Prolixletter
Dienstag, 25. Januar 2022
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Verschiedenes

 
Abnehmende ZuverlÀssigkeit, steigende Preise
Statement von Klaus MĂŒller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), zum Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn

Am 9. Dezember hat die Deutsche Bahn ihren neuen Fahrplan veröffentlicht. Die Preise steigen erneut, obwohl die Bahn große Probleme bei der PĂŒnktlichkeit hat. Dazu Klaus MĂŒller, Vorstand des vzbv:

„Abnehmende ZuverlĂ€ssigkeit und steigende Preise – das passt nicht zusammen. Die ZĂŒge der Deutschen Bahn sind unpĂŒnktlich wie lange nicht mehr. Trotzdem dreht das Unternehmen an der alljĂ€hrlichen Preisschraube. Insbesondere FahrgĂ€ste mit Flexpreis und die treuesten Kunden mit BahnCard 100 mĂŒssen kĂŒnftig deutlich mehr zahlen. Solange die Deutsche Bahn ihre eigenen PĂŒnktlichkeitsziele nicht erreicht, dĂŒrfen die Ticketpreise nicht erhöht werden. Die Bahn muss ihre ZuverlĂ€ssigkeit steigern, um verloren gegangenes Vertrauen der Kunden zurĂŒckzugewinnen.“
 
 

 
Friedensprozesse – Give Peace a Chance
iz3w - Zeitschrift zwischen Nord und SĂŒd | Ausgabe 369
(November/Dezember 2018)

Dem Frieden eine Chance geben – aber wie? Seit 2010 hat sich die Anzahl der Gewaltkonflikte verdreifacht. Heute prĂ€gen innerstaatliche Kriege das Gewaltgeschehen. Die Konfliktursachen liegen hĂ€ufig in komplexen inneren Spaltungen, es mĂŒssen nicht ‚nur‘ die Interessen zweier Staaten ausgeglichen werden. FĂŒr Friedensprozesse gibt es daher keine Blaupause, sie mĂŒssen an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden.

Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. FĂŒr alle Initiativen des Peacebuildings ist es unabdingbar, die wirtschaftlichen und sozialen Konfliktursachen im Blick zu behalten. In Staaten, in denen es keine Gerechtigkeit und keinen Fortschritt bei sozialen Fragen gibt, ist an wirklichen Frieden nicht zu denken. Trotz all dieser Schwierigkeiten sind Friedensprozesse jedoch erstaunlich oft erfolgreich. Das liefert zwar keinen Stoff fĂŒr Schlagzeilen, aber genĂŒgend Grund fĂŒr die iz3w, genauer hinzusehen.

Im Themenschwerpunkt unserer aktuellen Ausgabe beschĂ€ftigen wir uns mit Friedensprozessen am Beispiel von LĂ€ndern in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika. Wir fragen unter anderem, wie und durch wen sie angestoßen werden und was ihnen oft im Wege steht.
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Happy-End nach einem sehr schwierigen Jahr
Ab morgen sprudeln Freiburgs BĂ€chle wieder

Freiburg, 11.12.18. Der Eigenbetrieb StadtentwÀsserung nimmt die StadtbÀchle wieder in Betrieb. Seit gestern (Montag) laufen sie schon im Vorbetrieb, ihre vollstÀndige Inbetriebnahme folgt dann morgen, 12. Dezember.

Erstmals werden in diesem Zuge auch die neuen BĂ€chle-Systeme am Friedrichring und am Rotteckring sprudeln. Das BĂ€chle am Weihnachtsmarkt bleibt dagegen trocken.

Mit dieser Inbetriebnahme findet ein fĂŒr Freiburgs BĂ€chle sehr schwieriges Jahr noch ein Happy-End. Generell sind sie auf den Zulauf der Dreisam angewiesen. Und die hatte wegen der langen „DĂŒrre“ in diesem Jahr einen schweren (Wasser)Stand. Nach Angaben der Hochwasservorhersagezentrale BW – nachzulesen auf https://hvz.lubw.baden-wuerttemberg.de – lag der Dreisam-Pegel in Ebnet zwischen Ende Juni und dem 1. Dezember fast permanent unter oder auf der Linie der minimalen Werte im Zeitraum 1980 bis 2010. Das heißt: In den vergangenen vier Jahrzehnten waren in Ebnet WasserstĂ€nde um die 20 Zentimeter die Ausnahmen; in diesem Jahr waren sie fĂŒnf Monate lang die Regel.

