Prolixletter
Samstag, 22. Januar 2022
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Verschiedenes

 
Akkubohrer: Nur jede zweite Maschine ist gut

Bohrmaschinen ohne Kabel sind praktisch, doch taugen sie auch etwas? Die Stiftung Warentest hat 22 Akku-Bohrschrauber untersucht und vergibt fĂŒr 11 GerĂ€te das QualitĂ€tsurteil Gut. Bei anderen Maschinen offenbart der Test MĂ€ngel. Vier der fĂŒnf Schlagbohrer brauchen recht lange, um sich in Beton zu bohren. Zwei Bohrschrauber gehen viel zu schnell kaputt.

Sechsmal lauten die QualitĂ€tsurteile Ausreichend oder Mangelhaft, und zwar fĂŒr einzelne Maschinen von Bosch, Makita und Obi.

Im Test waren 18-Volt-Bohrschrauber mit und ohne Schlagfunktion sowie die kleineren und leichteren Bohrschrauber mit 10,8-Volt-Akku. Im PrĂŒflabor mussten sie unter anderem einen Dauertest bestehen, der einer Belastung von 16.000 Bohrlöchern und eingedrehten Schrauben entspricht.

So mancher Testkandidat schaffte das nicht, eine Maschine machte sogar schon nach rund 10 Prozent der PrĂŒfzeit schlapp. Kritikpunkte gibt es auch beim Akku: Bei zwei Maschinen entlĂ€dt er sich ungewollt in der Ladestation. Und das Aufladen der Akkus erfordert mitunter Geduld: Die Tester maßen Zeiten von mehr als drei Stunden.

Auf dem Markt konkurrieren GerĂ€te mit KohlebĂŒrsten-Motoren und bĂŒrstenlose Maschinen. Im Dauertest erwies sich die moderne Antriebstechnik ohne BĂŒrsten meist als haltbarer. Diese Akkubohrer arbeiten auch meist effizienter und haben eine etwas bessere Leistung.

Der vollstÀndige Test findet sich in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/akkubohrer abrufbar.
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Schulranzen: Mehr als die HĂ€lfte ist mangelhaft
Damit Kinder auf dem Schulweg gut zu sehen sind, mĂŒssen ihre Ranzen grell leuchten. Doch nur acht Modelle im Test schaffen das und ĂŒberzeugen auch im tĂ€glichen Gebrauch, deshalb erhielten sie ein gutes QualitĂ€tsurteil. Sie kosten zwischen 219 bis 250 Euro. Die Stiftung Warentest hat insgesamt 22 Schulranzen mit Setpreisen zwischen 119 und 259 Euro geprĂŒft, denn die meisten gibt es im Set mit Sportbeutel und Federtasche. Zwölf Ranzen fielen bei den Testern durch, weil ihre optische Warnwirkung nur mangelhaft war.

Im Straßenverkehr ist es lebenswichtig, vor allem fĂŒr Kinder, gesehen zu werden. Gerade SchulanfĂ€nger schĂ€tzen die Gefahren oft nicht richtig ein, laufen plötzlich auf die Straße. Wo Kinder unachtsam sind, mĂŒssen andere auf sie aufmerksam werden. Ein Schulranzen, der gut sichtbar ist, verschafft im Ernstfall wertvolle Zeit.

Mindestens 20 Prozent der Vorder- und SeitenflĂ€chen eines Schulranzens sollten aus fluoreszierenden Signalfarben bestehen. Derzeit erlaubt die Norm nur gelbe und orange SignalflĂ€chen. Diese Farben leuchten auch tagsĂŒber besonders grell und das menschliche Auge nimmt sie schneller wahr als andere. Viele Anbieter verkaufen Ranzen einer Modellreihe mit unterschiedlichen Designs. Zu fast allen sicheren Ranzen im Test gab es unsichere Geschwistermodelle ohne SignalflĂ€chen.

