menschenrechtskonformen FlĂŒchtlingspolitik. Vor Verfolgung, vor Gefahr fĂŒr Freiheit, Leib und Leben fliehen nicht nur LSBTI nach Deutschland. Der LSVD setzt sich fĂŒr faire Asylverfahren ein, die kultursensibel gefĂŒhrt werden. Er macht sich stark fĂŒr die menschenwĂŒrdige Aufnahme, Unterbringung und UnterstĂŒtzung von FlĂŒchtlingen. Unsere Gesellschaft und die Behörden mĂŒssen alle Anstrengungen unternehmen, damit Menschen, die sich hierher geflĂŒchtet haben, in Deutschland keinerlei rassistischen, homophoben oder transphoben Anfeindungen ausgesetzt sind. Wir setzen uns fĂŒr eine UnterstĂŒtzung von FlĂŒchtlingen und Asylsuchenden ein, die adĂ€quate Hilfsangebote und Beratungsstrukturen vor Ort anbietet. Es ist Aufgabe der Behörden, die Sicherheit und Akzeptanz von LSBTI sicherzustellen.
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Merzhausen: GebÀudebrand
10.12.2016. Die Feuerwehr Freiburg war am Samstag gegen 4:26 bei einem GebÀudebrand in Merzhausen im Einsatz. Mehrere Anrufer meldeten ein brennendes GebÀude in Merzhausen. Als die EinsatzkrÀfte der Feuerwehr Freiburg an der Einsatzstelle ankamen brannte bereits eine Scheune mit Stallungen in voller Ausdehnung. Es waren keine Menschen und keine Tiere im Gefahrenbereich.

Das angebaute Wohnhaus wurde durch das Eingreifen der Feuerwehr gerettet. Die Scheune konnte, wegen Einsturzgefahr, nicht mehr betreten werden und brannte komplett aus. Die Nachlöscharbeiten und Sicherungsarbeiten werden sich noch ĂŒber den ganzen Tag hinziehen.

Die Feuerwehr Freiburg war mit 72 EinsatzkrÀften und 12 Fahrzeugen im Einsatz.
 
Autor: Amt fĂŒr Brand- und Katastrophenschutz Freiburg



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