Prinzipiell werden die StadtbĂ€chle zum Bachabschlag (meist im Oktober), ĂŒber Weihnachten/Neujahr und wĂ€hrend KĂ€lteperioden (Frostgefahr) abgestellt. Wann die BĂ€chle laufen und wann nicht, hĂ€ngt neben dem Dreisam-Pegel also auch von den Temperaturen ab. Zudem drosseln die BĂ€chleputzer bei vorhergesagtem Stark-Regen punktuell den Wasserzulauf, um Überflutungen zu vermeiden. Deshalb ist es nicht möglich, das gesamte System ad hoc hochzufahren: An mehreren Stellen der Altstadt mĂŒssen zuerst einzelne Armaturen justiert werden, um den optimalen Wasserstand in den BĂ€chle zu gewĂ€hrleisten.
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test Jahrbuch 2019: Der perfekte Einkaufsberater
test Jahrbuch 2019: Der perfekte Einkaufsberater

Kaum ist die Garantie abgelaufen, geht das GerĂ€t kaputt. Pech oder Methode? Mit ihren Tests geht die Stiftung Warentest auch dieser Frage nach, indem sie E-Bikes, SpĂŒlmaschinen, Waschmaschinen, Matratzen und vieles mehr grĂŒndlich untersucht. Im neuen Ratgeber der Stiftung Warentest, dem test Jahrbuch 2019, sind alle Testergebnisse aus dem Jahr 2018 zusammenfasst.

Von Autokindersitze ĂŒber Kameras und KinderlaufrĂ€der bis Vakuumgarer: Wer sich fĂŒr das richtige Produkt entscheidet, hat nicht nur lĂ€nger etwas davon, sondern kann auch richtig Geld sparen. Sichere Autokindersitze gibt es schon ab 100 Euro, gute schnurlose Telefone kosten nur rund 30 Euro. Lebensmittel von Handelsmarken sind so gut wie von klassischen Marken und kosten dabei weniger. Das zeigt der Vergleich von 1739 getesteten Produkten.

Das test Jahrbuch 2019 versammelt mehr als hundert verschiedene Tests und Reports. Und ist damit eine ehrliche und unabhĂ€ngige Beratung fĂŒr kleine und große Kaufentscheidungen. Umfangreiche Anbieter-Verzeichnisse und Service-Adressen sorgen fĂŒr schnelle Orientierung.

Das test Jahrbuch 2019 hat 286 Seiten und ist fĂŒr 12,90 Euro im Handel erhĂ€ltlich oder kann online bestellt werden ...
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EinbĂŒrgerungsfeier 2018
OberbĂŒrgermeister Martin Horn begrĂŒĂŸte am Samstag, 8. Dezember die neu eingebĂŒrgerten Freiburgerinnen und Freiburger

529 Menschen aus 82 verschiedenen HerkunftslÀndern haben in Freiburg in den letzten zwölf Monaten die deutsche Staatsangehörigkeit erworben

Der Freiburger Integrationspreis 2018 - FĂŒr eine offene Stadt geht an drei Initiativen: den Verein „Bildung fĂŒr alle“, die „Initiative SchlĂŒsselmensch“ und das „Heim und Flucht Orchester“

Aus 82 verschiedenen HerkunftslĂ€ndern kommen die 529 BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die in den letzten zwölf Monaten – vom 1. Dezember 2017 bis zum 30. November 2018 - von der AuslĂ€nderbehörde der Stadt als Deutsche eingebĂŒrgert worden sind. Dazu fand auf Einladung der Stadt am Samstag zum zwölften Mal eine EinbĂŒrgerungsfeier im Kaisersaal des Historischen Kaufhauses statt. OberbĂŒrgermeister Martin Horn ĂŒberreichte an diesem feierlichen Anlass zugleich auch den Freiburger Integrationspreis 2018.

Im Jahr 2007 hatte das Rathaus mit der EinbĂŒrgerungsfeier eine Anregung der Innenministerkonferenz und des baden-wĂŒrttembergischen StĂ€dtetags aufgegriffen, den Akt der EinbĂŒrgerung wegen seiner besonderen Bedeutung fĂŒr die Betroffenen in einem wĂŒrdigen Rahmen vorzunehmen. Da die Migrantinnen und Migranten nach Abschluss des Verfahrens bereits ihre EinbĂŒrgerungsurkunden erhalten, hat sich die Stadt fĂŒr einen feierlichen Empfang entschieden.