Schulranzen sollen nicht nur sicher sein, sondern auch bequem. Gute Ranzen wachsen mit und lassen sich anpassen. Verstellbare Trageriemen haben alle Modelle, auch die RĂŒckenlĂ€nge lĂ€sst sich meist einstellen.

Der Test Schulranzen findet sich in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/schulranzen abrufbar.
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Schad­stoffe in Sexspielzeug: 5 von 18 stark belastet
Vibratoren, Liebeskugeln und Penisringe im Schadstoff-Check: FĂŒnf Produkte im Test sind stark belastet und schneiden im Schad­stoff-Check nur mangelhaft ab. Darunter waren keineswegs nur Billigprodukte. Die Stiftung Warentest hat erst­mals Sexspielzeug von 6,80 bis 165 Euro auf Schad­stoffe untersucht und fand in den verschiedenen Materialien etliche kritische Substanzen. Doch es gab auch sehr gute und gute Sextoys im Test, die Frauen und MĂ€nner bedenkenlos ausprobieren können.

Das Sexspielzeug im Test besteht hĂ€ufig aus Silikon und anderen Kunststoffen. Viele der geprĂŒften Modelle kommen weit­gehend ohne kritische Stoffe aus, viermal heißt es sogar sehr gut. Doch bei fĂŒnf Produkten stimmte die Chemie nicht.

Die Tester fanden zum Beispiel den Weichmacher DEHP, der die Frucht­barkeit beein­trÀchtigen kann, Phenol, das im Verdacht steht, genetische Defekte zu verursachen sowie Nickel, das Allergien auslösen kann. Es konnten auch Poly­zyklische Aromatische Kohlen­wasser­stoffe nachgewiesen werden. Einige Vertreter dieser Schad­stoff­gruppe gelten als krebs­er­regend.

Sexspielzeug hat oft Schleimhaut­kontakt. „Diese Gewebe sind meist gut durch­blutet und können empfindlich sein. Schad­stoffe haben deshalb in Sextoys nichts zu suchen“, sagt die Projektleiterin Dr. Sara Wagner-Leifhelm. Obwohl Sexspielzeug engen Körperkontakt hat, existieren bislang keine Schad­stoff­grenzen speziell fĂŒr Sexspielzeug.

Der Test Schad­stoffe in Sexspielzeug findet sich in der Februar-Ausgabe von test und ist online abruf­bar unter www.test.de/sextoys.
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DarfÂŽs ein bisschen Action sein? Indoor-Attraktionen
Im Winter hat die Ferienregion Schwarzwald nicht nur draußen viel zu bieten – auch in den zahlreichen Mitmachmuseen und Indoor-Attraktionen können Familien jede Menge Spaß haben. Die SchwarzwaldCard macht den Familienurlaub auch preislich attraktiv: Die Kaufkarte bietet freie Eintritte und geldwerte Vorteile bei ĂŒber 130 Partnern in der Region. Mehr Infos unter Tel. 0761.896460
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AbfallgebĂŒhrenbescheide fĂŒr 2019 sind unterwegs
Die jĂ€hrlichen GebĂŒhrenbescheide fĂŒr die Abfallentsorgung werden ab Montag, dem 4. Februar, verschickt. Im Auftrag der Stadt Freiburg versendet die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) ca. 109.000 AbfallgebĂŒhrenbescheide an die Freiburger Privathaushalte und Gewerbebetriebe. Mit ihrem Bescheid erhalten alle EmpfĂ€nger auch die aktuellen GebĂŒhrenmarken fĂŒr ihre RestmĂŒllbehĂ€lter.

FĂŒr Informationen zu einzelnen Bescheiden stehen die Mitarbeiter/innen der ASF persönlich und am Telefon zur VerfĂŒgung. Dennoch ist es möglich, dass nicht alle Anrufe sofort angenommen werden können. Die ASF empfiehlt deshalb, mit RĂŒckfragen ein paar Tage zu warten oder eine E-Mail zu schicken.