Die Migrantinnen und Migranten, die nun deutsche Staatsangehörige geworden sind, kommen aus unterschiedlichsten LĂ€ndern – die Palette der bisherigen Staatsangehörigkeiten reicht von Ägypten bis Vietnam. 529 EinbĂŒrgerungen sind die dritthöchste Zahl bisher, nur in den letzten beiden Jahren ist die Zahl geringfĂŒgig höher gewesen. Auf den ersten beiden PlĂ€tzen liegen RumĂ€nien und die TĂŒrkei, im letzten Jahr waren es der Kosovo und Großbritannien gewesen. Letzteres hĂ€lt aber immer noch Platz 6, der drohende Brexit dĂŒrfte ein wesentlicher Grund dafĂŒr sein. Auf der Liste stehen auch LĂ€nder, die nur sehr selten HerkunftslĂ€nder von EingebĂŒrgerten in Freiburg sind, dieses Jahr sind das zum Beispiel Malawi, Mauritius oder Myanmar. Zum mittlerweile siebten Mal fand im Rahmen der EinbĂŒrgerungsfeier auch die Verleihung des Freiburger

Integrationspreises - FĂŒr eine offene Stadt statt, der 2011 aus dem Gemeinderat heraus ins Leben gerufen und 2012 erstmals vergeben wurde.
Dieses Jahr haben 23 Initiativen, Gruppen und Vereine Bewerbungen fĂŒr den Preis eingereicht oder wurden vorgeschlagen. Eine Jury aus GemeinderĂ€tinnen und GemeinderĂ€ten und Mitgliedern des Migrantinnen- und Migrantenbeirats unter dem Vorsitz des Ersten BĂŒrgermeisters Ulrich von Kirchbach hat alle Bewerbungen gesichtet und schließlich gemeinsam die PreistrĂ€ger ausgewĂ€hlt.

Die diesjĂ€hrigen Einreichungen fĂŒr den Integrationspreis zeigen eine große Vielfalt – und außergewöhnliches Engagement. Damit belegen sie erneut auf eindrucksvolle Weise den Einsatz der Freiburgerinnen und Freiburger fĂŒr eine gelingende und gemeinsam gelebte Integration, so OberbĂŒrgermeister Martin Horn. Zugleich hob er hervor: „Freiburg ist und bleibt ein Ort, an dem Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ohne Wenn und Aber die rote Karte gezeigt werden“, so Horn im Rahmen der Veranstaltung.

Ausgezeichnet mit dem Integrationspreis der Stadt Freiburg und erster PreistrĂ€ger 2018 wurde der Verein „Bildung fĂŒr alle e.V.“. Der im Jahr 2014 gegrĂŒndete, gemeinnĂŒtzige Verein mit Sitz in Freiburg hat sich zum Ziel gesetzt, GeflĂŒchteten unabhĂ€ngig von Herkunft und Status einen kostenfreien Zugang zu Sprachbildungsangeboten zu ermöglichen. Sprache ist, so Gerd Schneider, GrĂŒnder der Initiative, der SchlĂŒssel zur Teilhabe an der Gesellschaft. 2014 aus der Not geboren, hat Schneider fĂŒr seine Möbelmanufaktur einen Werkstatthelfer gefunden. Der junge Mann aus Gambia, der ihm gegenĂŒberstand, konnte allerdings kein Wort Deutsch. Nachdem seine BemĂŒhungen, einen kostenfreien Sprachkurs zu finden, scheiterten, organisierte Schneider kurzerhand selbst einen Deutschlehrer und legte damit den Grundstein fĂŒr die
Initiative Bildung fĂŒr alle e.V. (BFA) – eine Erfolgsgeschichte, die zu einem Erfolgsmodell geworden worden ist.

Die BegrĂŒndung der Jury:
Ein bestechendes Beispiel unbĂŒrokratischer Integrationsförderung, die effektiv ist und bei den Betroffenen sehr gut ankommt.

Weitere PreistrĂ€ger sind die Initiative SchlĂŒsselmensch e.V. und das Heim- und Flucht Orchester am Theater Freiburg.

Die Initiative SchlĂŒsselmensch e.V., 2011 im Wohnheim St. Christoph gegrĂŒndet, vermittelt Patenschaften zwischen jungen Menschen – meist Studierenden – und geflĂŒchteten Kindern und Jugendlichen, die in Freiburg leben. Mit einer ĂŒber die Jahre kontinuierlich hohen Zahl von Patenschaften wurde SchlĂŒsselmensch e.V. zu einem wichtigen und verlĂ€sslichen Begleiter von jungen GeflĂŒchteten auf dem Weg zu einer eigenstĂ€ndigen Lebensperspektive.

Das von Ro Kuijpers 2012 gegrĂŒndete Heim- und Flucht Orchester, einer der innovativsten und ein ausgesprochen internationaler Klangkörper in dieser Stadt, fĂŒhrt junge Menschen unterschiedlichster Herkunft und musikalischer Ausrichtung unter dem Dach des Stadttheaters zusammen, und ist damit ein musikalisches AushĂ€ngeschild fĂŒr die Stadt Freiburg und beispielhaft fĂŒr das gelingende Zusammenspiel verschiedener Kulturen.

Musikalisch werden die gesamte EinbĂŒrgerungsfeier und die Preisverleihung auch in diesem Jahr wieder vom Heim- und Flucht Orchester begleitet, das folglich dieses Jahr sich selbst mit einem GlĂŒckwunschtusch gratulieren darf. Der Integrationspreis ist mit insgesamt 5.000 € dotiert, davon stellt die Sparkasse Freiburg 1.000 € zur VerfĂŒgung.

Bewerben fĂŒr den Integrationspreis der Stadt Freiburg können sich Gruppen, Firmen, Einzelpersonen, aber auch Schulen und andere Institutionen, die sich beispielhaft gegen Rassismus, fĂŒr FlĂŒchtlinge oder Migranten und fĂŒr ein gelungenes Miteinander der Kulturen einsetzen. Mit dem Integrationspreis möchte die Stadt Freiburg das Engagement Ehrenamtlicher wĂŒrdigen, herausragende Projekte belohnen und auf deren Bedeutung aufmerksam machen.

Der Freiburger Integrationspreis wurde 2018 zum mittlerweile siebten Mal vergeben. Er wurde 2012 auf Anregung der StadtrĂ€tin Dr. Sylvie Nantcha ins Leben gerufen, 2011 hatte sich der Gemeinderat einstimmig dafĂŒr ausgesprochen, den Freiburger Integrationspreis dauerhaft zu etablieren. Die Grundidee des Preises ist es, besondere Verdienste und außergewöhnliche
Initiativen, Projekte und AktivitĂ€ten im Bereich der Integration und des interkulturellen Zusammenlebens zu wĂŒrdigen. Erster PreistrĂ€ger war 2012 die Initiative „Zeit fĂŒr Kinder“, bei der sich Ehrenamtliche fĂŒr Kinder aus dem FlĂŒchtlingswohnheim Hammerschmiedstraße engagieren. 2013 gab es zwei PreistrĂ€ger, den Verein „Wahlkreis 100 %“, der sich fĂŒr das Wahlrecht von Migranten einsetzt, und das Projekt „Kick for girls“, das MĂ€dchen fĂŒr den Sport, insbesondere fĂŒr Fußball, begeistern möchte. 2014 wurde die Redaktion der interkulturellen „InZeitung“ ausgezeichnet. 2015 Jahr gab es wieder zwei PreistrĂ€ger, nĂ€mlich die „FlĂŒchtlingshilfe Freiburg“, die per Internetauftritt zahlreiche Ehrenamtliche fĂŒr die aktive UnterstĂŒtzung von FlĂŒchtlingen zusammenruft, und die Jugend-AG des BĂŒrgervereins Weingarten unter dem Namen „Jugend baut BrĂŒcken“. Im Jahr 2016 wurden erstmals gleich drei Projekte ausgezeichnet: der Verein „Stadtpiraten e.V.“, die Initiative „Denk mal
“ und der internationale Frauenabend „Nur fĂŒr Frauen“. Im Jahr 2017 erhielt der Verein zusammen leben e.V. die Auszeichnung.
 