Viele BĂŒrgerinnen und BĂŒrger wollen das Volumen oder den Entleerungsrhythmus ihrer RestmĂŒlltonne Ă€ndern. Dazu können sie einen formlosen Antrag zusammen mit ihrer GebĂŒhrenmarke fĂŒr 2019 an die ASF senden. FĂŒr den damit verbundenen Service berechnet die Stadt Freiburg VerwaltungsgebĂŒhren: Der Tausch der Jahresmarke beispielsweise beim Wechsel von der 14-tĂ€gliche zur wöchentlichen RestmĂŒllabfuhr kostet pauschal 8,95 Euro, fĂŒr den Austausch eines RestmĂŒllbehĂ€lters werden 25,24 Euro und fĂŒr die Lieferung einer abschließbaren MĂŒlltonne 57,98 Euro berechnet.

Die AbfallgebĂŒhr muss innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Bescheides bezahlt werden, sonst fallen Mahnkosten an.

Das gilt auch bei ÄnderungswĂŒnschen, Unstimmigkeiten oder WidersprĂŒchen. Zudem bittet die ASF alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die aktuellen GebĂŒhrenmarken bis Ende Februar auf ihre RestmĂŒlltonnen zu kleben.

FĂŒr RĂŒckfragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GebĂŒhrenstelle der ASF unter der Telefonnummer: 76707-430, per E-Mail unter info@abfallwirtschaft-freiburg.de von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 15.30 Uhr in der Hermann-Mitsch-Straße 26 zur VerfĂŒgung.
 
 

 
Amtsblatt informiert ĂŒber FĂŒr und Wider zum BĂŒrgerentscheid Dietenbach
Bei dem BĂŒrgerentscheid am 24. Februar 2019 entscheiden die Freiburgerinnen und Freiburger, ob das DietenbachgelĂ€nde unbebaut bleibt oder nicht. Mit einer Sonderpublikation des Amtsblatts informiert die Stadt ĂŒber das FĂŒr und Wider dieser Entscheidung. Dabei kommen die Positionen des Gemeinderats, der Verwaltung und der Initiatoren des BĂŒrgerentscheids gleichberechtigt zu Wort.

Die BroschĂŒre wird am Freitag, dem 1. und Samstag dem 2. Februar in einer Gesamtauflage von 110.000 Exemplaren im ganzen Stadtgebiet und an alle Haushalte verteilt. Die 16-seitige BroschĂŒre ist zudem in den RathĂ€usern, den stĂ€dtischen Bibliotheken und den Ortsverwaltungen zu bekommen. Wer keine BroschĂŒre erhalten hat, kann eine Nachlieferung ĂŒber das Reklamationsformular unter www.freiburg.de/amtsblatt bestellen. Auf dieser Seite findet sich auch ein pdf der BroschĂŒre zum Anschauen oder Herunterladen.
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Freiburger Start-up Szene prÀsentiert sich beim Start-up BW Summit in Stuttgart
Die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM), die Wirtschaftsförderung Region Freiburg (WRF), 26 Start-ups, 2 Start-up BW Acceleratoren, 15 Partner sowie 5 Corporate Partners werden gemeinsam die Region Freiburg am 01. Februar beim Start-up BW Summit 2019 auf der Landesmesse Stuttgart vertreten.

Der Start-up BW Summit, organisiert durch das Ministerium fĂŒr Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-WĂŒrttemberg, bietet Start-up Kultur live auf 25.000 mÂČ in Halle 1 der Landesmesse Stuttgart. Neben der gesamten Vielfalt der baden-wĂŒrttembergischen GrĂŒndungslandschaft wird am 1. Februar 2019 beim Start-up BW Summit auch der Standort Freiburg neben neun weiteren Standorten vertreten sein. Der Start-up BW Summit ist angelegt als Plattform, um Vernetzung, Dynamik und Awareness der Start-up- und GrĂŒnderszene in ganz BadenWĂŒrttemberg voranzutreiben.