 

 
Sicherheit von Kinder­produkten
Jedes vierte Produkt fĂŒr Kinder ist mangelhaft

Produkte fĂŒr Kinder sind in Deutsch­land besonders unsicher. Die Stiftung Warentest hat ihre Tests von Kinderprodukten aus den Jahren 2017 und 2018 ausgewertet und kommt zu einem erschre­ckenden Ergebnis: Von 278 Produkten aus 15 Unter­suchungen haben 79 schwerwiegende Sicher­heits­probleme. Das sind 28 Prozent. Über alle Tests der Stiftung gerechnet, liegt der Durch­schnitt der mangelhaften Produkte bei rund 7 Prozent. „Kinder­produkte schneiden also in puncto Sicherheit deutlich schlechter ab als alle anderen KonsumgĂŒter. Sie bergen Unfall­gefahren, sind schad­stoff­belastet oder versagen bei der Daten­sicherheit“, sagte Stiftungs­vorstand Hubertus Primus heute bei der Vorstellung der Meta­studie in Berlin, an der auch Verbraucher­schutz­ministerin Dr. Katarina Barley teil­nahm. „Die Informationen der Stiftung Warentest sind in höchstem Maße unabhĂ€ngig und glaubwĂŒrdig. Das ist gerade bei Kinder­spielzeug besonders wichtig“, sagte sie, „gut, dass Stiftung Warentest hier Orientierung gibt“.

In beinahe einem FĂŒnftel der untersuchten Produkte sind Schad­stoffe fĂŒr das schlechte Test­urteil verantwort­lich. Die Tester fanden allein in den jetzt betrachteten beiden Jahren Schad­stoffe in Buggys, Kinder­wagen, Kinder­laufrĂ€dern, Baby­spielzeug, Bunt­stiften, Spiel­schleim, Kinder­hoch­stĂŒhlen und Auto­kinder­sitzen. Schad­stoffe wie Bor, Naphtalin oder Form­aldehyd sind schon fĂŒr Erwachsene gefĂ€hr­lich. Sie reizen Haut und SchleimhĂ€ute, können Krebs auslösen, die Frucht­barkeit beein­trĂ€chtigen oder Allergien verursachen. Einige der Produkte ĂŒber­steigen die zulĂ€ssigen Grenz­werte um ein Vielfaches und hĂ€tten gar nicht verkauft werden dĂŒrfen.

Auch andere Sicher­heits­mĂ€ngel fĂŒhrten in vielen FĂ€llen zu schlechten Bewertungen. Neben weiteren Produkten bergen Hoch­stĂŒhle Unfall­gefahren fĂŒr Kinder, die schwere Verletzungen zur Folge haben können. Die HĂ€lfte der getesteten Kinder­matratzen erfĂŒllt eine Norm nicht, die das Kind vor dem Ersti­cken schĂŒtzen soll. Sie sind zu weich und damit gefĂ€hr­lich, denn Babys sind in den ersten Monaten nicht in der Lage, den Kopf zu heben oder zu drehen, um wieder Luft zu holen. Aus Baby­spielzeug können sich verschluck­bare Kleinteile lösen, Auto­kinder­sitze flogen beim Frontal­aufprall in hohem Bogen durch das PrĂŒf­labor und die Gurte von Fahr­radsitzen ließen sich problemlos von Kindern öffnen.

Auch aus der virtuellen Welt drohen Gefahren. Drei smarte Spielzeuge entpuppten sich als Spione, weil die Funk­verbindung zum Handy ungesichert ist. Jeder Smartphone-Besitzer könnte arglose Kinder abhören und Fragen, Einladungen oder Drohungen senden.

Dass Kinder zur Gruppe der gefÀhr­deten Verbraucher zÀhlen, zeigt auch das europÀische Schnell­warn­system Rapex, das Verbraucher vor Gesund­heits­gefahren warnt. Fast 30 Prozent aller dort 2017 bean­standeten Produkte waren Spielzeug.

Die Stiftung Warentest fordert Hersteller auf, aktuelle Erkennt­nisse und Regulierungen bei der Entwick­lung ihrer Produkte zu berĂŒck­sichtigen und diese regel­mĂ€ĂŸig zu kontrollieren. Außerdem sei die EU gefordert, nicht nur fĂŒr Spielzeug, sondern fĂŒr alle von Kindern genutzten Produkte Anforderungen zu definieren.

Die kostenlose Auswertung „Sicherheit von Kinder­produkten“ kann online unter www.test.de/kindersicherheit abge­rufen werden.
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Karlsruhe: StÀdtische Galerie weckt Vorfreude auf Paris
Ideen fĂŒr Weihnachtsgeschenke: Kunst im Museumsshop und Gutscheine

Wer nicht alltĂ€gliche Weihnachtsgeschenke sucht, wird in der StĂ€dtischen Galerie fĂŒndig. So stehen im Museumsshop des Förderkreises KĂŒnstlerarbeiten fĂŒr jeden Geschmack und Geldbeutel zum Verkauf. Das Sortiment von Werken namhafter KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler aus dem SĂŒdwesten und darĂŒber hinaus reicht von fantasievoll gestalteten Klappkarten und handkolorierten Offsetdrucken im Briefkartenformat ĂŒber Fotografien und Multiples bis hin zu originalen, gerahmten Grafiken und kleinen GemĂ€lden. Alle Arbeiten wurden als Unikate oder in kleinen Auflagen exklusiv fĂŒr den Museumsshop gefertigt.

Das zweite Angebot lĂ€dt zu einer Reise nach Paris ein – nicht mit dem TGV, sondern in den RĂ€umen der StĂ€dtischen Galerie in der Lorenzstraße. Denn vom 23. Februar bis zum 2. Juni 2019 zeigt das Museum eine große Sonderausstellung zum Thema "Paris, Paris! Karlsruher KĂŒnstler an der Seine 1850-1930". Seit Mitte des 19. Jahrhunderts galt Paris als fĂŒhrende Kunstmetropole Europas. Auch aus der FĂ€cherstadt machten sich zahlreiche Maler, Grafiker und Bildhauer auf den Weg in das faszinierende Zentrum der Moderne. Die neue Ausstellung beleuchtet erstmals die facettenreichen Spuren, die der Kunsttransfer Paris – Karlsruhe hinterlassen hat. Zu Weihnachten können dafĂŒr schon jetzt Gutscheine verschenkt werden. Der Gutschein im Wert von sechs Euro berechtigt zum Eintritt in die Ausstellung und die Teilnahme an einer öffentlichen FĂŒhrung. DarĂŒber hinaus gibt es auch einen Gutschein fĂŒr 36 Euro. Er umfasst Eintritt, FĂŒhrung und den reich bebilderten Katalog zur Paris-Schau, der ab Februar 2019 vorliegt.
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Werbung in Fahrschulen: ADAC ködert Jugendliche mit fragwĂŒrdigen Methoden
Der ADAC schickt Vertreter in Fahrschulen, um Jugendliche im vertrauten Fahrschulumfeld als Neukunden zu gewinnen und nutzt dafĂŒr auch unzulĂ€ssige Werbemethoden. Das berichtet die Stiftung Warentest auf test.de. Rund 100 000 „Young-Generation-VertrĂ€ge“ vertreibt der ADAC pro Jahr.

Der Stiftung Warentest sind zwei Anwerbevarianten bekannt:

- Eine Agentur oder ein Mitarbeiter im Auftrag des ADAC halten eine „Infoveranstaltung“ ab – vor oder im Anschluss an den Fahrschulunterricht.

- Ein ADAC-Mittelsmann ĂŒbernimmt eine komplette Fahrtheoriestunde.
FahrschĂŒler werden jeweils dazu angehalten, direkt vor Ort MitgliedsantrĂ€ge zu unterschreiben. Die zweite Methode ist besonders kritisch, da in Fahrschulen nur Fahrlehrer unterrichten dĂŒrfen.

Die Jugendlichen in Fahrschulen sind oft jĂŒnger als 18. Schließen MinderjĂ€hrige einen Vertrag ab, mĂŒssen die Eltern in der Regel vorher einwilligen oder danach zustimmen. Der ADAC argumentiert, dass dies nicht gelte, da das erste Jahr nichts koste, die Clubleistungen aber trotzdem voll nutzbar seien.

Der ADAC hat in der Vergangenheit immer wieder Negativ-Schlagzeilen gemacht, weil er MinderjĂ€hrige mit fragwĂŒrdigen Briefen und Formulierungen Mitgliedschaften unterjubelt. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat den ADAC dafĂŒr abgemahnt.

Die Stiftung Warentest empfiehlt, spĂ€ter fĂ€llige Rechnungen nicht zu bezahlen. Wenn ein Kind den Vertrag minderjĂ€hrig einging, ist er schwebend unwirksam. Erst durch eine Beitragszahlung wĂŒrde er wirksam werden. Auch wer bei der Unterschrift bereits volljĂ€hrig war, kann die Post vom ADAC ignorieren. Nur durch Zahlung kĂ€me ein Folgevertrag zustande.
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