FWTM-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Hanna Böhme: „Der Start-up BW Summit ist eine gute Möglichkeit, um das Start-up Ökosystem Freiburg mit seinen Akteuren und Partnern einer breiten Öffentlichkeit zu prĂ€sentieren und unsere hiesigen Start-ups können ihre innovativen GeschĂ€ftsmodelle vorstellen.“

Das Setting des Start-up BW Summits bilden 4.000 Teilnehmende, 350 Start-ups aus Baden-WĂŒrttemberg und internationalen Partnerregionen, 200 Netzwerkpartner aus Beratung, Förderung und Technologietransfer, 400 B2B-Partner aus Großunternehmen und Mittelstand sowie Investoren. Der Besuch der eintĂ€gigen Messe ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist notwendig. Mehr Informationen zum Start-up BW Summit 2019 erhalten Sie unter folgenden Link: summit.startupbw.de.

Die Ausstellerliste der Start-ups und Partner aus der Region Freiburg finden Sie online ...
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Stadtsynode verzichtet auf Positionierung zu Dietenbach
LOKALES EVANGELISCHES KIRCHENPARLAMENT TAGTE MIT SONDERSITZUNG

Freiburg. Die Evangelische Stadtsynode wird sich im Vorfeld des BĂŒrgerentscheids zum geplanten Stadtteil Dietenbach nicht positionieren. Bei einer Sondersitzung des höchsten Gremiums des Stadtkirchenbezirks votierten am Freitagabend (25. 1. 2019) im Gemeindezentrum MatthĂ€us (Bischofslinde/Betzenhausen) zwar 23 delegierte und berufene Synodale aus den Pfarreien und Einrichtungen dafĂŒr, eine Aussage zur Frage des BĂŒrgerentscheids zu treffen, doch 22 waren dagegen und es gab eine Enthaltung. Damit gab es keine Mehrheit in dem kirchlichen Gremium, die Frage gesellschaftspolitisch zu bewerten, weil nach der synodalen GeschĂ€ftsordnung Enthaltungen als ablehnende Stimmen gezĂ€hlt werden.

Der Abstimmung vorausgegangen war eine kurze Andacht von Stadtdekan Markus Engelhardt (siehe Downloads hier unten), ein RĂŒckblick zur Entscheidung, eine Sondersynode einzuberufen, von der Synodenvorsitzenden Regina D. Schiewer (Downloads) und eine EinfĂŒhrung in das Thema aus ethischer Sicht von Pfarrer Björn Slenczka (Download). Die dann folgende Podiumsdiskussion mit jeweils zwei Vertretern der Pro- und Contra-Seite vertiefte die Argumentationslinien. Die Podiumsdiskussion wurde von Stadtpfarrerin Gabriele Hartlieb moderiert.

Bei der Podiumsdiskussion wurden im Wesentlichen die bekannten Argumente der Gegner und BefĂŒrworter einer Bebauung der Flurgemarkung Dietenbach vorgetragen.

Michael Nödl, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV), wies bei der Podiumsdiskussion darauf hin, dass 31,9 Prozent der FlĂ€che im Stadtkreis Freiburg bereits versiegelt seien. Das vorhandene Ackerland sei die Produktionsgrundlage fĂŒr die landwirtschaftlichen Familienbetriebe, der vorhandene Boden sei nicht vermehrbar.

DemgegenĂŒber erklĂ€rte Jochen Pfisterer, GeschĂ€ftsfĂŒhrer beim Diakonischen Werk Freiburg, dass das Personal aus den unteren und mittleren Einkommensgruppen schon jetzt ĂŒber akuten Wohnraummangel klage. Er warnte vor einem „Sylt-Effekt“, wonach die Arbeitnehmer, die in der Stadt arbeiten, die Mieten hier nicht mehr zahlen können. Die hohen Mietpreise in Freiburg wĂŒrden sich beispielsweise auch in der Schwangerschaftskonfliktberatung bemerkbar machen, die Betroffenen wĂŒrden die hohen Mieten in ihre Entscheidung mit einbeziehen. Seine Erfahrung sei, dass die Hilfssysteme in Freiburg „verstopft“ sind, weil man keinen Wohnraum vermitteln könne. Von dem neuen Stadtteil erwarte er eine Dynamik auf dem Wohnungsmarkt. Durch die geplante Sozialbindung rechne er mit Mietpreisen von sieben bis neun Euro. Eine Nachverdichtung in den bestehenden Quartieren brĂ€chte keine schnellen Lösungen.

FĂŒr Freiburgs Ersten BĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach ist der Bau des neuen Stadtteils mit geplanten 6.000 Wohnungen fĂŒr 15.000 Einwohner eine „existentielle Entscheidung“. Freiburg habe in Deutschland die zweithöchsten Immobilienpreise und die fĂŒnfthöchsten Mietpreise. Der Mittelstand werde so aus der Stadt vertrieben. Immer mehr Menschen wĂŒrden an den Rand der Obdachlosigkeit gedrĂ€ngt. Er sei von dieser Situation als SozialbĂŒrgermeister, „als Mensch und Christ“, sehr belastet.
Freiburg sei eine wachsende Stadt, die Alternativen zu einem komplett neuen Stadtteil seien grĂŒndlich geprĂŒft worden. Doch „ohne Dietenbach reicht es nicht“. „In den letzten Jahren haben wir uns in die eigene Tasche gelogen, denn bis 2030 brauchen wir 18.000 Wohnungen, Dietenbach deckt nur ein Drittel davon ab“, ist von Kirchbach ĂŒberzeugt.

Völlig anders sah dies Georg Löser. Der Sprecher von „RegioBĂŒndnis pro Landwirtschaft, Natur und ökosoziales Wohnen“ und MitbegrĂŒnder von ECOtrinova warf der Stadt Freiburg vor, mit ĂŒberholten Bevölkerungsprognosen zu arbeiten. In der Vergangenheit hĂ€tte die Stadt viele Fehler gemacht, so sei die Mietpreisbindung im jungen Stadtteil Vauban viel zu kurz gewesen. Der neue Stadtteil kĂ€me viel zu spĂ€t. Er plĂ€dierte dafĂŒr, den vorhandenen Wohnraum besser zu nutzen. In den bisherigen Stadtteilen könnte durch „sozial-ökologischen Umbau“, Nachverdichtung und Aufstockung Wohnraum fĂŒr „Zehntausende“ geschaffen werden.

Vor der Podiumsdiskussion hatte Pfarrer Slenczka, Projektbeauftragter fĂŒr kirchliche PrĂ€senz in neuen Stadtteilen, eine EinfĂŒhrung in das Thema gegeben. Er legte dabei den Schwerpunkt auf eine ethische Bewertung der Fragestellung. Evangelische Ethik sei Individualethik; die Frage nach dem richtigen Handeln (Ethik) mĂŒsse jeder einzelne evangelische Christ vor seinem eigenen Gewissen verantworten. Über ethische Fragen könne zwar auch per Mehrheitsbeschluss entschieden werden, dann sollte aber der Beschluss ein Minderheitenvotum einschließen. Er persönlich bleibe zwar bei seinem bisherigen Votum fĂŒr den neuen Stadtteil, stelle aber fest: „Je lĂ€nger und intensiver ich mich mit der Frage beschĂ€ftige, umso schwieriger wird es.“ Denn es gebe viele offene Fragen und auf beiden Seiten gute Argumente, die grĂŒndlich abgewogen werden mĂŒssten.

Dies schien das Empfinden der Synode insgesamt widerzuspiegeln. Denn im Anschluss an der konzentriert und fair gefĂŒhrten Podiumsdiskussion wollte sich niemand zu einer Frage der Positionierung konkret Ă€ußern. Die Abstimmung der 46 anwesenden von insgesamt 71 möglichen Synodalen brachte dann das Ergebnis, zur Fragestellung des BĂŒrgerentscheids am 24. Februar nicht Stellung zu beziehen.
 
 



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